Polizei hat Verdacht

Schock in Dortmund! 18 Verletzte in Wohnhaus - Kripo ermittelt

Die Feuerwehr Dortmund musste Samstag zu einem Einsatz in der City ausrücken.
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Die Feuerwehr Dortmund musste Samstag zu einem Einsatz in der City ausrücken.

18 Menschen wurden am Freitag (3. Januar) in einem Wohnhaus in der Innenstadt von Dortmund verletzt. Die Polizei hat einen Verdacht. Die Kripo ermittelt.

  • In Dortmund musste die Feuerwehr 18 Personen nach einem Zwischenfall in der City retten.
  • Die Anwohner klagten über Schmerzen.
  • Auch Kinder waren unter den Verletzten.

Dortmund - Die Feuerwehr in Dortmund musste am Freitag (3. Januar) zu einem größeren Einsatz in die Innenstadt ausrücken. 18 Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Straße "Rosental" klagten über starke Kopfschmerzen und Übelkeit. Der Einsatzort liegt in der Innenstadt von Dortmund, nahe dem Westen- und Ostenhellweg.

Dortmund: Schock für Bewohner - 18 Menschen erleiden Kohlenmonoxid-Vergiftung

Unter den 18 über Schmerzen klagenden Bewohnern befanden sich sechs Kinder, wie die Feuerwehr Dortmund in einer Pressemitteilung von Sonntag mitteilt. Die Einsatzkräfte wurde gegen 19.50 Uhr alarmiert. Vor Ort stellten sie fest, dass in der Atemluft der klagenden Bewohner eine deutlich erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentrationen vorhanden war.

Kohlenmonoxid löst in Dortmund Alarm bei Feuerwehr aus

Kohlenmonoxid, kurz CO oder Kohlenstoffmonoxid, ist ein giftiges Gas, das man weder sehen, schmecken noch riechen kann. Es entsteht unter anderem bei unvollständigen Verbrennungsvorgängen von fossilen Brennstoffen wie Öl, Gas, Kohle, Holz, Holzkohle und Petroleum.

Video: Der leise Tod: Kohlenmonoxid-Vergiftung

In der Folge ließen die Einsatzkräfte alle fünf Etagen des Hauses im Rosental räumen. Noch vor Ort wurden die verletzten Bewohner durch Sanitäter versorgt. Danach wurden alle 18 Personen in Krankenhäuser gebracht. "Die Kinder sind 2 bis 12 Jahre alt, die Erwachsenen 30 bis 69 Jahre", berichtet die Polizei.

Schornsteinfeger prüft nach Alarm in City von Dortmund Gasthermen

Noch am selben Abend prüfte der zuständige Bezirksschornsteinfeger, warum und wo das Kohlenstoffmonoxid austreten konnte. Doch in den Wohnungen konnte er laut Angaben der Polizei keine Defekte an den Gasthermen feststellen.

Um den Sachverhalt nun zu klären, ermittelt die Kriminalpolizei in Dortmund.

Während der Fall in Dortmund glimpflich ausgegangen ist, endete eine Kohlenmonoxid-Vergiftung für einen Mann aus Ratingen kürzlich tödlich. Das Gas ist in hoher Konzentration giftig für den Menschen. Die Vergiftungssymptome sind ähnlich wie bei einer Grippe oder einer Lebensmittelvergiftung: Kopfweh, Schwindel und Müdigkeit. Unter anderem Kohlenmonoxid-Melder können vor der tödlichen Gefahr helfen. Hier gibt die Feuerwehr überlebenswichtige Tipps.

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