Dortmund: "Kein Raum für Idioten!" Polizei und Feuerwehr finden deutliche Worte gegen Gaffer

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Die Kampagne "Respekt?! Ja bitte!" zeigte Videos von Einsätzen der Polizei und der Feuerwehr. Foto: Screenshot/facebook.com/Respektjabitte

Dortmund/NRW - Polizei und Feuerwehr werden immer wieder bei ihren Einsätzen gestört. Mit einer heute in Dortmund vorgestellten Kampagne fordern sie mehr Respekt ein.

Polizei und Feuerwehr werden immer wieder bei ihren Einsätzen gestört. Mit weiteren am Mittwoch (16. Oktober) in Dortmund vorgestellten Videos der Kampagne "Respekt?! Ja bitte!" werben Einsatzkräfte für mehr Anerkennung.

  • Mit der Kampagne "Respekt?! Ja bitte" wollen Polizei und Feuerwehr aufklären und um Rücksicht werben.
  • Dabei finden einige Einsatzkräfte deutliche Wort gegen Gaffer.
  • Die Facebook-Seite zu der Aktion hat mittlerweile mehrere Tausend Abonnenten.

Mehr Respekt für Einsatzkräfte: Kampagne in Dortmund vorgestellt

Bei einem Hausbrand kommt es auf jede Sekunde an. Doch immer öfter werden Retter bei Einsätzen von Gaffern behindert. Nur 13 Minuten bleiben der Feuerwehr, um einen von Brandrauch eingeschlossenen Menschen zu retten.

"Da ist keine Zeit für Fehler und kein Raum für Idioten, die uns behindern", sagt Hauptbrandmeister André Lüddecke. Deutliche Worte - die Kampagne "Respekt?! Ja bitte" der Polizeigewerkschaft NRW in Dortmund und der Deutschen Feuerwehrgewerkschaft soll wachrütteln.

BVB-Profis unterstützen die Aktion

Weitere Videos der Kampagne wurden am Mittwoch im Signal Iduna Park in Dortmund vorgestellt. Auf der Facebook-Seite der Aktion sind Beiträge des Dortmunder Polizeipräsidenten Gregor Lange, NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet (58) und weiteren Unterstützern zu sehen. Auch BVB-Profis wie Marco Reus (30) und Mats Hummels (30) rufen zu mehr Respekt auf.

Sie alle fordern mehr Respekt für Einsatzkräfte, die täglich Menschen retten und sich dabei selbst in Gefahr bringen. "Uns ist klar, dass man verloren gegangenen Respekt nicht allein mit ein paar Videos zurückholen kann", sagte Andreas Jedamzik von der Feuerwehr Dortmund.

Die Kampagne will deshalb eine öffentliche Debatte anstoßen. Damit soll sie alle Bürger auch zu öffentlichem Widerspruch aufrufen, wenn Retter bedrängt oder bedroht werden.

In mehr als 50 Videos berichten auch Familienmitglieder von ihren Erfahrungen

In mehr als 50 Videos wird auf der Facebook-Seite unter anderem erklärt, zu welchen Einsätzen Notärzte, Bundespolizisten und Feuerwehrleute gerufen werden - und was sie dort erwartet. Auch Familienmitglieder kommen zu Wort und berichten von ihren Erfahrungen.

Mittlerweile hat die Seite mehr als 12.000 Likes, die Videos teilweise Zehntausende Klicks. Auch die Kommentare sind überwiegend positiv.

Öffnen auf www.facebook.com

"Mit so vielen Aufrufen in so kurzer Zeit haben wir nicht gerechnet", sagt Polizeioberkommissar Alexander Koch, der kreative Kopf hinter der Kampagne. Bleibt zu hoffen, dass sich der Respekt nun auch im Arbeitsalltag zeigt.

Vor dieser fiesen Masche warnt aktuell die Polizei Dortmund. Besitzer von Autos mit sogenannten Keyless-Systemen sollten gewarnt sein.