Neuer Schwung für Viertel

Dortmund: Große Pläne - so soll am Hafen ein „Silicon Valley“ entstehen

Das neue Hafenquartier Speicherstraße soll eine Art Silicon Valley in Dortmund werden. Eine Studie zeigt, wie positiv die Entwicklung sein kann.

Dortmund – Bis 2030 soll das neue Hafenquartier Speicherstraße im Norden von Dortmund entstehen. Um zu zeigen, welche positiven Effekte das Projekt haben wird, wurde eine Studie der Wirtschaftsförderung Dortmund und der Dortmunder Hafen AG in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse können sich sehen lassen.

StadtDortmund
Fläche280,7 km²
Höhe86 m
Bevölkerung587.010 (2019)

Dortmund: Hafenquartier Speicherstraße soll für Aufschwung sorgen

Der größte Kanalhafen in Europa liegt in Dortmund und so ist es kein Wunder, dass die Industrie hier bereits vertreten ist. Künftig soll es hier aber auch digital zugehen. Dafür soll bis zum Jahr 2030 am Rand des Hafens das Quartier Speicherstraße entstehen. Uwe Büscher, der Vorstand der Dortmunder Hafen AG, sprach in dem Zusammenhang bereits von „Silicon Valley im Kleinformat“.

Diese Sichtweise geht auch aus einer neuen volkswirtschaftlichen Studie hervor, die unter dem Titel „Die Quartiersentwicklung Speicherstraße: Eine Analyse der ökonomischen Bedeutung und Effekte für Dortmund und die Nordstadt“ veröffentlicht wurde. In den Ergebnissen heißt es unter anderem, dass man „eine Erfolgsgeschichte erwarten“ könne.

Dortmund: Studie zum Hafenquartier Speicherstraße zeigt positive Effekte

Dafür sprechen ganz klar die reinen Zahlen und Fakten der Studie. Rund 4.100 neue Arbeitsplätze in der Nordstadt sollen durch das Projekt bis zum Jahr 2030 entstehen – 2.300 weitere Arbeitsplätze können demnach dadurch gesichert werden. Jobs werden in Branchen wie der Gastronomie, im Medien- und Kreativbereich oder auch in unternehmensnahen Dienstleistungen geschaffen.

Um dies zu erreichen, muss natürlich kräftig investiert werden. In den Jahren 2015 bis 2030 wird mit einem Investitionsbetrag von rund 296 Millionen Euro gerechnet, die sich aus einem öffentlichen und einem privaten Teil zusammensetzen. Diese stehen laut der Studie im Verhältnis von 1 zu 3,5 (mehr News aus Dortmund auf RUHR24).

Dortmund: Hafenquartier Speicherstraße sorgt für besseres Image der Nordstadt

Für die Dortmunder Nordstadt sollen darüber hinaus weitere positive Effekte entstehen. Demnach sei mit einer Image-Verbesserung zu rechnen und, zusätzlich zu den vielen neuen Arbeitsplätzen, soll das Projekt für eine höhere Lebensqualität sorgen.

Dortmund: Hafenquartier Speicherstraße soll für Aufschwung sorgen

Diese soll durch einen neuen öffentlichen Raum gewonnen werden, der fünf Hektar umfassen und am Wasser liegen soll. Die Rede ist von kurzen Wegen und und einem hohen Freizeitwert für die Bewohner der Nordstadt. Neue Wohnungen werden in dem Hafenquartier Speicherstraße aber nicht entstehen.

Oberbürgermeister Thomas Westphal zeigte sich von den Ergebnissen begeistert. „Die Studie zeigt, dass der gewählte Nutzungsmix sowie die vielfältigen kulturellen, sozialen, gastronomischen und bildungsorientierten Elemente ein Quartier für alle entstehen lassen.“

Rubriklistenbild: © Dortmunder Hafen AG/Vogelsang

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