Drama in City

Dortmund: Obdachloser stirbt in Dortmunder Innenstadt - Verein schlägt Alarm

In Dortmund betteln Obdachlose in der Innenstadt um Kleingeld - aus Bochum kommen aktuell noch mehr dazu.
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In der Dortmunder Innenstadt ist ein Obdachloser verstorben. (Symbolfoto)

Trauer in der Dortmunder Innenstadt: Ein Obdachloser ist am Donnerstag in der City verstorben.

Dortmund – Am Donnerstag gab es in der Dortmunder Innenstadt einen traurigen Fall: Ein Obdachloser wurde am Abend an seinem Schlafplatz tot aufgefunden. Mittags wurde er zuletzt gesehen.

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OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)

Trauer in Dortmund: Obdachloser verstirbt an seinem Schlafplatz – Polizeieinsatz in der Innenstadt

Der 32-Jährige wurde am Donnerstagabend von einem Bekannten gefunden. Der Verstorbene wurde von seinen Freunden und Bekannten „Teddy“ gerufen. Außerdem bestätigte die Polizei Dortmund einen Einsatz am Donnerstagabend gegenüber dem gemeinnützigen Verein Bodo: „Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe es bislang nicht.“

An Teddy‘s Schlafplatz wurden Grablichter und Erinnerungen wie Bilder, Rosen und Botschaften aufgestellt, um an ihn zu erinnern. Alles windgeschützt zwischen zwei Kartons. An der Hauswand dahinter steht mit Edding „RIP Teddy“ geschrieben. Das berichten auch die Ruhr Nachrichten (Bezahlartikel).

Dortmund: Tod eines Obdachlosen erschüttert Innenstadt – Bodo warnt

„Es ist das, was wir mit unseren Möglichkeiten machen können“, sagt Marc, ein Freund von Teddy, gegenüber Bodo. „Vor zwei Tagen haben wir uns noch gesprochen.“ Zuletzt wurde der Verstorbene am Mittag gesehen, als er sich in der Dortmunder Innenstadt bei seinem Schlafplatz hinlegen wollte, um etwas Ruhe zu haben.

Der Verein Bodo schreibt auf seiner Seite zu der aktuellen Situation von Obdachlosen: „Bundesweit beobachten Akteure der Wohnungslosenhilfe, dass sich der physische wie psychische Zustand von Menschen ohne Obdach in den vergangenen Monaten drastisch verschlechtert hat. Auch Einrichtungen in Dortmund machen sich große Sorgen, dass der Corona-Winter für mehr obdachlose Menschen lebensgefährlich werden könnte.“

Video: Corona-Auswirkungen: Obdachlose von Pandemie schwer gebeutelt

Am U-Turm in Dortmund wurde Anfang November ein Zelt für Obdachlose aufgebaut. Grund dafür ist, dass Suppenküchen wegen der Corona-Pandemie kein Essen mehr ausgeben dürfen, Trinkbrunnen abgestellt und auch öffentliche Toiletten geschlossen wurden (mehr News zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de).