„Strategische Fahnung“

Polizei Dortmund darf ab sofort jeden in der Innenstadt kontrollieren

Die Polizei Dortmund darf ab sofort jeden in der Innenstadt kontrollieren – ohne Anlass. Grund sind gehäufte Straftaten.

Dortmund – Wer sich in der Innenstadt von Dortmund aufhält, muss ab Freitag (1. April) damit rechnen, von der Polizei kontrolliert zu werden. Einen konkreten Verdacht brauchen die Beamten dafür vorerst nicht, teilt das Polizeipräsidium mit.

Stadt:Dortmund
Maßahme:strategische Fahndung
Behörde:Polizei

Polizei Dortmund darf ab sofort jeden in der Innenstadt kontrollieren

Weil es in der Dortmunder Innenstadt zuletzt viele Straftaten gegeben hatte, reagiert Polizeipräsident Gregor Lange jetzt. Für die kommenden 28 Tage hat er eine sogenannte strategische Fahndung angeordnet.

Konkret bedeutet das: „Die angeordnete strategische Fahndung ermöglicht auf Basis des Polizeigesetzes, Personen ohne konkreten Verdacht anzuhalten, nach ihrer Identität zu befragen sowie Fahrzeuge und mitgeführte Sachen in Augenschein zu nehmen. Dadurch können potentielle Täter frühzeitig festgestellt und daran gehindert werden, Straftaten zu begehen.“

Sie betrifft folgende Bereiche der Innenstadt von Dortmund:

  • Innenstadt innerhalb des Wallrings
  • Am Dortmunder U
  • Bornstraße (Abschnitt und Nebenstraßen am Wallring)

Dortmund: Strategische Fahndung in der Innenstadt dauert 28 Tage lang

Mit der Maßnahme will die Polizei Dortmund weitere Straftaten verhindern sowie mögliche Täter ausfindig machen. „Gerade Raub und Körperverletzungen haben sich in dem Bereich gehäuft“, sagte eine Sprecherin der Polizei Dortmund gegenüber RUHR24.

Gerade am ersten Wochenende der Corona-Lockerungen sowie verkaufsoffenen Sonntagen in Dortmund rechnet die Polizei mit vielen Besuchern. „Wir werden alles daran setzen, dass diese herbeigesehnte Normalität nicht von Straftätern ausgenutzt wird“, wird Gregor Lange in einer Pressemitteilung der Polizei zitiert.

Die strategische Fahndung ist im Polizeigesetz NRW verankert und für maximal 28 Tage anzusetzen. Anschließend müsse die Situation neu bewertet werden, sagte die Sprecherin der Polizei.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

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