Seit Jahren verlassen

Dortmund: "Horror-Haus" in der Nordstadt wird nach Jahren platt gemacht - Stadtteil soll schöner werden

Das "Horror-Haus" in der Nordstadt soll der Stadt Dortmund nur noch ein Jahr lang ein Dorn im Auge sein.
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Das "Horror-Haus" in der Nordstadt soll der Stadt Dortmund nur noch ein Jahr lang ein Dorn im Auge sein.

Ein leerstehendes Hochhaus in der Nordstadt von Dortmund - auch "Horror-Haus" genannt - soll endgültig abgerissen werden. Es war seit vielen Jahren unbewohnt.

  • Ein bekanntes Gebäude in der Nordstadt von Dortmund soll weichen.
  • Bereits vor 18 Jahren wurde das Haus für unbewohnbar erklärt.
  • Die Beseitigung des "Horror-Hauses" soll mehrere Millionen Euro kosten.

Dortmund/NRW - Drei Jahre lang hat die Stadt Dortmund versucht, insgesamt 102 Wohnungen in einem leerstehenden Hochhaus in der Nordstadt aufzukaufen, um es abreißen zu können. Das Gebäude war jahrelang unbewohnbar und als "Horror-Haus" verschrien, wir RUHR24.de* berichtet.

Dortmund: "Horror-Haus" soll Stadt nicht mehr lange ein "Dorn im Auge" sein

Bis es so weit ist, dauert es allerdings noch einige Monate: Planmäßig soll ab Januar 2021 mit dem Gebäuderückbau begonnen werden, wie die Stadt Dortmund mitteilt. Außerdem ist zum aktuellen Zeitpunkt unklar, ob sich die Arbeiten aufgrund des Coronavirus (aktuelle Entwicklungen in Dortmund im Live-Ticker)* noch weiter nach hinten verschieben könnten.

Das leerstehende Hochhaus an der Kielstraße in Dortmund wurde jahrelang als Horror-Haus bezeichnet.

Das Gebäude in der Kielstraße 26 wurde bereits 2002 wegen erheblicher Baumängel für unbewohnbar erklärt, rottet seitdem in der Nordstadt vor sich hin und ist in Dortmund als "Horror-Haus" bekannt. "Lange Zeit hat uns das sogenannte Horror-Haus beschäftigt, nun ist es uns hoffentlich nur noch ein Jahr ein Dorn im Auge", so Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

Abbruch von "Horror-Haus" in Dortmund soll mehrere Millionen Euro kosten

Die Stadt Dortmund hat seit 2016 versucht, die insgesamt 102 Wohnungen in dem Gebäude zu erwerben und erreichte dieses Ziel 2019. Anschließend hat die Stadt mit der Vorbereitung des Gebäudeabbruchs begonnen. Die aktuelle Planung zeige, dass dabei mit Kosten von rund 4,5 Millionen Euro zu rechnen ist. Das ist wesentlich mehr, als ein Abriss dieser Art normalerweise kostet.

"Gründe hierfür sind im Wesentlichen detailliertere Kenntnisse über die Schadstoffbelastungen im Gebäude, die erforderliche Verlegung von Fernwärme- und Stromleitungen sowie die allgemeine Kostensteigerung im Baugewerbe", sagt Arnulf Rybicki, Dezernent für Bauen und Infrastruktur.

Am Hiltropwall in der Innenstadt in Dortmund soll auf der anderen Seite ein futuristisches Gebäude bestehen, dass sogar bundesweit Stahlkraft besitzen soll. Seit 20 Jahren plant die Stadt das Projekt.

Dortmund: Zuschüsse von Land für Abriss von "Horror-Haus" beantragt

Durch finanzielle Bezuschussung von Land und Bund in Höhe von voraussichtlich 3.612.000 Euro läge der Eigenanteil der Stadt Dortmund für den Abriss der Immobilie in der Kielstraße 26 mit 903.000 Euro bei rund 20 Prozent. Die Beseitigung des Gebäudes soll laut Stadt die Nordstadt wieder attraktiver machen.

"Mit dem Abriss des Hochhauses ist nun endlich der Weg frei für eine städtebaulich positive Entwicklung an diesem Standort in der Nordstadt", so Ludger Wilde, Dezernent für Planen, Bauen und Umwelt. Auf dem voraussichtlich gegen Ende 2021 frei liegenden Gelände könnten beispielsweise neue Wohnkomplexe gebaut werden, wie sie auch auf dem ehemaligen Thyssenkrupp-Gelände in der Nordstadt geplant sind.* Hier sollen bald 800 neue Wohnungen entstehen. lez
*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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