Stadt stellt Pläne vor

Zwei neue Straßen für Dortmund: "Grüner Ring" und Rad- und Wanderwege kommen

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In der Nordstadt von Dortmund soll sich in den kommenden Jahren etwas tun - etwa am und rund um das Gelände der Westfalenhütte.

Wo einst Stahl produziert wurde, entsteht in Dortmund ein neues Quartier. Die Stadt baut dafür neue Straßen, einen Grüngürtel sowie Rad- und Wanderwege.

  • Dortmund konkretisiert die Pläne für die Umgestaltung des Geländes der Westfalenhütte.
  • Vorgesehen sind zwei neue und große Straßen, die den Verkehr in der Nordstadt entlasten sollen.
  • Für die Bewohner der Nordstadt sollen neue Grünflächen mehr Freizeitmöglichkeiten bieten.

Dortmund - Koks und Stahl stellt Thyssenkrupp auf dem Gelände der Westfalenhütte in der Nordstadt von Dortmund seit 20 Jahren nicht mehr her. Das Gelände wird seitdem umstrukturiert.

Nordstadt Dortmund

Fläche

14.415 m²

Einwohner

rund 60.000

Bevölkerungsdichte

4.128 Einwohner/km²

Sehenswürdigkeiten

Brauerei-Museum, Altes Hafenamt, Fredenbaumpark, Naturkundemuseum

Stahl ist zwar noch ein Thema, aber nur was die Verarbeitung und Veredelung betrifft. Neu auf dem Gelände sind seit ein paar Jahren Logistikstandorte wie etwa von Amazon, DB Schenker oder Decathlon.

Dortmund: Gelände der Westfalenhütte wandelt sich

Still stehen werden die Bagger an der Westfalenhütte in den kommenden Jahren aber nicht. Zuletzt stellte die Stadt Dortmund vielversprechende Pläne für ein neues Wohnquartier mit 800 Wohnungen zwischen Borsigplatz und Westfalenhütten-Gelände vor.

In der Planung sind zudem ein sogenannter "Grüner Ring", der das Gelände der Westfalenhütte umschließen soll, sowie zwei neue und öffentliche Straßen, die als Ost-West-Achse (Westfalenhüttenallee) sowie als Nord-Süd-Achse (Hoeschallee) dienen sollen.

Gelb markiert sind die beiden neuen Straßen - die Westfalenhüttenalle und die Hoeschallee -, in grün sieht man den geplanten Grünen Ring um das Westfalenhütten-Gelände.

Was die künftige Hoeschallee betrifft, verspricht sich die Stadt Dortmund vieles. Sie soll den Verkehr in der Nordstadt, vor allem am Borsigplatz, entzerren.

Zwei neue Straßen durch das Gelände der Westfalenhütte in Dortmund

Denn: Die neue Straße soll künftig von der Brackeler Straße quer über das Westfalenhütten-Gelände zur Bornstraße und weiter in Richtung Hafen führen. Der Umweg über den Borsigplatz wäre damit für Auto-, Lkw-Fahrer und Co. nicht mehr nötig.

Die Westfalenhüttenallee, die von Westen nach Osten quer über das neue Logistikgelände führt, soll Anbindung an die B236 ermöglichen - und wird die Brackeler Straße laut Plänen der Stadt ebenfalls vom Verkehr entlasten. 

In den vergangenen Jahren hatte die Stadt Dortmund bereits zu einigen Maßnahmen gegriffen, um Staus aufgrund der neuen Nutzung des Westfalenhütten-Geländes zu vermeiden. Am Borsigplatz und in den Zufahrtsstraßen kommt es aber immer noch in Spitzenzeiten zu hohem Verkehrsaufkommen.

Dortmund: Planungen für Verlängerung der U44

Mehr Verkehr erwartet die Stadt dagegen trotz der neuen Straßen auf der Oesterholzstraße und der Springorumstraße, die zur künftigen West-Ost-Achse führen werden.

Bereits seit längerem bekannt sind die Pläne für eine Verlängerung der U44 auf das Gelände der Westfalenhütte. Aktuell endet die Linie vor den Toren des Hoeschmuseums am Ende der Oesterholzstraße. Künftig, so die Pläne, könnte die U-Bahn weiter aufs Gelände und entlang der Ost-West-Achse, der Westfalenhüttenallee, verkehren - allerdings oberirdisch.

Dortmund-Nordstadt: Grüner Ring soll Freizeitmöglichkeiten erweitern

Interessant für alle Bürger - vor allem die der Nordstadt - dürfte der geplante Grünring rund um das Westfalenhütten-Gelände werden. Die Stadt verspricht sich dadurch die Erweiterung von Grün-, Sport- und Freizeitmöglichkeiten. Vom Grünen Ring aus soll es in Zukunft auch grüne Verbindungen zum Hoeschpark und zum Fredenbaumpark geben. Nur noch der Stadtrat muss dem Vorhaben zustimmen.

Vom Grünen Ring rund um das Westfalenhütte-Areal in Dortmund soll es künftig grüne Verbindungen zum Fredenbaumpark geben.

Auf dem "Grünen Ring" sollen laut Stadt Rad- und Wanderwege entstehen. Der "Grüngürtel" soll zudem als Abgrenzung des Geländes zu den benachbarten Wohnquartieren dienen. Der Baustart ist allerdings erst für 2025 anvisiert.

Fertigstellung: Dortmund plant mit den Jahren 2028/2029

Bis die Bauarbeiten starten können, muss die Stadt Dortmund auf die Bewilligung erster Fördermittel warten. 2022 soll voraussichtlich mit vorbereitenden Arbeiten zum Bau der Hoeschallee begonnen werden. "Mit der Fertigstellung der städtischen Baumaßnahmen im Bereich Westfalenhütte ist voraussichtlich im Jahr 2028/2029 zu rechnen", heißt es von der Stadt Dortmund

Die vorläufig geschätzten Kosten für die genannten Projekte betragen zum heutigen Zeitpunkt circa 174,50 Millionen Euro. Demgegenüber stehen zu beantragende Fördermittel in Höhe von circa 93,62 Millionen Euro.
 

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