„Da arbeiten wir dran“

Dortmund: Westphal will Arme und Reiche „durchmischen“

Für mehr Vielfalt in den Stadtteilen von Dortmund will Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) ärmere und reichere Menschen „durchmischen“. Konkret soll das auf dem Wohnungsmarkt passieren.

Dortmund – Thomas Westphal, Oberbürgermeister von Dortmund, hat im Gespräch mit dem Verbund der sozialkulturellen Migrantenvereine in Dortmund (VMDO) sein erstes Jahr Amtszeit Revue passieren lassen. Der SPD-Politiker konkretisierte dabei seine Pläne zur „Durchmischung“ in der Stadt.

StadtDortmund
BundeslandNordrhein-Westfalen
RegierungsbezirkArnsberg
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)

Dortmund: Westphal will mit „Durchmischung“ von Armen und Reichen mehr Vielfalt erreichen

Anlass dafür war die Erkenntnis, dass bei vielen Problemfeldern in Dortmund – wie dem Wohnungsmarkt, Bildung und Angeboten für Jugendliche – keine Unterscheidung zwischen Menschen mit Migrationsgeschichte und Menschen ohne gemacht werden müsse. Alle Dortmunder seien davon gleichermaßen betroffen.

Westphal gehe es deshalb nicht um Integration, sondern um „Teilhabe und Respekt“. Und um die zu stärken, sollen die Stadtteile in Dortmund vielfältiger werden. Eine zentrale Rolle komme dabei dem Wohnungsmarkt zu, so der 54-Jährige (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

„Durchmischung“ in Dortmund: Teure Wohnungen in der Nordstadt – günstige am Phoenix See

Für mehr „Durchmischung“ müsse es in Dortmund in allen Bereichen „kleinere, größere, günstigere und teurere Wohnungen“ geben. Als Beispiel nannte Westphal die Stahlwerkstraße in der weniger wohlhabenden Nordstadt, wo ein neues Wohn- und Geschäftsquartier „fürs größere Portemonnaie“ entsteht und Sozialwohnungen am Phoenix See, wo es viel teuren Wohnraum gibt.

Konkret sollen in Dortmund 2000 Wohnungen pro Jahr neu gebaut werden, unabhängig von der Corona-Pandemie. Davon müssten 30 Prozent für die öffentliche Förderung geeignet sein, so Westphal. Die Miete in diesen Wohnungen dürfte dann nicht mehr als 5 oder 6 Euro pro Quadratmeter kosten.

Will mehr Vielfalt in den Dortmunder Stadtteilen: Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD)

Bei dem gleichen Gespräch forderte Westphal zudem, sich beim Dortmunder Nachtleben an Amsterdam zu orientieren. Der Oberbürgermeister sprach die Schaffung von Räumen an, in denen sich Jugendliche ungestört treffen und auch mal laut sein können. In Amsterdam gebe es für das Nachtleben extra Ansprechpartner – sogenannte Volunteers – mit einer sozialpädagogischen Ausbildung.

Rubriklistenbild: © Jonas Güttler/dpa

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