Demos und Kundgebungen

Neonazi-Aufmarsch in Dortmund am 1. Mai: Antifa plant Gegenprotest

Der 1. Mai steht traditionell für zahlreiche Demos und Kundgebungen. Auch in Dortmund ist Sonntag einiges los.

Dortmund – Der 1. Mai steht vor der Tür und somit auch der Tag, an dem zahlreiche Demonstrationen stattfinden – auch in Dortmund. Die Dortmunder Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor. Für Sonntag liegen gleich mehrere Versammlungsanmeldungen vor. Darunter auch ein Aufzug von Neonazis.

StadtDortmund
Datum1. Mai
ThemaDemonstrationen und Kundgebungen

Dortmund: Zahlreiche Demos am 1. Mai – Neonazi-Aufmarsch trifft auf Antifa-Protest

Ein Mitglied der Partei „Die Rechte“ habe laut Polizeiangaben einen Demonstrationszug angemeldet. Die Beamten rechnen mit rund 200 Teilnehmern. Der Aufzug startet am Sonntag im Bereich des Hauptbahnhofes und soll dann in Richtung der westlichen Innenstadt führen. Bereits am 20. April hatten Dortmunder Neonazis mit einer Flaggen-Aktion für eine Polizeiaktion gesorgt.

Eine ursprünglich geplante Route der Veranstalter – die überwiegend die Dortmunder Innenstadt betroffen hätte – hatte die Polizei nicht akzeptiert. Auch in Hamm schaut die Polizei genauer hin, allerdings nicht wegen einer Demonstration, wie wa.de weiß.

Zeitgleich finden verschiedene Gegenkundgebungen statt – organisiert von Privatpersonen und verschiedenen Bündnissen. Standort: unter anderem am Westentor, der Brinkhoffstraße, dem Vinckeplatz, nördlich des Hauptbahnhofs sowie als Aufzug ab dem Westpark.

Neonazi-Demo und Antifa-Protest in Dortmund: Polizei rechnet mit Großeinsatz

Einer dieser Gegenkundgebungen hält das Bündnis „Autonome Antifa 170“ aus Dortmund ab. Laut einer Pressemitteilung treffen sich die Teilnehmer der Kundgebung am 1. Mai um 11.30 Uhr in der Josephstraße Ecke Wilhelmstraße.

Weil sich auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zu seinem traditionellen Aufzug ab dem Platz der alten Synagoge in Richtung Westfalenpark aufmacht und hier bis zu 3000 Teilnehmende erwartet werden, rechnet die Polizei mit einem Großeinsatz und Verkehrsproblemen im Innenstadtbereich unter anderem im Bereich des Dortmunder Hauptbahnhofs, des Kreuzviertels und in Dortmund-Dorstfeld.

Neonazis marschieren am 1. Mai durch Dortmund.

Zahlreiche Demos am 1. Mai in Dortmund: Polizei erwartet Großeinsatz im Innenstadtbereich

„Nach mehr als zwei Jahren Pandemie wird es in diesem Jahr erstmals wieder einen Mai-Feiertag mit hohem Versammlungsaufkommen und zahlreichen Versammlungsteilnehmenden geben. Wir appellieren als Polizei an jede einzelne und jeden einzelnen von Ihnen: Nehmen Sie Ihr Versammlungsrecht friedlich und verantwortungsvoll wahr. Gegen Störungen und vor allem Straftaten jeder Art wird die Polizei konsequent vorgehen“, sagt Achim Stankowitz, Leitender Polizeidirektor.

In der vergangenen Woche ist eine Palästina-Kundgebung in Dortmund eskaliert. Dabei seien antisemitische Äußerungen gefallen – Polizei und Staatsschutz ermitteln. Zu Auseinandersetzungen ist es auch am 1. Mai 2019 gekommen – vor der Corona-Pandemie. Unter anderem haben linke Gegendemonstranten versucht, eine Polizeikette zu durchbrechen.

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