Maßnahme von Polizei und Stadt

Ostwall in Dortmund ab heute wieder frei - aber kein Freifahrtschein für Raser

Die Sperrung zweier Spuren am Ostwall in Dortmund ist ab heute (12. Mai) wieder aufgehoben - doch Raserkontrollen gehen weiter.
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Die Sperrung zweier Spuren am Ostwall in Dortmund ist ab heute (12. Mai) wieder aufgehoben - doch Raserkontrollen gehen weiter. 

Wochenlang war der Ostwall in Dortmund teilweise gesperrt. Eine Maßnahme von Polizei und Stadt, um gegen Raser vorzugehen. Nun wird die Sperrung aufgehoben.

  • Raser hatten die wegen des Coronavirus leer bleibenden Straßen in Dortmund ausgenutzt. 
  • Das bewegte die Polizei und Stadt Dortmund zu einem drastischen Schritt - sie sperrten zwei Spuren am Ostwall.
  • Nun wird die Sperrung rückgängig gemacht, die Kontrollen aber fortgeführt.

Dortmund - Der Lockdown aufgrund des Coronavirus hatte für leere Straßen in Dortmund gesorgt. Für die Raser schien die Ausbreitung von Covid-19 jedoch kein Grund zu sein, zu Hause zu bleiben. Im Gegenteil: Sie nutzen die Situation schamlos aus und bretterten über den Ostwall in Dortmund.

Dortmund: Sperrung am Ostwall seit Ende März

Der Ostwall ist ohnehin eine beliebte Strecke für die Dortmunder Raser- und Autotuningszene. Immer wieder werden hier illegale Autorennen durchgeführt, was eine regelrechte Beschwerdewelle von Anwohnern auslöst. So auch zu Beginn der Coronavirus-Krise (aktuelle Entwicklungen in Dortmund im Live-Ticker).

Das schien das Fass der Polizei zum Überlaufen zu bringen - sie beschloss gemeinsam mit der Stadt Dortmund eine drastische Maßnahme: Ab Ende März wurden am Ostwall Betonelemente installiert und dadurch zwei der drei Fahrstreifen gesperrt

Sperrung am Ostwall in Dortmund wieder freigegeben

Die Fahrbahnverengung war offenbar notwendig, um die rücksichtslosen Autofahrer zu zwingen, sich an die geltende Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h zu halten. 

Wie lange die Einschränkung auf dem Ostwall bestehen sollte, war zunächst unklar. Es lag keine zeitliche Beschränkung vor - bis heute. Denn nun haben die Stadt Dortmund und die Polizei beschlossen die Sperrungen am Wall vorerst wieder aufzuheben.

Die Abbauarbeiten haben bereits am Vormittag begonnen und wurden im Auftrag des Tiefbauamtes der Stadt Dortmund durchgeführt. 

Ostwall gesperrt: Maßnahme in Dortmund war erfolgreich

Nach der rund sechswöchigen Sperrung am Ostwall zieht die Polizei nun außerdem ein Fazit: "Die ungewöhnliche Maßnahme war ein Erfolg", heißt es in einer Mitteilung der Polizei Dortmund

Die zweispurige Verengung am Ostwall durch die Betonelemente habe sich im Kampf gegen die Raser als geeignet herausgestellt. Man halte sich daher die Option offen, eine Fahrbahnverengung möglicherweise noch einmal einzusetzen, um gegen die achtlosen Autofahrer vorzugehen.

Dortmund: Sperrung am Ostwall wieder aufgehoben

Da der Verkehr auf dem Wall in Dortmund nach den ersten Lockerungen des Coronavirus-Lockdowns nun aber wieder zunimmt, gebe man die drei Spuren am Ostwall aber zunächst wieder frei. 

Die Betonelemente auf dem Ostwall werden wieder abgebaut, was aber kein Freifahrtschein für Raser sein soll. 

Noch habe die Sperrung nicht zu Staus in Dortmund geführt, jedoch wolle man einen flüssigen Verkehr bei dem zunehmend regen Autoaufkommen garantieren. Aus diesem Grund wird die Absperrung auf dem Ostwall nun wieder abgebaut - ohne in das Verkehrsgeschehen einzugreifen. 

Dortmund: Ende der Sperrung am Ostwall soll kein Grund zur Freude für Raser sein

Aber kein Grund zur Freude für die Raser szene. Wie die Stadt Dortmund bekannt gab, gehen die strengen Kontrollen am Ostwall gegen die illegalen Autorennen weiter. 

"Das Ende der Einzelmaßnahme stellt somit keinen Freifahrtschein dar. Im Gegenteil: Gemeinsam gehen Polizei und Stadt seit Jahren geschlossen und mit zahlreichen Maßnahmen gegen die Szene vor und lassen dabei nicht nach", heißt es vonseiten der Polizei und der Stadt Dortmund.

Polizei und die Stadt Dortmund gehen weiter gegen die Raser vor

Erst am Wochenende (9. Mai) war die Polizei gegen illegale Autorennen im Einsatz und führte Geschwindigkeitskontrollen in Dortmund durch. Und scheinbar mit Erfolg.

Insgesamt waren 42 Autofahrer zu schnell auf Dortmunds Straßen unterwegs. Sechs davon müssen in Zukunft ihren Weg zu Fuß zurücklegen, da sie die Geschwindigkeitsbegrenzungen deutlich überschritten. Am lange Maiwochenende (21. Mai bis 24. Mai) zog die Polizei bei der Kontrolle der Raser eine überraschende Bilanz und hat zudem mehrere neue Erkenntnisse

Spitzenreiter der Kontrolle waren zwei Autofahrer, die jeweils statt der erlaubten 50 km/h mit knapp 80 auf der Märkischen Straße und dem Ostwall unterwegs waren. Aufgrund der Aktualisierung des Bußgeldkatalogs kassierten die Raser nun höhere Bußgelder und Fahrverbote.  

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