Feuerwehr befreit mehrere Bewohner

Dortmund-Nordstadt: Zwei Brände innerhalb weniger Minuten - Polizei hat schlimmen Verdacht

Feuerwehr Dortmund im Einsatz
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In Dortmund hat es in der Nordstadt zwei Brände innerhalb weniger Minuten gegeben.

Die Feuerwehr Dortmund hat am Dienstag mehrere Personen vor Bränden in Wohnhäusern gerettet. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Update, Dienstag (23. Dezember), 12.28 Uhr: Dortmund - Bei den Bränden in zwei Mehrfamilienhäusern in der Dortmunder Nordstadt geht die Polizei von vorsätzlichen Taten aus. Mögliche Zusammenhänge werden der Polizei zufolge geprüft und sind nun Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

StadtteilDortmund-Nordstadt
Fläche14,42 km²
Einwohner 59.604 (2019)

Zwei Brände in Dortmund: Polizei geht von Brandstiftung aus und sucht Zeugen

Die Ermittler gehen in beiden Fällen aktuell von Brandstiftung aus und suchen deshalb Zeugen. Wer hat zur genannten Tatzeit verdächtige Personen im Bereich der Mallinckrodtstraße zwischen der B54 und der Straße Nordmarkt bzw. im zweiten Fall zwischen der Uhlandstraße und der Scheffelstraße gesehen?

Möglicherweise ist jemandem eine Person im Hausflur aufgefallen, die dort nicht wohnt. Die Polizei bittet Zeugen darum, sich bei der Kriminalwache der Dortmunder Polizei unter der Telefonnummer 0231-132-7441 zu melden.

Erstmeldung, Dienstag (23. Dezember), 9.32 Uhr: Zwei Brände innerhalb kürzester Zeit haben am Dienstagabend (22. Dezember) die Feuerwehr in Dortmund beschäftigt. Die Feuer waren in zwei Mehrfamilienhäusern in der Nordstadt ausgebrochen.

Brand in Wohnhaus in Dortmund: Feuerwehr rettet mehrere Anwohner

Der erste Brand wurde der Dortmunder Feuerwehr gegen 19.18 Uhr gemeldet. In einem Wohnhaus an der Mallinckrodtstraße in der nördlichen Innenstadt brannten laut den Angaben der Feuerwehr „in einem völlig verrauchten Treppenhaus zwei Kinderwagen.“ (Aktuelle News aus Dortmund auf RUHR24.de).

Und tatsächlich: Als die Einsatzkräfte der Feuerwehr am Einsatzort in der Nähe des Nordmarkts eintrafen, war der Brandrauch bereits in die Wohnungen gezogen. Die Folge: Rund 20 Personen - darunter auch Kinder - waren in dem Gebäude gefangen. Mittels einer Drehleiter gelang es den Feuerwehrleuten, die hilflosen Bewohner aus dem Wohnhaus zu retten. Weitere Personen konnten - geschützt durch sogenannte Brandfluchthauben - durch den Hausflur nach draußen gebracht werden.

Einsatz der Feuerwehr in Dortmund: Weiterer Brand in der Nordstadt innerhalb kürzester Zeit

Aufgrund der hohen Anzahl an vermeintlich verletzten Personen alarmierte die Feuerwehr vorsorglich weitere Rettungswagen und Notärzte an die Einsatzstelle in der Mallinckrodtstraße. Insgesamt untersuchte der Rettungsdienst 13 Personen, verletzt wurde durch den Brand glücklicherweise niemand.

Entwarnung gab es in der Nordstadt jedoch noch nicht. Denn nur etwa 15 Minuten nach Einsatzbeginn meldeten erneut Anrufer der Feuerwehr-Leitstelle einen weiteren Brand in einem Mehrfamilienhaus. Das Bizarre: Das Feuer sollte den Angaben zufolge nur 300 Meter entfernt ebenfalls in der Mallinckrodtstraße ausgebrochen sein.

Zwei Brände in Dortmund: Anwohner versucht Feuer in Wohnhaus zu bekämpfen

Auch in diesem Wohnhaus brannte ein Kinderwagen im Hausflur. „Ein aufmerksamer Bewohner bemerkte das Feuer und versuchte mit einem Feuerlöscher den Brand zu bekämpfen“, erklärt die Feuerwehr Dortmund in einer aktuellen Pressemitteilung. Die Einsatzkräfte waren auch hier zügig vor Ort.

Der brennende Kinderwagen konnte schnell nach draußen gebracht und anschließend gelöscht werden. Im Gegensatz zum ersten Brand war das Treppenhaus in diesem Fall nur leicht verraucht. Auch die Wohnungen blieben weitestgehend unversehrt. Das Feuer in dem anderen Wohnhaus hinterließ leider deutlichere Spuren: Durch die starke Rauchentwicklung seien leider alle Wohnungen in Mitleidenschaft gezogen worden und vorübergehend nicht mehr bewohnbar.

Video: Welcher Feuerlöscher hilft bei welchem Brand? - Tipps zur Brandbekämpfung

Wohnhausbrand in Dortmund: Bewohner kommt nach Löschversuchen ins Krankenhaus

Die meisten Bewohner haben den Angaben der Feuerwehr zufolge zunächst eine Unterkunft bei Verwandten oder Freunden gefunden. Für eine Familie musste allerdings durch den Sozialdienst der Stadt Dortmund eine Notunterkunft vermittelt werden.

Der Bewohner, der bei dem zweiten Brand die Löschversuche unternahm, musste mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Alle anderen Hausbewohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Die genaue Brandursache wird in beiden Fällen nun durch die Polizei ermittelt.

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