Stadt soll sauberer werden

Stadt Dortmund greift durch: Illegalen Müll-Sündern soll es an den Kragen gehen

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Ermittlungsdienst EDA nimmt in Dortmund Müllsünder ins Visier

Müllsündern, die illegal Müll irgendwo in Dortmund abladen, soll es an den Kragen gehen. Dafür soll der Ermittlungsdienst Abfall (EDA) sorgen.

Dortmund - Bislang ist es in Dortmund zu leicht gewesen, illegal Müll abzuladen. Und mit Konsequenzen mussten die Verursacher nicht rechnen. Das hat sich geändert.

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Bürgermeister Thomas Westphal (SDP)

Dortmund: Stadt geht gegen Müllsünder vor und gründet Ermittlungsdienst Abfall

Am 1. Dezember ist der sogenannte Ermittlungsdienst Abfall (EDA) in Zusammenarbeit mit der Stadt, Ordnungs- und Umweltamt, und der EDG (Entsorgung Dortmund GmbH) gestartet.

Immer wieder registrieren Mitarbeiter von Stadt und EDG illegale Müllablagerungen in Dortmund. Sowohl an den sogenannten Depotcontainer-Standorten als auch an beliebten Orten für Müllablagerungen.

Dortmund: Müllsünder mussten kaum mit Konsequenzen rechnen

Das Problem: Bislang mussten Müllsünder kaum damit rechnen, dass Konsequenzen auf sie zukommen können. Zum einen wurden sie selten erwischt. Zum anderen fehlte die Rechtsgrundlage, um sie zu bestrafen. Das hat sich jetzt geändert.

Das Projekt des Ermittlungsdienstes Abfall (EDA) in Dortmund im September als Test gestartet. Dann wurde es im November vom Rat der Stadt als Pilotprojekt für zunächst zwei Jahre beschlossen. Schon im Jahr 2019 wurden erste Pläne für das Projekt Ermttlungsdienst Abfall (EDA) in Dortmund vorgestellt.

Stadt Dortmund will Müllsünder auf frischer Tat ertappen und bestrafen

Die Zielsetzung in der Stadt Dortmund im Team der EDA - zusammengesetzt aus vier städtischen und vier EDG-Mitarbeitern - ist eindeutig: Mann will Müllsünder erwischen und mit Bußgeldern bestrafen, sodass sich die Situation nachhaltig verbessert.

Das Team will in offiziellen EDG-Fahrzeugen unterwegs sein, um Präsenz zu zeigen und herauszufinden, wo Menschen illegal ihren Müll wegwerfen und diesen dann entsorgen.

EDG Sauberkeitskampagne 2018

Mitarbeiter des Ermittlungsdienstes Abfall sollen in Dortmund auch nachts oder am Wochenende aktiv sein

Allerdings will man auch beliebte Orte der Müllablagerungen aus zivilen Fahrzeugen heraus beobachten und Müllsündern auf frischer Tat ertappen - zur Not auch nachts, in den frühen Morgenstunden und am Wochenende.

Müllsünder müssen mit empfindlichen Strafen rechnen. Die können je nach Vergehen im hohen dreistelligen oder gar im vierstelligen Bereich liegen. Das Team der EDA hat mittlerweile dafür die Rechtsgrundlage. Seit Sommer hat es insgesamt 198 Ermittlungsverfahren gegeben.