Stadt stellt Pläne vor

Dortmund plant futuristisches neues Quartier mit Gastronomie und Arbeitsplätzen

Energiecampus in Dortmund-Huckarde
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In Dortmund soll an der Kokerei in Huckarde der „Energiecampus“ entstehen. Die Stadt verspricht auch „Aufenthaltsqualität“.

In Dortmund soll künftig ein innovatives Quartier entstehen. Die Pläne sind spektakulär. Die Stadt spricht von „Aufenthaltsqualität“.

Dortmund - Im Norden von Dortmund entsteht in den kommenden Jahren Spektakuläres. Nach den Plänen der Stadt soll dort der „Energiecampus“ gebaut werden. Nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Gastronomie und sogar eine Kita sind geplant. RUHR24.de* stellt die Pläne näher vor.

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StadtbezirkHuckarde
SehenswürdigkeitenKokerei Hansa

Dortmund: Neues Quartier entsteht in Huckarde - Pläne für „Energiecampus“ stehen

Ins Auge gefasst hat die Stadt Dortmund eine Fläche nördlich der Kokerei Hansa im Stadtbezirk Huckarde. Dort soll in einigen Jahren zum Thema „Energie“ geforscht werden. Die Stadt wolle dort die wachsende Start-up-Szene aus dieser Branche zusammenbringen. Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) rechnet auf dem „Energiecampus“ mit bis zu 2000 Arbeitsplätzen, wie er auf einer Pressekonferenz am Dienstag (23. März) mitteilte.

Mit dem „Energiecampus“ könnte Dortmund-Huckarde ein krasser Wandel bevorstehen. Denn für die Internationale Gartenschau (IGA) 2027 gibt es bereits spektakuläre Pläne*. Zusätzlich könnte jetzt auch noch die Zukunft des Energieträgers Wasserstoff eine Rolle im Dortmunder Norden spielen - um nur ein Ziel des „Energiecampus“ zu nennen.

Dortmund plant futuristischen „Energiecampus“ in Huckarde - spektakuläre Bauten sollen entstehen

Nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch sind die Pläne der Stadt vielversprechend. Das zeigen erste Illustrationen der Arbeitsgemeinschaft Falkenstein Fresi Kroll.

Ein zentraler Platz soll die Aufenthaltsqualität auf dem „Energiecampus“ von Dortmund erhöhen.
Rund neun Fußballfelder - oder 6,5 Hektar - soll der „Energiecampus“ von Dortmund groß sein.

Herz des circa neun Fußballfelder großen „Energiecampus“ soll ein sogenanntes „Transferzentrum“ werden, sozusagen als Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Praxis. Außerdem plant die Stadt eine Multifunktionshalle. Sie soll für Forschungs- und Produktionszwecke genutzt werden.

Dortmund will „Campusboulevard“ und zentralen Platz auf dem „Energiecampus“

In dem neuen Quartier soll unterdessen nicht nur geforscht und produziert werden. Die Planer wünschen sich einen „gemischtgenutzten Stadtraum“. Ein Campusboulevard und ein zentraler Platz mit „hoher Aufenthaltsqualität“ sollen zum Verweilen einladen.

So ist auch Gastronomie mit Innen- und Außenflächen sowie ein betrieblicher Kindergarten geplant. Wohnungen, wie etwa im südlich des „Energiecampus“ geplanten Großprojekts „Smart Rhino“*, soll es allerdings laut ersten Plänen nicht geben.

Video: EU-Kommission legt Wasserstoffstrategie vor

Geplant ist stattdessen eine Symbiose zwischen Forschung und Freizeit. Vom „Energiecampus“ soll es künftig nur noch einen Katzensprung hinüber zum Gelände der Internationalen Gartenschau 2027 sein. So will die Stadt Arbeit und Erholung in Einklang bringen. „Besucher sind dazu eingeladen, ebenfalls in den Abendstunden als auch am Wochenende, auf dem Gelände zu verweilen“, heißt es in den Planungen der Stadt Dortmund.

Thomas Westphal: Dortmund-Huckarde soll von „Energiecampus“ profitieren

Mit einem klassischen Technologiepark - wie es ihn etwa an der TU Dortmund gibt - sei jener im Norden der Stadt nicht zu vergleichen, meint OB Westphal. In Huckarde entstehe viel mehr ein „multifunktionaler Lebensraum“ mit Angeboten für modernes Arbeiten, Forschen, Freizeit, Kultur und Erholung. Westphal: „Davon wird Huckarde als auch die angrenzenden Stadtteile profitieren.“

Und wann darf sich der Stadtbezirk im Schatten der Kokerei Hansa auf das neue Quartier freuen? Das kann noch ein paar Jahre dauern. Erst 2027, zum Start der IGA, soll der „Energiecampus“ entwickelt sein und erste Gebäude stehen.

Rat der Stadt Dortmund soll am 20. Mai über Projekt „Energiecampus“ debattieren

Bezahlt werden soll das Vorhaben nicht nur aus der Stadtkasse, sondern auch unter Zuhilfenahme von Fördermitteln und Investorgeldern. Am 20. Mai will sich der Rat der Stadt mit dem Projekt näher befassen und der Umsetzung weiterer Schritte zustimmen. *RUHR24.de ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.