In gerade einmal drei Stunden

Dortmund: 234 Autos rasen zu schnell an Kita vorbei - Polizei schlägt Alarm

Blitzer und Polizeipräsidium Dortmund
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Die Polizei Dortmund führte Schwerpunktkontrollen in Asseln und Huckarde durch.

Eine Radarmessung der Polizei Dortmund in der Nähe einer Kita lieferte unglaubliche Ergebnisse. Weit über 200 Autos fuhren in drei Stunden zu schnell.

Dortmund - Die Polizei Dortmund hat am Mittwoch (14. Oktober) drei Stunden lang das Tempo auf der Holzwickeder Straße in Asseln kontrolliert. Das erschreckende Ergebnis: Von den 1.624 gemessenen Fahrzeugen waren 234 zu schnell unterwegs.

StadtteilAsseln
StadtDortmund
Einwohner8.832 (31. Dezember 2018)
Statistischer Bezirk31

Dortmund: Polizei legt erschreckenden Bericht nach dreistündiger Tempokontrolle in Asseln vor

„Das ist eine viel zu hohe Zahl“, heißt es von der Polizei. Besonders brisant: Unweit der Messstelle auf der Holzwickeder Straße in Dortmund-Asseln befindet sich eine Kindertagesstätte. Erlaubt sind hier 30 km/h (alle News aus Dortmund auf RUHR24.de).

In den meisten Fällen seien die Autos zwischen 10 und 21 km/h zu schnell gewesen, heißt es. Wie gefährlich derartige Verstöße gegen die Geschwindigkeitsbegrenzung sind, rechnet die Polizei Dortmund anhand eines Beispiels vor.

Dortmund: Schwerpunktkontrollen führten Polizei auch nach Huckarde

Denn die Schwerpunktkontrollen am Mittwoch führten den Verkehrsdienst der Polizei am Mittwoch auch auf die Varziner Straße in Huckarde, wo ebenfalls 30 km/h erlaubt sind. Die befuhr ein Sprinter mit 51 km/h. Der Anhalteweg betrage laut Polizei somit rund 40 Meter. Läuft ein Kind 15 Meter vor dem Sprinter auf die Straße, könne das schwerwiegende Folgen haben.

Die Polizei Dortmund appelliert deshalb dringend: „Überprüfen Sie Ihre eigene Fahrweise. Erinnern Sie sich selbst an das Unfallrisiko durch zu hohes Tempo. Ein Verkehrsunfall ist mehr als ein ‚Unglück‘ - ein Unfall hat immer eine Ursache, bei der der Mensch die entscheidende Rolle spielt.“

Nicht nur in Dortmund ist Raserei ein wiederkehrendes Problem. Laut der Verkehrsunfallstatistik der Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen starb im Jahr 2019 jeder vierte Verkehrstote, weil die Ursache Geschwindigkeit eine Rolle gespielt hat. Sie bleibt somit die Ursache im Straßenverkehr, wegen der die meisten Menschen sterben.

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