Polizei hält das „endlos durch“

NRW-Innenminister „wild entschlossen“: So will er es den Rasern am Dortmunder Phoenix See zeigen

Das Ordnungsamt kontrolliert am Phoenix See in Dortmund
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Auto-Posern am Phoenix See soll das Leben möglichst schwer gemacht werden.

Am Freitag (30. Juli) war NRW-Innenminister Herbert Reul (68, CDU) am Phoenixsee in Dortmund zu Gast. Den Rasern und Tunern, die dort immer wieder für Unruhe sorgen, macht er eine Kampfansage.

Dortmund – Bei dem Besuch des NRW-Innenministers am See im Stadtteil Hörde ging es neben besserem Hochwasserschutz insbesondere um ein Thema: den Kampf gegen die illegale Tuner- und Raser-Szene. Was das Durchhaltevermögen der Dortmunder Polizei angeht, macht der Minister eine deutliche Ansage.

Ministerium des Innern des Landes NRWOberste Landesbehörde
AdresseFriedrichstraße 62-80, 40217 Düsseldorf
BehördenleitungHerbert Reul (68, CDU)

Raser- und Tuner-Szene in Dortmund – „Blech-Tindern“ wird zum gefährlichen Trend

Wie die Ruhr Nachrichten berichten, erklärt Herbert Reul (68, CDU) zunächst das sogenannte „Blech-Tindern“ der Raser- und Tuner-Szene. „Früher sind wir in die Disko gegangen und haben Mädchen angebaggert“, so der Minister. Und weiter: „Heute macht man das im Auto, dreht die Scheibe runter und protzt im Wagen.“

Während der Corona-Pandemie hatten sich die Zustände am Phoenix See sowie an den weiteren Tuner- und Raser Hotspots in Dortmund noch verschärft. Diskos oder Kneipen waren geschlossen – in den Autos fanden Ersatzpartys statt.

Herbert Reul (68, CDU): Man muss die Dortmunder Raser „nerven, bis sie keine Lust mehr haben“

Zwar könne man solche Poser in einem Rechtsstaat nicht einfach verhaften oder ihnen die geliebten Autos wegnehmen, verdeutlicht Reul. Auch gebe es keine anderen „Zauberstab-Methoden“, die das Problem auf die Schnelle lösen könnten.

Aber: Man könne verschärfte Kontrollen durchführen oder aber Straßen sperren. Der Plan des Ministers: „Wir müssen die nerven, bis die keine Lust mehr haben.“ Eine weiteres „wichtiges Element“ seien städtebauliche Veränderungen.

Kampf gegen illegale Tuner und Auto-Poser: NRW-Innenminister ist „wild entschlossen“

Die Polizei Dortmund geht bereits seit Längerem mit verschärften Kontrollen speziell gegen Raser, illegale Tuner und Auto-Poser vor. Die Beamten berichten Anfang des Jahres von massivsten Lärmbelästigungen zur Nachtzeit, Vermüllung und Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung.

NRW-Innenminister Herbert Reul (68, CDU) macht Dortmunder Auto-Posern eine Kampfansage.

Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange erklärte das konsequente Vorgehen gegen Raser-, die Poser- sowie die illegale Tuningszene daher Mitte Januar zum „behördenstrategischen Schwerpunkt“. Seit Monaten gibt es an den Hotspots, wie dem Wall oder dem Phoenix See immer wieder Raser-Razzien.

Mit seinem Besuch macht sich der NRW-Innenminister nicht nur ein Bild von der Lage, er stellt sich auch hinter die Dortmunder Beamten. Im Interview mit den Ruhr Nachrichten gibt er sich dabei siegessicher: Die Polizei werde das „endlos durchhalten“, so Reul. Und weiter: Da sei er wild entschlossen.

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