Volkszählung

Zensus in Dortmund gestartet: 50.000 Bürger müssen Fragebogen ausfüllen

Wie viele Menschen leben in Deutschland? Wo und wie wohnen und arbeiten sie? Diese Fragen soll der Zensus 2022 beantworten, der auch in Dortmund gestartet ist. 

Dortmund – Die Volkszählung Zensus findet in diesem Jahr in Deutschland und somit auch in Dortmund statt. Alle EU-Staaten sind verpflichtet, diese alle 10 Jahre zu machen. Deutschland war eigentlich 2021 dran, wegen Corona wurde die Zählung verschoben.

ThemaZensus 2022
LandDeutschland
StadtDortmund

Zensus 2022: Welche Daten werden in Dortmund von wem abgefragt?

Zensus gliedert sich in zwei Bereiche, ein Mal die Bevölkerungsbefragung und ein Mal die Gebäude- beziehungsweise Wohnungsbefragung. In erster Linie sammelt das Land damit demografische Infos zu Menschen, Haushalten und Familien zum Beispiel in Dortmund.

Wichtige Entscheidungen von Bund, Ländern und Gemeinden basieren auf diesen Daten, weshalb das Aktualisieren wichtig ist. Seit dem 16. Mai sind die Online-Fragebögen zum Zensus freigeschaltet (mehr Infos aus Dortmund bei RUHR24).

So läuft Zensus 2022 in Dortmund ab:

Die Befragung in Dortmund findet auf Basis von amtlichen Meldedaten statt, was bedeutet, dass nicht alle Menschen befragt werden müssen. Diese Daten werden durch eine stichprobenartige Haushaltsbefragung ergänzt. Auch Personen in Wohnheimen und Sammelunterkünften werden erfasst. Der Teil der Gebäude- und Wohnungszählung richtet sich an Eigentümer von Immobilien. Laut dem Zensusgesetz herrscht eine Auskunftspflicht.

In Dortmund koordinieren acht Mitarbeiter die Befragung von fast 50.000 Menschen in 6.000 Haushalten und 200 Gemeinschaftsunterkünften. Dazu machen sich 260 Behebungsbeauftragte auf den Weg zu den Bürgern. Kleiner Funfact: Das Land NRW hat Dortmund für den Zensus 200.000 Druckartikel zur Verfügung gestellt.

Volkszählung in NRW: Start des Zensus 2022 in Dortmund im Mai

Der organisatorische Teil für die Volkszählung in Deutschland läuft also schon länger – doch wann startet die eigentliche Befragung in NRW? Die Stadt Dortmund schreibt in einer Mitteilung, dass der Einwurf der Terminankündigungen ab dem 2. Mai beginnt, die Befragung selbst nach dem Zensus-Stichtag am 15. Mai – an diesem Tag finden auch die Landtagswahlen statt.

Vom 16. Mai an also, bis zum 18. November, werden die Daten der Dortmunderinnen und Dortmunder erhoben. Mit den Ergebnissen der Volkszählung rechnet man in Deutschland erst Ende 2023.

Zensus 2022: Das ist wichtig zu wissen für Dortmunderinnen und Dortmunder:

Das Allerwichtigste zuerst: Von allein muss niemand in Dortmund für Zensus aktiv werden. Da die Befragung nur stichprobenartig stattfindet, bekommen ausgewählte Menschen einen Zettel in den Briefkasten geworfen, worauf sich ein Befragungstermin befindet. Es ist möglich, diesen zu verschieben.

Die Befragung findet dann an dem abgestimmten Datum vor oder in der Wohnung statt. Die Interviewer weisen sich mit einem speziellen Ausweis aus, die zu befragenden Personen dürfen nicht nach dem Personalausweis gefragt werden, wie die offizielle Zensus–Faktencheckseite erklärt.

Erfragt werden Infos zum Namen, Geburtstag und Geschlecht sowie Familienstand, Wohnsituation und Staatsangehörigkeit.

Die Volkszählung Zensus findet 2022 in Deutschland statt.

Dabei ist angedacht, dass eine Person die Angaben für alle Personen im Haushalt macht. Wer möchte hat danach noch die Möglichkeit, weitere Fragen online zu beantworten. In Gemeinschaftsunterkünften werden die Infos über die Leitung rausgegeben. Die Bewohner selbst werden nicht befragt.

Die Gebäude- und Wohnungszählung läuft komplett online. Auch hierfür werden Mitteilungen per Post rausgeschickt. Erfragt werden Infos zu Baujahr, Größe, Ausstattung und Miete.

Datenschutz bei Zensus 2022: So sicher ist die Volkszählung

Die Stadt Dortmund versichert, dass alle Daten adäquat verschlüsselt werden. Die Mitarbeiter unterliegen der Schweigepflicht und arbeiten an abgeschotteten PCs. Außerdem würden die Infos schnell von den Personen an sich getrennt, sodass Rückschlüsse nicht möglich seien.

Bei Fragen zu Zensus 2022 wenden sich Bürgerinnen und Bürger an die Stadt Dortmund unter dieser Nummer: 0231/50 276 66.

In einer vorherigen Version des Artikels haben wir eine irreführende Formulierung verwendet, die manche Leute dazu hätte bewegen können, den Personalausweis vor der Befragung vorzulegen. Das ist weder nötig noch erlaubt, vom Interviewer einzufordern. Trickbetrüger könnten auf diese Weise persönliche Informationen einholen. Im Verdachtsfall ist die Polizei Ansprechpartner. Wir haben die entsprechende Information korrigiert.

Rubriklistenbild: © imagebroker/Imago; DeFodi/Imago; Collage: Sabrina Wagner/RUHR24

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