Schandfleck in der Nordstadt

„Horrorhaus“ in Dortmund beinahe komplett abgerissen – neue Pläne bekannt

Vom „Horrorhaus“ in Dortmund ist nicht mehr viel übrig. Die Pläne für die freie Fläche in der Nordstadt werden jetzt konkreter.

Dortmund – Die Stadt Dortmund kann bald ein Kapitel schließen, welches sicher nicht zu den schönsten der Stadtgeschichte zählt. Die Rede ist vom Hochhaus in der Kielstraße 26 in der Nordstadt – einem langjährigen Schandfleck, der noch Mitte Dezember endgültig beseitigt werden soll.

StadtDortmund
BundeslandNordrhein-Westfalen
RegierungsbezirkArnsberg
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)

Dortmund: „Horrorhaus“ in der Nordstadt voraussichtlich Mitte Dezember Geschichte

Das Hochhaus ist seit Jahren unbewohnt, doch mit dem Abriss konnte erst zu Beginn des Jahres begonnen werden. Der Grund: Die Stadt Dortmund musste zunächst alle Wohnungen in dem Gebäude, das den Spitznamen „Horrorhaus“ trägt, kaufen. Nachdem das geschehen war, rollten die Bagger an.

In dieser Woche sollen noch das erste und zweite Untergeschoss des Gebäudes abgetragen werden. Die Tiefgarage bleibt erhalten, heißt es von der Stadt. Anschließend werde das Gelände noch etwas angepasst und die Baustelle geräumt. Das werde aller Voraussicht nach Mitte Dezember der Fall sein. Dann kann das „Horrorhaus“ in der Dortmunder Nordstadt ad acta gelegt werden.

Das „Horrorhaus“ in Dortmund ist fast komplett verschwunden.

Mit dem Abriss ist man bei der Stadt zufrieden. Es habe nur eine kleine Abweichung gegeben. Eigentlich sollte der Abbruch vom 18. bis neunten Obergeschoss mit Minibaggern erfolgen und der Abbruch vom achten Obergeschoss bis zu den Untergeschossen mit Longfrontbaggern (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

„Horrorhaus“ in der Nordstadt von Dortmund: Auf freiem Gelände könnte Kita entstehen

Da der Rückbau der Fassade des Gebäudes allerdings länger dauerte als zunächst geplant, konnten keine Longfrontbagger eingesetzt werden und der Abbruch erfolgte komplett mittels Minibaggern. Die Dauer der Abrissarbeiten hätte sich dadurch zwar um vier Wochen verlängert, so die Stadt Dortmund. Dadurch hätte sich aber der positive Nebeneffekt ergeben, dass weniger Staub und Lärm entstand.

Weil im Zuge der Arbeiten zusätzliche mit Schadstoffen belastete Bauteile entdeckt wurden, stiegen die Kosten für das Projekt an. Insgesamt kostete der Abriss die Stadt am Ende 1,8 Millionen Euro. Das Gesamtbudget für das Projekt – etwa 2,8 Millionen Euro – sei aber nicht ausgeschöpft worden.

Die Stadt prüft, auf dem Gelände des ehemaligen „Horrorhauses“ in Dortmund eine Kita zu bauen.

Was passiert jetzt mit der frei gewordenen Fläche an der Kielstraße in der Nordstadt? Fix ist bislang noch nichts. Schon früh entstand die Idee, auf dem Gelände eine Kita zu errichten. Diese Option will die Stadt Dortmund jetzt konkretisieren und prüfen. „Der Bedarf dafür ist in der Nordstadt definitiv vorhanden“, heißt es aus dem Rathaus.

Rubriklistenbild: © Roland Gorecki, Dortmund-Agentur