„Positive Entwicklung“

Dortmund bald ohne Raser-Problem? Plötzlich tote Hose an ehemaligem Hotspot

Seit Jahren kontrolliert die Polizei fast jedes Wochenende Raser und Poser in Dortmund. Jetzt zeigen sich erste Erfolge.

Dortmund – Jedes Wochenende drehen in Dortmund Raser und Auto-Poser ihre Runden. Anwohner sind vom Lärm genervt, mittlerweile gilt stellenweise sogar Tempo 30. Immer wieder muss die Polizei einschreiten. Jetzt zeigen sich an einem Hotspot jedoch erste Erfolge, teilen die Beamten mit.

Dortmund: Raser-Kontrollen der Polizei zeigen Wirkung

Bei den Kontrollen am Samstagabend (9. Juli) hat die Polizei Dortmund in der Innenstadt 91 Autos und 103 Personen kontrolliert. 25 Fahrer waren zu schnell unterwegs. Das ist vergleichsweise wenig: In der Hochphase der Corona-Pandemie zählten die Beamten bereits 700 Fahrzeuge in Dortmund.

An die Regeln hielten sich trotzdem nicht alle. Ein Motorradfahrer wurde mit 71 Kilometern in der Stunde gemessen, erlaubt waren besagte 30. Die Beamten erteilten 24 Platzverweise, schrieben eine Strafanzeige wegen Fahrens ohne Führerschein. Zwei Autos wurden wegen technischer Mängel stillgelegt, berichtet die Polizei Dortmund am Sonntag (10. Juli).

Dortmund: Polizei sieht keine Raser und Poser am Phoenix See in Hörde

Tote Hose war hingegen am ehemaligen Hotspot der Raser und Poser, dem Phoenix See. Dort konnten die Polizisten in der Nacht auf Sonntag „gar keine szenetypischen Autos feststellen“.

Kein Wunder: Bereits im April hatte die Stadt Dortmund eine Straße am Phoenix See sperren lassen. Nach dem alten Treffpunkt auf Phoenix West ist es bereits der zweite Hotspot, von dem die Auto-Szene verdrängt wird.

Die Polizei zeigt sich zufrieden: „Die polizeilichen und städtischen Maßnahmen der vergangenen Zeit zeigen weiter Wirkung“, heißt es in einer Mitteilung. Die Beamten wollen im Sommer weiter ein Auge auf die Raser-Szene haben.

Rubriklistenbild: © Justin Brosch/Imago

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