Pläne für Hörde

Dortmund: Neues Konzept soll angespannte Lage am Phoenix See beenden

Die Stimmung am Phoenix See in Dortmund ist angespannt.
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Die Stimmung am Phoenix See in Dortmund ist angespannt.

An Dortmunds Phoenix See soll endlich Ruhe einkehren. Lärm und Müll sollen der Vergangenheit angehören. Die Stadt hat dafür ein neues Konzept.

Dortmund - Seit Ende 2018 will Oberbürgermeister Ullrich Sierau im Austausch mit der Bürgerschaft die nicht selten angespannte Situation am Phoenix-See verbessern. Nun liegt ein neues Konzept vor, welches im Dezember dieses Jahres beschlossen werden könnte.

StadtDortmund
Einwohner601.780 (Stand 2019)
Fläche280,7 km²

Phoenix See in Dortmund: Anwohner fühlen sich seit Jahren nachts gestört

Einer der Gründe für die miese Stimmung am Phoenix See: Die Anwohner werden nachts regelmäßig von lauten Besuchern gestört, die oft der Tuning-Szene zugeordnet werden. Auf dem Tiefpunkt haben die Anwohner in Dortmund sogar mit Eiern aus den Fenstern geworfen.

Doch die Situation ist auch für die Gastronomie ärgerlich: Einige nächtliche Spaziergänger sollen sogar schon Stühle aus dem Außenbereich ins Gewässer geworfen haben. Außerdem herrscht akuter Parkplatzmangel in vielen Bereichen.

Im Austausch mit der Stadt wurden viele Kritikpunkte der Bürger bereits verbessert, wie die Stadt Dortmund in einer Mitteilung schildert. Das Thema Verkehr stehe bei den zukünftigen Neuerungen besonders im Fokus, sodass eine Überprüfung des Parkkonzeptes rund um den Phoenix-See beantragt wurde.

Phoenix See in Dortmund: Diese Maßnahmen greifen bereits

Unter anderem seien die Fahrradstraße Am Kai und die neue Anordnung der Motorradstellplätze schon umgesetzt worden. Außerdem hat das Ordnungsamt seine Kontrollen am Phoenix See in Dortmund erhöht. Ein erstes Resultat daraus ist, dass die Regelungen im Bereich Parken noch zu viel Freiraum lassen und zukünftig enger definiert werden sollen.

„Entstanden ist ein Parkraumkonzept, das stimmig ist, mehr Ordnung und Gerechtigkeit für alle bringt“, so Oberbürgermeister Ullrich Sierau. „Die Seebesucher heißen wir weiterhin willkommen – das Parken in der besten Lage am See kann aber nicht mehr kostenlos sein.“

Im direkten Umfeld des Sees seien Parkplätze zu fast allen Zeiten eng belegt. Die Dauer des Parkens variiert, deshalb werden die Stellplätze in den umliegenden Straßen unterschiedlich stark genutzt.

So könnte das Parkkonzept der Zukunft am Phoenix See in Dortmund aussehen.

Phoenix See in Dortmund-Hörde: Niedrige Parkgebühren verschlimmern Problem

Die bisher niedrigen Parkgebühren auf der Südseite des Sees in Höhe von 0,50 Euro pro Stunde würden das Problem in den Straßen noch verstärken. Das neue Parkraumkonzept sehe laut der Stadt Dortmund deshalb vor, dass die öffentlichen Stellplätze in den Straßen mindestens mit einer Parkscheinpflicht versehen werden.

Die maximal erlaubte Parkdauer bleibt wie auch bisher bei drei Stunden. Um zu jedoch berücksichtigen, dass viele Besuche am See bis in den Abend dauern, würden außerdem die Zeiten ausgedehnt, in denen ein Parkschein gelöst werden muss. Ein Parkschein wird dort montags bis sonntags von 7 bis 21 Uhr notwendig. Bislang musste dort lediglich von Montag bis Samstag von 7 bis 19 Uhr gezahlt werden.

Besucher, die länger parken wollen, sollen auf Parkhäuser oder Tiefgaragen am Phoenix See ausweichen.

Das soll sich für Bewohner am Phoenix See in Dortmund ändern

Für Anwohner des Phoenix Sees werden zwei Möglichkeiten unterschieden: Für die neuen Wohngebäude im direkten Umfeld des Sees und die neuen Gebäude an der Weingartenstraße und Am Remberg gibt es Stellplatzmöglichkeiten auf dem eigenem, privatem Grundstück.

Anders ist es bei den alten Gebäuden entlang des Straßenzugs Weingartenstraße bis Kohlensiepenstraße, deren Grundstücke keine Abstellmöglichkeiten für Pkw bieten. Deswegen wurde in diesem Bereich eine Bewohnerparkzone entwickelt. Anwohner des Phoenix Sees sollen hier mit einem Bewohnerparkausweis auch ohne Parkschein parken können.

Dortmund: Mögliches Konzept für Phoenix See würde 98.000 Euro kosten

Die Anwohner sollten zu den jeweiligen Konditionen informiert werden. Grundsätzlich kostet der Ausweis aber eine Bearbeitungsgebühr von derzeit 30,70 Euro pro Jahr und wird in der Bezirksverwaltungsstelle Hörde ausgestellt.

Die Einrichtung der Parkscheinautomaten für den restlichen Bereich des Phoenix Sees soll die Stadt Dortmund 98.000 Euro kosten. Die Vorschläge zu der Parksituation werden in den beiden zuständigen Bezirksvertretungen Aplerbeck und Hörde und in den Fachausschüssen beraten. Der Ratsbeschluss soll im Dezember 2020 gefasst werden.

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