Ordner ging zu Boden

Streit bei Friedensdemo in Dortmund eskaliert – Polizei schreibt Anzeigen

Bei einer Friedensdemo in Dortmund sind mehrere Teilnehmer aneinandergeraten. Die Polizei griff ein.

Dortmund – Beim Ostermarsch Rhein-Ruhr 2022 wurde am Montag (18. April) auch in Dortmund demonstriert. Ausgerechnet bei dem Friedensmarsch gerieten jedoch einige Teilnehmer aneinander. Die Polizei musste eingreifen und schrieb mehrere Anzeigen.

Demo:Ostermarsch Rhein-Ruhr 2022
Stadt:Dortmund
Vorfall:Handgemenge

Dortmund: Streit bei Friedensdemo endet in Handgemenge – Polizei muss eingreifen

Passiert ist der Vorfall nach Angaben der Polizei Dortmund direkt nach dem Start des Friedensmarschs am Wilhelmplatz in Dorstfeld. Dort waren die Versammlungsleitung und mindestens zwei Vertreter der kommunistischen Partei MLPD in Höhe der Thusneldastraße in Streit geraten.

Grund dafür war offenbar der Unmut der Demo-Leitung darüber, dass die Partei sich mit Mikro und Lautsprechern in der Mitte des Marschs postiert hatte. Dann sei es zu einem richtigen Handgemenge gekommen, sagte Polizeisprecher Oliver Peiler gegenüber RUHR24.

Polizei Dortmund muss bei Friedensmarsch in Dorstfeld eingreifen

Bei den Handgreiflichkeiten sei auch ein Ordner der Friedensdemo zu Boden gegangen. Ob es bei der Auseinandersetzung Verletzte gegeben habe, sei noch unklar.

Die Polizei Dortmund musste eingreifen und die Streithähne trennen. Das sei schnell gelungen, sagte Peiler. Nach dem Streit nahmen die Beamten dann gegenseitige Anzeigen wegen Körperverletzung auf. Die Ermittlungen dauern an.

Mit den Ostermärschen, die traditionell durch zahlreiche deutsche Städte ziehen, haben am Wochenende tausende Menschen gegen den Krieg in der Ukraine sowie Waffenlieferungen protestiert.

Dortmund: Handgemenge bei Friedens-Demo – MLPD fällt nicht zum ersten Mal auf

Es ist nicht das erste Mal, dass die MLPD bei einer Demo in Dortmund negativ auffällt. Bereits 2019 hatte Fridays for Future der kommunistischen Partei vorgeworfen, eine Protestaktion gekapert zu haben.

Die Klima-Aktivisten fühlten sich damals regelrecht bedroht. Die MLPD warf Fridays for Future vor, den Streit selbst eskaliert zu haben. Beide Seiten prüften damals rechtliche Schritte.

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch/DPA