Nach knapp vier Monaten

Dortmund: Polizei baut Nordstadt-Kameras an manchen Orten wieder ab

Polizei Dortmund Videoüberwachung
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Die Polizei Dortmund stellt die Videoüberwachung in der Nordstadt teilweise ein.

Mithilfe von Videoüberwachung soll die Kriminalität in der Dortmunder Nordstadt zurückgehen. Jetzt fährt die Polizei die Maßnahme wieder runter.

Dortmund – Die Nordstadt in Dortmund ist ein heißes Pflaster. An einigen bekannten Hotspots kommt es immer wieder zu Überfällen, Angriffen, Diebstählen oder Drogenhandel. Vor einigen Monaten hat die Polizei Dortmund dort deshalb verstärkt mit der Videoüberwachung begonnen.

StadtDortmund
BezirkInnenstadt-Nord
Einwohner59.380 (31. Dez. 2020)

Videoüberwachung in Dortmund: Kameras in der Nordstadt sollen Straftaten verhindern

An insgesamt drei Straßen und Plätzen wurden in den vergangenen Jahren Kameras installiert. Sie dienen dem Zweck, die Kriminalitätsrate in der Stadt zu senken. Hierzu sind sie Teil des Sicherheitskonzepts in der Dortmunder Nordstadt.

  • Brückstraße
  • Münsterstraße
  • Mehmet-Kubasik-Platz

Im Bereich der Münsterstraße waren Ende Mai dieses Jahres insgesamt 18 Kameras installiert worden. Dort sind sie seither von Montag bis Samstag zwischen 16 Uhr und Mitternacht im Einsatz. Die Videoaufnahmen werden in Echtzeit von einem Technikraum in der Leitstelle der Polizei Dortmund beobachtet. Das Ziel: Straftaten sollen verhindert werden, wenn sie sich bereits anbahnen.

Videoüberwachung in der Nordstadt: Polizei Dortmund verzeichnet Erfolge

Die Arbeit der Polizei scheint nun erste Früchte zu tragen. Denn die Videoüberwachung am Mehmet-Kubasik-Platz soll ab sofort wieder eingestellt werden, wie die Dortmunder Polizei mitteilt. An dem Platz unweit der Mallinckrodtstraße seien die Straftaten seit Beginn der Beobachtungen „stark gefallen“ (mehr News aus Dortmund bei RUHR24 lesen).

Video: Kriminalität in NRW – alle Fakten auf einen Blick

So soll es in dem Bereich in der Nordstadt im ersten Halbjahr noch 45 Delikte gegeben haben. Im Zeitraum seit Beginn der Videoüberwachung (18. Juni 2021) bis Mitte August seien hingegen nur elf Straftaten beklagt worden. Dies sei insbesondere für den Sommer ein bezeichnender Rückgang, da Straßenkriminalität ihren Höhepunkt den Informationen zufolge in den warmen Monaten hat.

Kriminalitätsbekämpfung in Dortmund: Polizeipräsident Lange ist zufrieden

„Der Rückgang der Zahlen zeigt, wie wirksam Videobeobachtung als Baustein einer modernen Kriminalitätsbekämpfung sein kann. Der Druck, den wir damit auf Straftäter aufbauen, hilft insbesondere den Anwohnerinnen und Anwohnern. Natürlich bleibt die Videobeobachtung aber auch eine grundrechtseingreifende Maßnahme, die fortlaufend auf ihre Verhältnismäßigkeit überprüft wird“, sagt Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange.

Aufgrund dieser positiven Entwicklung würde die rechtliche Grundlage für die Videobeobachtung im Bereich des Mehmet-Kubasik-Platzes wegfallen. Gesagt, getan: Wie die Polizei weiter mitteilt, wurden die Kameras in dem Bereich bereits Anfang Oktober abgeschaltet. Ein mobiler Video-Container werde am Montag (11. Oktober) ebenfalls abgebaut.

Ende der Videoüberwachung in der Dortmunder Nordstadt – aber nicht überall

Die Abschaltung an dieser Stelle bedeutet allerdings nicht gleichzeitig das Ende der Videoüberwachung in der Brückstraße und in der Münsterstraße. Dort bleiben die Geräte zur Verhinderung von Straftaten weiterhin eingeschaltet. Die Entwicklung auf dem Mehmet-Kubasik-Platz werde die Dortmunder Polizei weiterhin „genau beobachten“. Eine spätere Wiedereinführung der Videoüberwachung bei steigenden Fallzahlen sei nicht auszuschließen.

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