Fahrlässige Körperverletzung

Großeinsatz in der Nordstadt von Dortmund - zehn Verletzte nach Shisha-Unfall

Bei einem Unfall in der Nordstadt in Dortmund wurden mehrere Personen verletzt.
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Bei einem Unfall in der Nordstadt in Dortmund wurden mehrere Personen verletzt.

In der Nordstadt in Dortmund ist es am Montag zu einem Unfall gekommen.  Personen erlitten Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Auslöser waren Shisha-Pfeifen.

  • Zwei Frauen sorgten in der Nordstadt von Dortmund für einen Großeinsatz.
  • Sie gingen leichtsinnig mit ihren Shisha-Pfeifen (Wasserpfeifen) um.
  • Nun ermittelt die Polizei Dortmund wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Dortmund - Am frühen Montagmorgen (6. April) mussten Polizei und Feuerwehr in Dortmund zu einem Einsatz ausrücken. In einem Mehrfamilienhaus in der Nordstadt kam es zu einem Unfall mit Shisha-Pfeifen, bei dem zehn Personen verletzt wurden, darunter sechs Kinder.

Nordstadt Dortmund: Zehn Personen durch Shisha-Pfeifen vergiftet

Um 5.19 Uhr begann der Einsatz für die Rettungskräfte mit dem Hinweis auf einen medizinischen Notfall in der Nordstadt, wo vor wenigen Tagen erst ein Mann mit einer Glasflasche attackiert worden ist. Vor Ort stellt die Feuerwehr Dortmund schnell eine hohe Kohlenmonoxid-Konzentration in der Atemluft einer Wohnung fest. 

Dort befanden sich zwei 26 und 29 Jahre alte Frauen und deren sechs Kinder. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei zündeten die beiden Frauen zu einem derzeit unbekannten Zeitpunkt zwei Shisha-Pfeifen an, gingen anschließend zu Bett und ließen die Kohlestücke weiter glühen.

Nordstadt Dortmund: Frauen ließen Kohlestücke glühen und gingen schlafen

Vermutlich deshalb breitete sich über mehrere Stunden hinweg Kohlenmonoxid aus. Das gefährliche Gas verteilte sich allerdings nicht nur in den Zimmern, in denen die beiden Schwestern und die zwei bis acht Jahre alten Kinder schliefen, sondern strömte auch in den Hausflur

Zur Vorsicht kontrollierte die Feuerwehr daher auch alle anderen Wohnungen des Mehrfamilienhauses sowie ein Nachbarhaus, da Kohlenmonoxid auch durch Wände dringen kann.

Dortmund-Nordstadt: Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung 

Der Rettungsdienst stellte bei den beiden Frauen, den sechs Kindern und zwei Mitarbeitern des Rettungsdienstes den Verdacht auf Kohlenmonoxid-Vergiftungen fest. Sie wurden in mehrere Dortmunder Krankenhäuser eingeliefert. 

Lebensgefahr bestand nach aktuellen Erkenntnissen nicht. Die Polizei Dortmund ermittelt nun wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung gegen die beiden Frauen.

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