Lieferservice expandiert

Picnic kommt nach Dortmund – aber Liefergebiete sorgen für Verwirrung

Der Supermarkt-Lieferservice Picnic weitet sein Liefergebiet aus. Jetzt soll Dortmund einen Standort bekommen. Doch wer profitiert davon? Und welche Alternativen gibt es?

Dortmund – Spätestens seit der Corona-Krise sind Lieferdienste gefragt wie nie. Immer mehr Menschen sparen sich den Weg in den nächsten Supermarkt und lassen sich selbst Nudeln oder Gemüse nach Hause liefern. Lieferservices wie die Abokiste oder Picnic machen es möglich. Letzterer weitet sein Liefergebiet im Ruhrgebiet nun auf Dortmund aus – und stiftet damit Verwirrung. Denn mancher wird bereits beliefert. Andere können den Service wiederum gar nicht nutzen.

LieferdienstPicnic
Gründung2015 in den Niederlanden
SitzAmsterdam, Deutschland: Düsseldorf

Picnic in Dortmund: Lieferservice nicht ganz neu

Endlich auch in Dortmund? Als der Online-Supermarkt Picnic am 14. Februar bekannt gab, dass ein weiterer Standort im Ruhrgebiet eröffnet und ab März auch Dortmund beliefert wird, dürfte der ein oder andere Dortmunder gestutzt haben. Denn so neu ist der Lieferservice in der Stadt zumindest für einige nicht: 15.000 Haushalte in Dortmund werden bereits von Picnic beliefert*, wie auch 24Rhein.de* berichtet.

Allerdings werden diese bisher vom Standort Bochum aus beliefert. Nur beliefert der Bochumer „Picnic-Hub“ eben nicht ganz Dortmund, sondern nur bestimmte Stadtteile. Doch auch mit dem neuen Hub-Standort in Dortmund an der Westererbenstraße kann nicht jeder Dortmunder darauf hoffen, seine Lebensmittel bald von Picnic bis an die Haustür geliefert zu bekommen. Denn von der Erweiterung des Liefergebiets des Online-Supermarkts profitieren vor allem die Innenstadt und der Dortmunder Norden.

Wer jetzt daran denkt, in das Liefergebiet umzuziehen, sollte bedenken, dass es eine weitere Hürde für all‘ jene zu nehmen gilt, die ihre Lebensmittel gerne von Picnic geliefert bekommen würden: Die Warteliste des Online-Supermarktes ist lang. Sehr lang. Allein in Dortmund stehen laut onlinemarktplatz.de 9.600 Haushalte auf der Warteliste (mehr News aus Dortmund auf RUHR24.de).

Dortmund: Keine Lust auf Einkaufen? Diese Lieferservices gibt es

Sich selbst in den Supermarkt zu schleppen, ist dennoch nicht unbedingt vonnöten. Denn neben Picnic bieten auch einige andere Unternehmen einen ähnlichen Service wie Picnic an. In Dortmund, wie in vielen anderen Städten auch, bieten zum Beispiel manche Rewe-Supermärkte einen Lieferservice an. Eine Übersicht aller Rewe-Märkte in Dortmund mit Lieferservice gibt es hier. Auch mancher Edeka liefert – obwohl deutlich weniger Märkte einen entsprechenden Service anbieten als Rewe. Nachfragen lohnt sich dennoch.

Einen weiteren Lieferservice in Dortmund bietet der „Rote Blitz“. Mit einem dreirädrigen Lieferwagen (auch als „Ape“ bekannt) liefert Inhaber Michael Bösebeck den gewünschten Einkauf nach Hause. Ob im Discounter oder Supermarkt – wo er einkaufen soll, kann jeder selbst auswählen. Laut Radio 91.2 nimmt der „Rote Blitz“ sogar eure Post mit und gibt sie auf.

Wer zudem Wert auf Bio-Lebensmittel legt, ist bei der Abo-Kiste richtig. Seit über 25 Jahren versorgt die Gemüsegärtnerei aus Dortmund die Region mit regionaler Demeter-Ware. Inzwischen kann neben Gemüse auch Brot, Käse, Nudeln und selbst Naturkosmetik über den Lieferservice bezogen werden. Als kleines Extra hat die Abokiste außerdem viele leckere Rezepte und ein kleines Infomagazin mit in der Lieferung inbegriffen.

Einige ausgewählte Lebensmittel bringt inzwischen auch der Getränke-Lieferdienst Flaschenpost mit, wenn er sich mit Wasser, Bier und Saft auf den Weg macht. Allerdings hat der Lieferdienst weniger frische, als haltbare Lebensmittel im Programm. Kaffee oder Nudeln gibt es neben einigen anderen Produkten aber in jedem Fall. Sowieso gilt trotz Lieferservice: Einige Lebensmittel für den Notfall zu Hause zu haben, ist in Zeiten möglicher Quarantäne aber auch gar nicht schlecht. *24.Rhein.de ist Teil des Ippen.Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach/dpa

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