Party trotz Corona-Pandemie

Pfefferspray-Attacke bei illegalem Rave - Polizei Dortmund kassiert 35 mal 200 Euro auf Hoeschgelände

Auf dem Hoeschgelände hat ein illegaler Rave stattgefunden. Die Polizei Dortmund kassierte pro Teilnehmer 200 Euro. 
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Auf dem Hoeschgelände hat ein illegaler Rave stattgefunden. Die Polizei Dortmund kassierte pro Teilnehmer 200 Euro. 

Trotz Corona-Schutzverordnung haben Raver auf dem Hoeschgelände in Dortmund gefeiert. Als die Polizei die Party unterbrach, regnete es eine saftige Geldbuße.

  • Seit dem Lockdown gibt es schon wieder einige Lockerungen trotz Coronavirus.
  • Die Clubs in Dortmund und dem Rest von Deutschland müssen aber nach wie vor geschlossen bleiben.
  • Auf dem Hoeschgelände hielt das mehr als 35 Personen nicht vom Feiern ab.

Dortmund - Illegale Raves sind auch unabhängig von der Pandemie ein Delikt, der die Polizei nachts auf Trab hält. Doch in Zeiten des Coronavirus sind Tanzveranstaltungen dieser Art auch noch gefährlich. Einige Techno-Fans haben trotzdem eine Party auf dem Hoeschgelände in Dortmund geschmissen. 

Stadt

Dortmund

Fläche

280,7 km²

Metropolregion

7.268 km²

Bevölkerung

585.813 (2016)

Coronavirus-Party in Dortmund: Anwohner bemerken mehrere Personen auf Hoeschgelände

Veranstaltungen mit einer Vielzahl von Personen sind auch weiterhin aufgrund des Infektionsrisikos mit dem Coronavirus verboten - eine Ausnahme bilden private Feiern, solange auf ein gutes Hygienekonzept geachtet wird. Viele Menschen auf einem Haufen sowie Schweiß und andere Körperflüssigkeiten sind einige Gründe, weshalb die Clubs trotz vieler Lockerungen noch geschlossen bleiben.

Einige Tanzwütige feierten am Samstag (6. Juni) dennoch und machten sich das Hoeschgelände in Dortmund für einen illegalen Rave zunutze. Anwohner der Alten Radstraße haben sich gegen 23.50 Uhr per Notruf an die Polizei gewandet, wie deren Pressestelle mitteilt.

Dortmund: Polizei entdeckt trotz Coronavirus Rave auf Hoeschgelände

Und tatsächlich: Die Polizei traf in einem leerstehenden Gebäude auf dem Hoeschgelände auf eine Vielzahl an Personen. Einige waren mit professionellem DJ-Equipment gut auf einen illegalen Rave trotz Sicherheitsbestimmungen wegen des Coronavirus vorbereitet.

Wie die Polizei berichtet, sollen sich die Teilnehmer zunächst unkooperativ verhalten haben, wobei eine Person mit Pfefferspray in Richtung der Beamten sprühte, jedoch verfehlte.

Anwohner haben eine Vielzahl an Personen auf das Hoeschgelände in Dortmund laufen sehen. 

Dortmund: Party auf Hoeschgelände endet in Gerangel zwischen Polizei und Techno-Fans

Anschließend soll es zu einem Gerangel zwischen der Polizei Dortmund und den Rave-Teilnehmern gekommen sein. Von welcher Instanz diese ausgegangen ist, ist nicht bekannt. Eine Beamtin wurde dabei leicht verletzt (mehr Artikel über Dortmund auf RUHR24.de).

Erst als die Lage beruhigt werden konnte, konnten die Beamten die Personalien aller Anwesenden auf dem Hoeschgelände, immerhin 35 an der Zahl, feststellen.

Coronavirus: Illegale Party auf Hoeschgelände in Dortmund wie teuer für die Teilnehmer

Die illegale Party wurde für die Teilnehmer nicht nur ein vermeintlich gesundheitliches Problem, sondern auch ein finanzielles: 200 Euro plus Verwaltungsgebühren muss jeder Anwesende laut Polizei wegen Verstoß gegen die Coronavirus-Schutzverordnung zahlen. Größere Veranstaltungen, obwohl noch bis zum 31. August in NRW verboten, finden immer wieder statt und müssen von der Polizei aufgelöst werden.

Nach Dortmund musste die Polizei nun auch eine illegale Party in Bochum auflösen. Sie lief bereits seit mehreren Tagen.

Video: Jägermeister: So will der Betrieb Clubs nach der Coronakrise helfen

Außerdem erstellen die Beamten eine Anzeige wegen tätlichem Angriff auf Polizisten. Alle Party-Teilnehmer, die nicht nur aus Dortmund, sondern aus dem gesamten Bundesgebiet kamen, erhielten außerdem einen Platzverweis auf dem Hoeschgelände.

Auch in Bielefeld ist es vor kurzem zu einem Angriff auf einen Menschen gekommen, der dabei schwer verletzt wurde - allerdings nicht durch einen Menschen, sondern durch ein Tier: Ein Mädchen, das beim Spielen auf dem Spielplatz von einem Kampfhund angegriffen wurde, musste anschließend ins Krankenhaus gebracht werden.  

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