Schüler in Gefahr

„Elterntaxis“ sorgen für Chaos: Polizei Dortmund wird deutlich

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Die Polizei Dortmund warnt: Eltern sollten ihre Kinder nicht täglich zur Schule fahren.

Immer häufiger werden Schüler von ihren Eltern zum Unterricht gefahren. Das führt zu Verkehrsproblemen und gefährlichen Situationen vor den Schulen.

Dortmund – Auch wenn es gut gemeint ist, können sogenannte „Elterntaxis“ - also Eltern, die ihre Kinder zur Schule fahren - zu einer Gefahr werden. Aus diesem Grund hat die Polizei Dortmund nun einen dringenden Appell an die Eltern und wendet sich mit einem Facebook-Post an sie.

PolizeiwacheDortmund
AdresseBrüderweg 6 - 8, 44135 Dortmund
Telefonnummer0231 1321161

Dortmund: Elterntaxis bereiten immer mehr Probleme – Polizei mit dringendem Appell an die Eltern

Viele Eltern versuchen ihre Bring- und Abholaktion mit verschiedenen Argumenten, zum Beispiel, dass der Schulweg zu Fuß zu gefährlich sei, zu rechtfertigen. Doch laut der Polizei Dortmund sei es für die Kinder statistisch viel gefährlicher mit dem Auto zu fahren, als den Weg zu Fuß zu bestreiten.

Das sind die größten Probleme, die Elterntaxis laut der Dortmunder Polizei mit sich bringen:

  • Der Verkehr wird vor Schulen immer dichter, was den Eltern, aber auch den Bussen zu schaffen macht. Verspätungen entstehen, wenn Autos die Busspuren oder Bushaltestellen blockieren.
  • Gehwege und Überquerungshilfen werden häufig zugeparkt. Dadurch werden Schüler in gefährliche Situationen gebracht, weil sie beispielsweise auf die Straße ausweichen müssen.
  • Risikoreiche Wendemanöver und gefährliches Rangieren sieht man häufig. Besonders kleinere Kinder können schnell übersehen werden.

Polizei Dortmund ätzt gegen Elterntaxis vor Schulen - und fordert „Gehgemeinschaften“

Daher haben die Polizeibeamten aus Dortmund einen dringenden Appell an alle Eltern, die ihre Kinder täglich zur Schule fahren: „Unterstützen Sie Ihre Kinder und lassen sie durch einen Schulweg ohne Elterntaxi eigenständige Mobilität lernen, Schulwegabenteuer erleben und soziale Kompetenzen entwickeln. Nebenbei wird die Gesundheit und körperliche Fitness gesteigert und der Unterricht durch eine bessere Konzentrationsfähigkeit erleichtert.“

Damit der Weg noch sicherer ist, würden sich Geh-Gemeinschaften besonders gut eignen. Zu Beginn können die Schüler auf dem Weg von den Eltern begleitet werden. Falls man mal doch nicht auf das Auto verzichten könnte, sollte man davon absehen, das Kind direkt vor der Schule herauszulassen. Stattdessen sollten die Bring- und Abholzonen, also größere Halteflächen, die meist im Umkreis um die Schule liegen, zu nutzen.

Video: Bundesrat beschließt Corona-Aufholprogramm für Kinder

In NRW soll demnächst eine Art „Aufholjagd“ für die Schüler starten: Mit einem finanziellen Zuschuss von 430 Millionen Euro sollen die Kinder den verpassten Stoff während des Corona-Lockdowns schneller aufholen. Das Geld soll unter anderem in zusätzliche Lehrer investiert werden.

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