Für mehr Sicherheit

Polizei Dortmund installiert in der Nordstadt 18 Kameras auf 300 Metern

Ein Polizist beobachtet in der Leitstelle der Polizei Videoaufnahmen der Videoüberwachung in der Nordstadt.
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Von der Leitstelle aus wird die Videoüberwachung in der Dortmunder Nordstadt koordiniert und ausgewertet.

Die Polizei Dortmund hat weitere Details zur Videoüberwachung in der Nordstadt bekannt gegeben - auch zum Standort der Kameras. Betroffen ist die Münsterstraße.

Update, Mittwoch (21. Oktober), 14.45 Uhr: Dortmund - Jetzt hat die Polizei weitere Details zur Videoüberwachung in der Nordstadt bekannt gegeben. So werden in diesen Tagen an acht Standorten entlang der Münsterstraße insgesamt 18 Kameras installiert. Sie sollen noch in diesem Jahr eingeschaltet werden.

Dortmund: Videoüberwachung in der Münsterstraße mit 18 Kameras

Videoüberwacht wird künftig ein 300 Meter langes Teilstück der Münsterstraße 50 (Höhe St. Jopseph-Kirche) bis zur Münsterstraße 99 (Höhe Mallinckrodtstraße). In diesem Wohn- und Geschäftsbereich, in dem auch Familien mit Kindern wohnen, zählte die Polizei im Jahr 2019 insgesamt 464 Straftaten und 2020 (Januar bis September) 355. „Von diesen hohen Zahlen auf einem kurzen Straßenstück müssen wir runter.“, sagte Polizeipräsident Gregor Lange am Mittwoch.

Die Videoaufnahmen werden in Echtzeit von einem Technikraum in der Leitstelle der Polizei Dortmund beobachtet. Vier Arbeitsplätze soll es dort geben. Die Polizei will damit Straftaten verhindern, wenn sie sich bereits anbahnen.

Von der Leitstelle aus wird die Videoüberwachung in der Dortmunder Nordstadt koordiniert und ausgewertet.

Im Einsatz sollen die Kameras von Montag bis Samstag zwischen 16 Uhr und Mitternacht sein. In diesen Zeiträumen hatten sich in der Vergangenheit die meisten Straftaten ereignet, berichtet die Polizei.

Videoüberwachung in der Nordstadt von Dortmund startet wohl im Dezember 20202

Die Installation der Kameras hat in dieser Woche begonnen, Anfang November 20202 gibt es einen Probebetrieb. Voraussichtlich Anfang Dezember dieses Jahres werden die Kameras dann scharf gestellt.

Die Polizei gibt an, die aufgezeichneten Bilder maximal 14 Tage speichern zu wollen. Einzelne Sequenzen würden auch länger gespeichert, wenn sie für ein Ermittlungsverfahren relevant seien. Auf der Leitstelle sei nur eine Auswahl von Polizeikräften autorisiert, Daten zu sichern. Bei Demonstrationen will die Polizei die Videotechnik nicht werden. Blenden („Shutter“) sollen während Demos die Linsen erkennbar abdecken.

Erstmeldung, Montag (19. Oktober), 15.38 Uhr: Dortmund - Jetzt wird es in Sachen Videoüberwachung in der Nordstadt von Dortmund konkret: Die Polizei will spätestens bis zum Jahresende 2020 in der Münsterstraße die Kameras einschalten. In dieser Woche (ab 19. Oktober) starten die Installationsarbeiten.

OrtMünsterstraße, Dortmund
StadtbezirkInnenstadt Nord / Nordstadt
StadtbahnhaltestelleU41

Dortmund: Polizei nennt Termin für Start von Videoüberwachung in der Nordstadt

Wie die Polizei Dortmund am Montag (19. Oktober) ankündigte, sollen Anwohner in dieser Woche mit einem Rundschreiben informiert werden. Aufnahmen sollen die Kameras während der Arbeiten noch nicht machen.

Im November soll laut Polizei dann der Probebetrieb der Videoüberwachung auf der Münsterstraße starten. Der Test sei für einen „technisch zuverlässigen Echtbetrieb erforderlich“, so die Polizei. Am Mittwoch (21. Oktober) soll es für Medienvertreter weitere Details zum Prozedere geben.

Münsterstraße Dortmund: Videoüberwachung startet noch in 2020

Überraschend kommt die Ankündigung über den Start der Videoüberwachung in der Nordstadt nicht. Bereits im Sommer 2019 waren die Pläne in Dortmund bekannt geworden. Doch ganz reibungslos sind die Planungen seitdem nicht vonstattengegangen.

Grund dafür sind klagende Anwohner. Die Initiative „Nachbar:innen gegen die Videoüberwachung in der Münsterstraße“ wehrt sich gegen die Kameras in der belebten Einkaufsstraße. Die Unterstützer sehen einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Grundrechte aller sich an überwachten Orten bewegender und aufhaltender Menschen.

Polizei und Stadt Dortmund wollen Kameras an 13 Stellen in der Münsterstraße

Zur Erinnerung: Die Stadtverwaltung von Dortmund und die Polizei wollen an 13 Stellen Videokameras installieren. Die Behörden begründen die Entscheidung mit guten Erfahrungen von der Videoüberwachung in der Brückstraße, in der Innenstadt von Dortmund. Die Videoüberwachung in Teilbereichen der Münsterstraße soll Drogenhandel und andere Straftaten verhindern oder bei der Aufklärung von Taten helfen.

Seit Jahren gibt es bereits die Videoüberwachung in der Brückstraße von Dortmund.

Kritiker wie die Grünen bemängeln dagegen, dass Videoüberwachung nicht immer etwas bringe. Und in der Tat: Die Kriminalität ist durch die Kameras in Quartieren wie dem Brückviertel nicht gänzlich verschwunden - aber immerhin konnten zuletzt mehr Straftaten dadruch aufgeklärt werden.

Brückstraße und Münsterstraße: Viertel in Dortmund unterscheiden sich

Anders als das Brückviertel, das als klassisches Ausgehviertel gilt, ist die Münsterstraße ein lebhaftes Geschäftsviertel, in dem es viele Einkaufsmöglichkeiten aber auch Cafes, Bars und Restaurants gibt. Die Videoüberwachung soll hier daher nicht nur am Abend an den Wochenenden eine Rolle spielen, sondern auch tagsüber unter der Woche.

Video: Gesichtserkennung: Fotos sind die neuen Fingerabdrücke

Die Videoüberwachung sieht die Polizei Dortmund als eines von mehreren wichtigen Puzzleteilen, die fehlen, um die Kriminalität in der Nordstadt noch mehr sinken zu lassen, als zuletzt. Erste Erfolge gibt es bereits. So sinkt laut Polizei die Straßenkriminalität seit Jahren - von 4086 Fällen in 2016 auf 2314 Fällen in 2019.

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