Neues Arcade-Lokal

Neues „Spieleparadies“ für Dortmunds City von Corona ausgebremst

Die Fußgängerzone Ostenhellweg in Dortmund mit Blick auf die Reinoldikirche.
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Am 1. November hätte es eigentlich losgehen sollen mit dem „Gamer“, doch wegen der NRW-Landesverordnung wurde alles nach hinten verschoben.

Das geplante Arcade-Lokal „Gamer“ sollte die Dortmunder Innenstadt eigentlich bereichern. Doch wegen Corona ist eine Neueröffnung nun fraglich.

Dortmund – Die Dortmunder Innenstadt soll um eine Attraktion reicher werden – die Frage ist nur wann. Bei „Gamer“ können sich bis zu 24 Spieler gegeneinander messen. Ein einzigartiges Konzept in der Innenstadt – wenn das Coronavirus nicht wäre.

StraßeOstenhellweg
StadtDortmund
Länge400 Meter
OrtsteilInnenstadt
QuerstraßenBrückstraße, Kleppingstraße, Ostwall, Willy-Brandt-Platz

Dortmunder Innenstadt: „Gamer“ erinnert an amerikanische Arcade-Läden

Spaß haben und mal nicht an das Coronavirus denken – das war vermutlich der Plan der beiden Unternehmensgründer Alexander Zlotnik und Timo Trumpp. Der Spiele-Parcour, der an der beliebten Einkaufsstraße entstehen soll, erinnert an die amerikanischen Arcade-Läden, die man auch aus Filmen kennt (alle News aus der Dortmunder Innenstadt auf RUHR24.de).

Das Angebot von „Gamer“ soll Spiel, Spaß und moderne Technologie verbinden – und eigentlich sollte das Geschäft schon längst eine Bereicherung in der Dortmunder Innenstadt sein. Wegen des Coronavirus ist jedoch alles anders gekommen.

Coronavirus ist Schuld: Bisher keine Eröffnung von „Gamer“ in der Dortmunder Innenstadt

Am 1. November hätte es eigentlich losgehen sollen, doch wegen der NRW-Landesverordnung wurde alles nach hinten verschoben. Gar nicht gut für die beiden Unternehmer, die bereits mit hohen Investitionen in Vorleistung gegangen sein sollen, wie die Ruhr Nachrichten berichten. Rund 500.000 Euro sollen die beiden Gründer in die Entwicklung der Spiele, Technik und in die Ausstattung des Ladenlokals gesteckt haben.

Das vermutlich Schlimmste für die beiden: Der Laden ist bereits vollständig fertig, bereit für die Eröffnung. Dieser befindet sich in der Schliepstraße, einer Seitenstraße des Ostenhellwegs. Vorher befand sich in dem Ladenlokal der Modelleisenbahn-Shop DM-Toys.

Vor Dortmund: Die erste Filiale von „Gamer“ entstand in Bielefeld

Gamer“ in der Dortmunder Innenstadt sollte nach Bielefeld die zweite Filiale werden. Doch die schlechten Nachrichten reißen nicht ab, denn am Sonntag (13. Dezember) könnte der Lockdown in NRW weiter verschärft werden. „Gamer“ könnte also noch länger als geplant geschlossen bleiben.

Das verschlossene Ladenlokal von „Gamer“ in der Schliepstraße, unweit des Ostenhellwegs in der Dortmunder Innenstadt.

Rund 6.000 Euro Betriebskosten haben die beiden Gründer im Monat. „Auf staatliche Überbrückungshilfe haben wir keinen Anspruch, weil unser junges Unternehmen keine Umsätze aus dem Vorjahr aufweisen kann“, berichten Zlotnik und Trumpp bei Ruhr Nachrichten.

Dennoch zeigen sich die beiden kämpferisch: „Wir sind zuversichtlich, diese Phase zu überstehen, auch wenn sie unsere Entwicklung noch auf lange Sicht beeinträchtigen wird“, so Zlotnik.

Wegen Coronavirus ist die Eröffnung von „Gamer“ in der Dortmunder Innenstadt weiterhin unklar

Ihr Ziel für die nächsten Jahre steckt das Unternehmerpaar trotzdem weit oben an: „Unser Ziel ist es, die faszinierenden Momente der Onlinespielewelt in der Realität erlebbar zu machen.“ Sie sehen für Freizeitangebote einen hohen Aufholbedarf. Doch wann die beiden ihr Ladenlokal eröffnen können, bleibt weiterhin unklar.

Video: 40 Prozent der Weltbevölkerung spielt Videospiele

Dabei könnte das Konzept in der Dortmunder Innenstadt vor allem bei Familien gut angekommen: In verschiedenen Räumen können diverse Spiele gespielt werden. Kameras, Sensoren und eine selbst entwickelte Software sollen die Ergebnisse der Spieler erfassen und sie miteinander vergleichen.

Einzigartiges Spielekonzept in der Dortmunder Innenstadt: „Gamer“ will durch Multiplayer punkten

Insgesamt neun Spiele sollen auf Eins-gegen-Eins-Duelle in diversen Schwierigkeitsstufen angelegt sein. Dabei geht es um Athletik, Geschick oder Allgemeinwissen. Bis zu 24 Personen können mit ihrem Smartphone an den Spielen teilnehmen.

Erst Ende Mai dieses Jahres haben Zlotnik und Trumpp ihre erste Filiale in Bielefeld eröffnet. Auch da hatten die beiden schon mit dem Coronavirus kämpfen müssen – sie konnten erst zwei Monate später als geplant ihre Tore öffnen. Doch Bielefeld und Dortmund sollen nicht die einzigen beiden Filialen bleiben.

Bei ihrer Planung wollen die beiden Gründer allerdings in NRW bleiben – aus einem bestimmten Grund: „Hier finden wir einen guten Mix aus mehreren Faktoren: Zum einen eine relativ hohe Bevölkerungsdichte, zum anderen eine besondere Wettkampfverliebtheit der Menschen“, so Alexander Zlotnik. Wie es allerdings mit „Gamer“ in Dortmund weitergeht, wird sich wohl noch zeigen.

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