Polizeieinsatz

Dortmund: Pakete kommen nicht an – Polizei lässt Boten auffliegen

Stapel mit Schuhkartons
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Ein Paketbote verdiente sich mit illegaler Tätigkeit etwas dazu.

Die Polizei konnte die illegale Tätigkeit eines Paketboten enttarnen, der seinen Job zum Vorteil nutzte.

Dortmund – Jeden Tag werden in Deutschland Pakete an die Haustür geliefert. Paketzusteller von unterschiedlichen Unternehmen bringen die Ware regelmäßig zu ihren Empfängern. Ein Paketbote aus Dortmund hat seine Tätigkeit jedoch anderweitig ausgenutzt. Nur durch mehrfach auftretende Kundenbeschwerden konnte der Mann von der Polizei enttarnt werden.

Dortmund: Paketbote macht Geschäft mit Bestellungen – Kundenbeschwerden ließen ihn auffliegen

Bei einem Servicepartner eines Paketdienstleisters aus Lüdenscheid gingen in den vergangenen Wochen immer wieder Beschwerden von Kunden ein. Nach Informationen der Polizei Dortmund berichteten sie von der Angabe einer erfolgreichen Zustellung des Pakets im Sendungsverlauf. Viele Kunden beschwerten sich jedoch darüber, dass die Ware nie bei ihnen angekommen sei.

Die Polizei sei daraufhin am Mittwoch (2. März) einem Verdacht gegen einen 28-jährigen Paketzusteller nachgegangen, der im betroffenen Unternehmen tätig war. Ein Zeuge habe die Route des Paketboten verfolgt und Unstimmigkeiten festgestellt. Daraufhin haben die Beamten am Mittwoch (9. März) mit einem richterlichen Durchsuchungsbeschluss die Wohnung des Mannes aufgesucht. In seiner Wohnung befanden sich hunderte Pakete mit neuwertiger Ware.

Die illegale Tätigkeit des Paketboten ist aufgeflogen.

Dortmund: Paketbote verkaufte Bestellungen weiter – Gesamtwarenwert von über 19.000 Euro

Die Polizei konnte bei dem 28-Jährigen neuverpackte Kleidung, Schuhe und Taschen finden. Auch eine vierstellige Bargeldsumme befand sich in der Wohnung. Nach Angaben der Polizei seien insgesamt 200 Pakete im Gesamtwarenwert von mehr als 19.000 Euro gefunden worden (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

Die Ware verkaufte der Paketzulieferer zum Teil über ein privat genutztes Online-Kleinanzeigen-Portal. Dem Mann drohe jetzt der Verlust des Arbeitsplatzes sowie ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Unterschlagung.