Bundespolizei schnappt Kriminelle

Nach Großeinsatz und Festnahmen in Dortmund und Hagen: Polizei nennt Details über Kriminelle

Die Bundespolizei hat unter anderem in Dortmund und Hagen eine Schleuserbande dingfest gemacht.
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Die Bundespolizei hat unter anderem in Dortmund und Hagen eine Schleuserbande dingfest gemacht.

In Dortmund hat es am Montag einen Einsatz einer Spezialeinheit der Polizei gegeben. In Hagen waren ebenfalls die Elite-Kräfte der Polizei im  Einsatz.

  • In Dortmund und Hagen hat es am Montag einen großen Einsatz der Polizei gegeben.
  • Der Einsatz fand unter anderem im Stadtteil Derne statt.
  • Mehrere Männer wurden dabei festgenommen.

Update, Mittwoch (29. April), 18.50 Uhr: Dortmund - Inzwischen hat die Bundespolizei weitere Details zu den festgenommenen Männern in Dortmund und Hagen bekannt gegeben.

Sie sollen nicht nur mit Drogen gehandelt, sondern seit mindestens Juli 2019 auch Menschen nach Deutschland geschleust oder Schleusungen organisiert haben. Dies soll über die sogenannte Balkanroute geschehen sein.

In Dortmund hat es am Montag einen Einsatz der Bundespolizei gegeben.

Die Spezialeinheiten gingen der Bande bei der Übergabe mehrerer Drogen, darunter 14 Kilogramm Heroin, auf den Leim. "Die Beamten haben dabei ein Drogendepot lokalisiert und ausgehoben", berichtet die Bundespolizei.

Die Bundespolizei stellte unter anderem bei den Festnahmen in Dortmund Kokain sicher.

Schleusern aus Dortmund drohen bis zu 15 Jahren Gefängnis

Haftrichter an den Amtsgerichten Landshut und Dortmund bestätigten gestern (Dienstag, 28. April) die vorläufigen Festnahmen und ordneten gegen alle Verdächtigen Untersuchungshaft an. Auf die den Beschuldigten vorgeworfenen Straftaten stehen laut Gesetz Freiheitsstrafen von einem bis zehn Jahren beim banden- und gewerbsmäßigen Einschleusen von Ausländern sowie von einem bis 15 Jahren beim Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.

Update, Montag (27. April), 20.38 Uhr:  Inzwischen kommen weitere Informationen zu dem Einsatz der Bundespolizei in Dortmund ans Tageslicht. Der festgenommenen Gruppe von Deutschen und Irakern werde bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern und der Handel mit Betäubungsmitteln vorgeworfen, wie die Bundespolizei München und die Staatsanwaltschaft Landshut am Montag mitteilten.

Wegen der laufenden Ermittlungen wollten die Behörden gegenüber der Deutschen Presse-Agentur zu den Hintergründen und weiteren Details keine weiteren Angaben machen. Beteiligt waren mehr als 100 Beamte.

Bei einem anderen Einsatz am Mittwoch (29. April) in Gelsenkirchen ist ein SEK-Beamter angeschossen und getötet worden. Der Schütze wurde festgenommen.

SEK-Einsatz in Dortmund-Derne: Polizei kontrolliert Autos

Erstmeldung, Montag (27. April), 19 Uhr: In Dortmund-Derne im äußersten Norden der Ruhrgebietsstadt hat es am Montag (27. April) einen Einsatz von Spezialeinheiten der Polizei gegeben. Der Einsatz fand an der B236 in Höhe des Flautwegs statt, unweit der Stadtgrenze zu Lünen.

In der Nähe der Einsatzwagen der Polizei-Spezialeinheiten wurden am Einsatzort mehrere Fahrzeuge abgeschleppt, deren Seitenscheiben zum Teil zerstört wurden.

Zuletzt gab es bei einer Fahrzeugkontrolle in Gevelsberg (NRW) eine Schießerei, bei der ein Polizist schwer verletzt wurde.

Polizei mit Einsatz gegen Kriminelle in Dortmund

Laut ersten Informationen dieser Redaktion soll es sich bei dem Einsatz um einen Schlag gegen eine Schleuser- und Drogenbande handeln. Entsprechende Angaben wurden von der Polizei noch nicht bestätigt. Eine entsprechende Anfrage unserer Redaktion liegt vor. Zuständig für den Fall sollen die Staatsanwaltschaft Landshut und die Bundespolizei München sein.

Maskierte Einsatzkräfte der Polizei starteten am Montag eine Aktion gegen Kriminelle in Dortmund.
Mehrere Autos wurden in Dortmund-Derne von der Polizei sichergestellt.

Der Bande soll das Schleusen von Menschen aus dem Ausland sowie der Handel mit Drogen vorgeworfen werden. Fünf tatverdächtige Männer seien in Dortmund am Montag festgenommen worden. 

Nicht nur in Dortmund: Weitere Aktion der Polizei offenbar auch in Hagen

Neben Dortmund habe es ersten Informationen zu Folge in weiteren Städten in Deutschland Aktionen dieser Art gegeben - etwa in Hagen, Bremen und Pforzheim.

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