Ungewöhnliche Idee

Dortmund: Kirmes im Westfalenpark und Riesenrad am Phoenix See sollen aus der Corona-Krise helfen

Die Dortmunder CDU hat mit einer ungewöhnlichen Idee einen Vorstoß gewagt, um den stark gebeutelten Schaustellern in der Coronavirus-Krise zu helfen.

  • Schausteller trifft das in der Coronavirus-Krise geltende Veranstaltungsverbot hart.
  • Die CDU in Dortmund unterstützt eine ungewöhnliche Idee, die den betroffenen Schaustellern durch die Krise helfen kann.
  • Der Phoenix See könnte daher um eine große Kirmes-Attraktion reicher werden.

Dortmund - Die Schutzverordnung, die aufgrund des Coronavirus seit Wochen gilt, legt große Teile des öffentlichen Lebens lahm. Inzwischen ist klar: Das bereits seit Wochen geltende Veranstaltungsverbot wird bis August fortgesetzt. Besonders für Schausteller hat das damit inbegriffene Verbot von Volksfesten* verheerende Folgen. Für Schausteller in Dortmund soll es aber bald eine Lösung geben, berichtet RUHR24.de*

Dortmund: Kirmes am Phoenix See

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Dortmund spricht von einer "dramatischen Situation für die Schausteller". In einem Gespräch mit dem Verein "Rote Erde" hätten Vertreter der Schausteller in Dortmund ihre Ängste und Sorgen dargelegt. Die scheinen so groß zu sein, dass die CDU nun eine ungewöhnliche Idee unterstützt, um den Schaustellern durch die Coronavirus-Krise zu helfen.

"Die Idee eines historischen Jahrmarktes im Westfalenpark erhält unsere Unterstützung", erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sascha Mader in einer Presseerklärung. Für die Schausteller in Dortmund böte das "die Möglichkeit in dieser schwierigen Situation ihre Fahrgeschäfte und Imbissbuden zu betreiben" - und so ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Mittlerweile droht die Stimmung aufgrund der Tuning-Szene am Phoenix See Dortmund zu kippen. Einige Anwohner sollen sogar mit Eiern geworfen haben. 

Riesenrad am Phoenix See in Dortmund

Doch der Fraktionsvorsitzende scheint sich für die Idee, in der Coronavirus*-Krise ein wenig Kirmes-Flair in die Ruhrgebiets-Stadt zu holen, richtiggehend zu begeistern. Denn ein weiterer Vorschlag steht im Raum: "Warum nicht auch am Phoenix See in Dortmund ein Riesenrad* aufstellen?"

Nostalgisch, so ein Kettenkarussel. Und genau das Richtige für einen historischen Jahrmarkt.

Nicht nur die Schausteller, auch Menschen auf der Suche nach Freizeitvergnügen dürfte das in dieser - für die Meisten sehr schweren - Zeit erfreuen. So sieht das auch Sascha Mader. "Die Pandemie macht es schwer, Volksfeste und Ortsteilfeste durchzuführen. Deswegen ist es umso wichtiger, den Menschen auch durch die Kirmesattraktionen ein Stück Lebensfreude zurückzugeben."

Was die Bewohner des Phoenix Sees davon halten, die zuletzt auch durch Treffen der Auto-Poser-Szene arg gebeutelt wurden, ist allerdings offen. Schwer vorstellbar, dass die Idee am Phoenix See gut ankommen wird.

Indes entwickeln die Schausteller nun auch noch gleich ein weiteres Konzept, um die Vergnügungslust der Menschen in Dortmund bedienen zu können. An den Westfalenhallen, im Bereich des Vorplatzes, könnte schon bald ein temporärer Freizeitpark entstehen. Die CDU will zügige baurechtliche Genehmigung jedenfalls unterstützen. msp

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Rubriklistenbild: © Fotos: Marcel Kusch/Bernd Thissen/dpa; Collage: RUHR24

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