Wieder auf Anfang

Überraschung am Phoenix See in Dortmund: Anwohner genervt wegen geplanter Neuerung

Der Phoenix-See in Dortmund ist ein beliebter Treffpunkt in den sonnigen Tagen.
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Der Phoenix-See in Dortmund ist Mittelpunkt einer langwierigen Parkplatz-Debatte. Jetzt gibt es eine Rolle rückwärts.

Ob zum Joggen oder um einen Spaziergang zu machen: Der Phoenix-See ist ein Anziehungspunkt in Dortmund. Was jedoch immer für Diskussion sorgt, ist die Park-Situation.

Dortmund – Die ersten Sonnenstrahlen kämpfen sich durch die Wolken. Der Frühling liegt in der Luft. Und kaum steigen die Temperaturen wieder, gibt es einen Ort, an den die Dortmunder in Scharen pilgern: den Phoenix-See.

OrtPhoenix-See
StadtteilDortmund-Hörde
Fläche24 Hektar
Länge1,23 KM

Phoenix-See in Dortmund: Parken wieder Thema nach Anwohner-Protesten

Je mehr Personen jedoch am beliebten Treffpunkt das Wasser und die Sonne genießen, umso mehr rückt auch ein altbekanntes Aufreger-Thema wieder in den Fokus. Die Parksituation am Phoenix-See spitzt sich regelmäßig zu.

Ob zeitlich begrenzt für Besucher oder nur für Anwohner: Parken am Phoenix-See in Dortmund bot schon immer viel Diskussionsstoff, ein neues Parkraumkonzept sollte deswegen Klarheit schaffen.

Dortmund: Parken am Phoenix-See mit Parkraumkonzept geregelt

Doch auch damit waren die Anwohner unzufrieden. „Wir sprechen uns ganz deutlich gegen das Parkraumkonzept aus, weil wir glauben, dass es die Probleme nicht lösen würde“, sagte eine Anwohnerin der Straße An den Emscherauen gegenüber den Ruhr Nachrichten (Bezahlinhalt).

Sie – wie auch andere Anwohner – befürchten, dass die Beliebtheit des Sees auf dem Rücken der Bewohner ausgetragen wird. Nach einer Unterschriften-Aktion mit 270 Teilnehmern, die sich gegen das aktualisierte Konzept aussprachen, wurde der Entwurf zum Parken am Phoenix-See in Dortmund erneut bei der Bezirksvertretung Hörde am Dienstag (23. Februar) besprochen.

Der Phoenix-See in Dortmund ist ein beliebter Treffpunkt in den sonnigen Tagen. Parken gestaltet sich hier allerdings als schwierig.

Phoenix-See: Entspannung beim Parken am Gewässer in Dortmund

Ziel des Konzeptes ist nach wie vor Entspannung in die Parksituation rund um das beliebte Gewässer in Dortmund zu bringen. Die Probleme sind jedoch vielschichtig – kostenloser Parkraum geht einher mit erhöhtem Parksuchverkehr. Außerdem gab es schon Differenzen mit Posern, die von Anwohnern am Phoenix-See in Dortmund sogar mit Eiern beworfen wurden. Diese wurden scheinbar aber in den Griff bekommen.

Der ursprüngliche Plan war, dass an öffentlichen Stellplätzen zwischen 7 und 21 Uhr ein Parkschein mit einer Maximaldauer von drei Stunden Pflicht sein sollte. Kosten für eine Stunde: 50 Cent. In der Weingartenstraße/Am Remberg bis Kohlensiepenstraße war hingegen eine Anwohnerparkzone vorgesehen.

Dortmund: Parken am Phoenix-See bietet ständigen Diskussionsstoff

Eine andere Problematik eröffnete sich an den Neubauten. Rund um den Phoenix-See an den Straßen Am Kai, Phoenixseestraße und An den Emscherauen gibt es zwar genug private Stellplätze, hier fühlten sich jedoch die Anwohner durch die Bewirtschaftung einiger Parkflächen eingeschränkt. Sie sähen nicht ein, dass beispielsweise Besucher oder sie selbst dann Parkgebühren zahlen müssten, sagte ein Anwohner laut den Ruhr Nachrichten.

Im Zuge dessen entschied die Bezirksvertretung, statt bis 22 Uhr Gebühren für die Parkplätze zu nehmen, dies nur bis 18 Uhr durchzuführen. Die SPD-Fraktion sagte hierzu, dass die Möglichkeit, eigene Fahrzeuge zu parken, offenbar höher bewertet werde als das Risiko eines zunehmenden Parksuchverkehrs nach 18 Uhr.

Im Video: Parkplatzgebühren als Erziehungsmethode?

Parken am Phoenix-See: Das wurde in der Bezirkvertretung in Dortmund-Hörde beschlossen

Das Ergebnis der Bezirksvertretung war letztendlich in weiten Teilen die Rückkehr zum ursprünglichen Parkkonzepts. Dies begründete Fraktionschef der SPD Ratsfraktion Werner Sauerländer: „Weil es die Interessen von Anwohnern und Besuchern angemessen berücksichtigt.“ Die wesentlichen Beschlüsse zusammengefasst:

  • Parkplätze sollen nur bis 18 Uhr bewirtschaftet werden.
  • Davon ausgenommen sind die Straßen Phoenixseestraße, Am Kai, An den Emscherauen und der südliche Teil der Kohlensiepenstraße. Die Gefahr besteht dadurch allerdings, dass die Parkplätze zum freien Parken von Besuchern bentzt werden.
  • An den Straßen Weingartenstraße/Am Remberg soll es Anliegerparkplätze geben.
  • Weiterhin soll die Höchstparkdauer von drei Stunden gelten.

Außerdem heißt es, dass nach ein bis zwei Jahren der Erfolg geprüft werden solle.

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