Raubüberfall

Dortmund: Mann rettet sich durch Fenstersprung vor Fleischerbeil

Der Aufforderung seines Peinigers aus dem Fenster zu springen, kam ein Dortmunder in Panik unverzüglich nach. Die Alternative wäre eine weitere Attacke mit der Axt gewesen.

Dortmund – Der Morgen des 22. Februar 2020 begann für einen Dortmunder mit einem Albtraum: Bewaffnet mit Fleischerbeil und Küchengabel, hatte sich der nun angeklagte Nabil O. Zugang zu seiner Wohnung verschafft. Er forderte Geld und Kokain. Als der Dortmunder beteuerte, seinen Angreifer weder mit dem einen, noch mit dem anderen versorgen zu können, griff dieser ihn an.

GerichtLandgericht Dortmund
BezirkOberlandesgericht Hamm
AdresseKaiserstraße 34, 44135 Dortmund

Dortmunder mit Fleischerbeil attackiert: Angeklagter forderte Kokain und Geld

Der Albtraum für das Opfer des Angeklagten begann an jenem Tag zwischen 6 und 7 Uhr in der Frühe. Laut einer Mitteilung des Landgerichts Dortmund, vor dem sich der Angreifer ab Montag (22. November) zu verantworten hat, soll sich der Angeklagte zu dieser Zeit gewaltsam Zugang zu der Wohnung seines Opfers in Dortmund verschafft haben (mehr News zur Kriminalität in NRW auf RUHR24)

Anschließend soll er Geld und Kokain gefordert haben. Um seine Forderung zu unterstreichen, soll der Angeklagte sein Opfer zunächst mit dem Fleischerbeil bedroht haben. Als die Drohung jedoch nicht zum Ziel des Angeklagten führte Geld und Kokain von seinem Opfer zu erbeuten, soll dieser begonnen haben, sein Opfer mit der flachen Beilseite ins Gesicht zu schlagen.

Als auch die Schläge mit dem Beil nicht zum gewünschten Erfolg führten, soll der Angeklagte dem Dortmunder während des Raubüberfalls Faustschläge ins Gesicht sowie gegen den Körper versetzt haben. Zudem soll er mit einer Küchengabel zugestochen haben.

Dortmund: Angreifer zwingt Opfer aus dem Fenster zu springen

Daraufhin soll der Geschädigte laut Anklageschrift erneut entgegnet haben, dass er weder Geld noch Kokain habe, welches er seinem Angreifer übergeben könne. Und so folgte der nächste Angriff: Gleich mehrfach ließ der Angeklagte sein Beil in den Hals- und Rückenbereich des Geschädigten niedergehen – sein Opfer trug eine etwa 12 cm lange Schnittwunde über dem linken Schulterblatt davon.

Doch damit nicht genug: Bevor sich der Angreifer letztendlich mit dem Rucksack und der Geldbörse seines Opfers davonmachte, zwang er den Dortmunder dazu, aus dem Fenster zu springen. In Anbetracht der Tatsache, dass ein weiterer Angriff mit dem Fleischerbeil folgen könnte, soll der Dortmunder dieser Aufforderung auch nachgekommen sein.

Der Angeklagte muss sich vor Gericht wegen des Vorwurfs des schweren Raubes verantworten. Bereits jetzt sind drei Folgesitzungen am 1., 2. und 3. Dezember 2021 am Landgerichts Dortmund in diesem Fall angesetzt.

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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