Sicherheit in Dortmund

Dortmund: Kriminalität in der Nordstadt – Fazit der Polizei

Die Dortmunder Nordstadt befindet sich in der Kriminalitätsentwicklung auf einem „guten Weg“.

Dortmund – Die Polizei Dortmund hat ein Fazit zur Entwicklung der Kriminalität in der Nordstadt gezogen. Obwohl die Zahl der Straftaten 2021 leicht gestiegen ist, zeigt sich die Polizei mit der Arbeit der Ermittlungskommission in dem Stadtteil zufrieden (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

StadtDortmund
StadtteilInnenstadt-Nord
BehördePolizei

Dortmund: Polizei zieht Bilanz zur Kriminalität in der Nordstadt – die Straftaten im Überblick

Die Gesamtkriminalität sei zwar von 2020 mit 10.851 Delikten auf 10.869 Delikte im Jahr 2021 minimal angestiegen, doch prozentual fast gleich geblieben. Mit Blick auf den Höchststand der Straftaten von 17.441 Delikten im Jahr 2014 sei jedoch immer noch ein kontinuierlicher Rückgang von 37,7 Prozent zu verzeichnen. Nur ein Deliktsbereich fällt aus dem Raster.

Die Straßenkriminalität sei mit 2.510 Straftaten im Jahr 2020 auf 2.264 Taten im Jahr 2021 gefallen. Im Vergleich zum Höchststand (2014) habe sich die Zahl damit mehr als halbiert, schreiben die Beamten in einer Pressemitteilung.

Dortmund: Polizei meldet weniger Gewalt und Raub in der Nordstadt

Die Gewaltkriminalität sei ebenfalls von 715 Straftaten (2020) auf 616 Taten (2021) um 13,8 Prozent gesunken.

Der Straßenraub habe ebenfalls einen Rückgang erfahren. Mit einem Minus von insgesamt 35,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr seien die Raubdelikte von 144 Taten (2020) auf 93 (2021) gerutscht.

Außerdem gab es laut Polizei Dortmund etwas weniger Taschendiebstähle in der Nordstadt: Statt 269 Taten in 2020 waren es 2021 nur 258.

Dortmund: Polizei zieht Bilanz zur Kriminalität in der Nordstadt – Drogen-Straftaten steigen

Nur bei Drogendelikten sei kein Rückgang erkennbar: Hier sei ein leichtes Plus von 1,9 Prozent festgestellt worden. Im Vergleich zu 2020 habe es in 2021 rund 25 Delikte mehr gegeben. Insgesamt 1.338 Straftaten.

Jedoch seien ganze 84,9 Prozent dieser aufgeklärt worden. 3,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie die Polizei Dortmund berichtet.

Dortmund: Polizei steigert Kriminalitäts-Aufklärung – Zusammenhang zum Strategiepaket „Nordstadt“

Insgesamt sei eine Aufklärungsquote aller Delikte von 63,7 Prozent erreicht worden. „Dies zeigt neben der positiven Entwicklung der Fallzahlen, dass unser Strategiepaket ‚Nordstadt‘ erfolgreich ist“, sagt Polizeipräsident Gregor Lange. Die im September 2016 errichtete Ermittlungskommission Nordstadt (EK Nordstadt) wirke speziell der Straßenkriminalität in dem gleichnamigen Stadtteil entgegen.

Die Polizei Dortmund bei der Videoüberwachung der Nordstadt.

Für diese sei extra eine eigene Abteilung in der Dortmunder Staatsanwaltschaft gegründet worden, um die Wege und Zusammenarbeit zwischen der Bundespolizei, dem Ordnungsamt, dem Zollamt und dem Ausländeramt möglichst kurz halten zu können.

Seit dem Wirken der „EK Nordstadt“ seien gegen 375 Personen Haftbefehle erlassen worden. Allein im Jahr 2021 seien davon 85 Personen erfasst worden, daher sei es das zweiterfolgreichste Ermittlungsjahr überhaupt gewesen, so die Polizei. Insgesamt sei seit Einrichtung dieser Kommission die Kriminalität in der Nordstadt um ganze 24,8 Prozent zurückgegangen und trage somit einen erheblichen Teil dazu bei, dass die Bürger sich sicherer fühlen könnten.

Dortmund: Mehr Aufklärungen der Straftaten in der Nordstadt – weitere polizeiliche Maßnahmen

Auch die gesteigerte Videoüberwachung in der Münsterstraße und die „strategische Fahndung“ hätten laut Polizei zur Bekämpfung der Kriminalität beigetragen. Hinzu kommen die Schwerpunkteinsätze, die in Zusammenarbeit mit anderen Behörden durchgeführt würden.

Der Polizeipräsident betont zudem: „Wir werden nicht locker lassen, um der Nordstadt auch weiter positive Perspektiven zu eröffnen und den Menschen dort Stück für Stück mehr Lebensqualität und gute Perspektiven zu ermöglichen.“

Rubriklistenbild: © Florian Forth/RUHR24

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