Mobilität in der Zukunft

Dortmunder Parteien unter die Lupe genommen: So sieht ihr Plan für Auto, ÖPNV, Rad und Flughafen aus 

Die Dortmunder Parteien haben ihre Visionen für die Mobilität in der Zukunft geäußert.
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Die Dortmunder Parteien haben ihre Visionen für die Mobilität in der Zukunft geäußert.

Wenige Monate vor den Kommunalwahlen stellen sich die Parteien aus Dortmund den Fragen des Klimabündnisses und Parents for Future. Es geht um ihre Pläne für die Mobilität. 

  • Das Klimabündnis und Parents for Future stellen den Dortmunder Parteien wenige Monate vor den Kommunalwahlen, verschiedene Fragen zu ihrem Programm.
  • Diesmal geht es um ihre Pläne für die Mobilität der Zukunft.
  • Auto, ÖPNV, Radverkehr, Flughafen - das sagen die Parteien dazu.
  • Dortmund - Was planen die Dortmunder Parteien eigentlich fürs Klima? Diese Frage haben sich einige Monate vor den Kommunalwahlen auch das Klimabündnis Dortmund und Parents for Future Dortmund gestellt. Nun stellen sie den Parteien regelmäßig Fragen zu verschiedenen Themen und veröffentlichen deren Antworten. Diesmal geht es um die Mobilität und damit um Autos, den ÖPNV und den Flughafen, wie RUHR24.de* berichtet.

    Stadt

    Dortmund

    Fläche

    280,7 km²

    Bevölkerung

    603.609 (Stand 2019)

    Metropolregion

    7.268 km²

    Universitäten

    Technische Universität Dortmund (u.a.)

    Vereine und Mannschaften

    Borussia Dortmund (u.a.)

    Vor der Kommunalwahl: Parteien stellen Pläne für Dortmunds Mobilität vor

    Alle Parteien, die als Fraktion oder Fraktionsgemeinschaft im Rat vertreten sind, sowie zwei weitere, wurden dazu angeschrieben. Von einigen, wie etwa der FDP und der Piraten Partei, habe es keine Antworten gegeben.

    Befragt wurden die Parteien zu allen Themen rund um das Thema Mobilität und wie diese in der Zukunft aussehen soll und vor allem natürlich, welche Pläne den Parteien vorschweben, um den Verkehr in Dortmund umweltfreundlicher zu gestalten (alle Nachrichten aus Dortmund bei RUHR24*).

    Pläne der Parteien für Mobilität in Dortmund: Mehr ÖPNV und Radverkehr

    Für das Jahr 2030 stellt die SPD sich etwa einen starken öffentlichen Personennahverkehr in Dortmund vor, dessen Netz und Taktung deutlich ausgebaut wurde. Gleichzeitig soll auch der Radverkehr eine wichtige Rolle spielen, für den es ein sicheres und geschlossenes Grundnetz in alle Stadtteile geben soll. 

    Die Autos sollen aus einigen Quartieren wie der Speicherstraße gänzlich entfernt werden. 

    Auf diese autofreien Zonen legen vor allem auch die Grünen und Die Linke ein Augenmerk. Um diese zu ermöglichen, strebt Die Linke neue Wohnbaugebiete an, durch deren Struktur und Versorgung weite Wege überflüssig sind und auf Autos verzichtet werden kann.

    Dortmunder Parteien: Autofreie Quartiere als Mobilitätspläne der Zukunft

    Auch die Grünen sprechen in ihren Mobilitätsplänen für die Zukunft von autofreien Quartieren. Sie sollen ein Teil der Mobilität sein, die "sauber, sicher, energie-, ressourcen- und platzsparend" ist.

    Einen großen Wert auf den Ausbau der Fahrrad-Netze legen alle Parteien, ebenso die CDU, DOS und VOLT. Die CDU betont dabei, einen Mix aus den Mobilitätsmöglichkeiten anzustreben. 

    Jeder Bürger soll die Form nutzen können, die seien Bedürfnissen entspricht, ob als Fußgänger, Rad- oder Autofahrer und auch als Nutzer des ÖPNV.

    Parteien in Dortmund planen größere Bedeutung des ÖPNV

    Allgemein soll das Auto in der Zukunft nur noch eine untergeordnete Rolle spielen, da es im besten Fall nicht mehr gebraucht werde. Einen deutlich höheren Stellenwert sollen weiter der ÖPNV und der Radverkehr bekommen.

    Dazu planen alle Parteien den Ausbau des Netzes des öffentlichen Nahverkehrs sowie eine höhere Taktung der Fahrten. Die SPD sieht dabei konkreter auch einen Ausbau der Außenstrecken etwa in Richtung Kirchlinde oder Westfalenhütte vor. Auch die H-Bahn soll erweitert werden. 

    Preise für den ÖPNV in Dortmund: Das planen die Parteien

    Den Ausbau der H - Bahn erwähnen auch die Grünen, Die Linke sowie die CDU. Diese möchte zunächst jedoch die Machbarkeit prüfen. Bei den Grünen und Die Linke steht zudem auf dem Programm, die Fahrten des ÖPNV in den Abend- und Morgenstunden auszuweiten.

    Gleichzeitig sollen die Preise für die Nutzung des ÖPNV gesenkt werden, darin sind sich alle Parteien einig, wenngleich auch die CDU sagt, dass über eine Preissenkung erst zum Abschluss des Netzausbaus entschieden werden kann. Die Linke geht in Sachen Preise gleich noch einen Schritt weiter und plant für die Zukunft einen kostenlosen ÖPNV, der schrittweise erreicht werden soll. 

    Ganz so weit geht die DOS nicht, doch auch sie sagt, dass der öffentliche Personennahverkehr günstiger sein muss als der Privatverkehr.

    Pläne der Parteien für den Flughafen Dortmund

    Um den Rad- und Fußverkehr in Dortmund anzukurbeln, nehmen die Parteien auch den Rückbau der Flächen des ruhenden und fließenden Kfz-Verkehrs in Kauf. Die Grünen sprechen dabei von einer "Rückeroberung des Straßenraums", wobei die Autos Platz abgeben müssen zugunsten des Rad- und Fußverkehrs. 

    Darin, dass Parkplätze reduziert werden könnten, sind sich alle Parteien einig, den Wegfall von Spuren befürworten jedoch nicht alle Parteien, die CDU etwa, lehnt dies ab.

    Ein Flugzeug fliegt den Flughafen Dortmund an.

    Wenn es um die Rolle des Flughafens in Dortmunds Zukunft geht, sind die Parteien sich unschlüssig. SPD und CDU erkennen ihn als wichtig und etabliert an, die Grünen und Die Linke hingegen fordern den Rückbau

    DOS und VOLT gehen nicht ganz so weit und fordern stattdessen ein Überdenken des jetzigen Flughafenbetriebes und eine mögliche Anpassung.

    Dortmunder Parteien und ihre Pläne für die Mobilität der Zukunft

    Die SPD erklärt, dass der Flughafen Dortmund zu den erfolgreichsten in Deutschland gehöre und weiterentwickelt werden sollte. Ähnlich sieht es auch die CDU, die die Rahmenbedingungen jedoch noch nicht für änderungsbedürftig hält. 

    Die Linke ist für die Schließung des Flughafens, gegen eine Ausweitung und jegliche Subvention. Die Grünen betonen, dass der Flughafen sowohl aus klimapolitischer sowie wirtschaftlicher Perspektive unverantwortlich sei.

    So unterschiedlich die Parteien hinsichtlich einiger Punkte denken, sind sie sich dennoch einig in der Tatsache, dass sich die Mobilität in Dortmund in der Zukunft ändern muss.

    *RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks