Hilfsangebote

Dortmund: Neue Anlaufstelle soll Zuwanderern die Integration erleichtern

Eröffnung des MigraDO mit den beteiligten Akteuren um Sozialdezernentin Birgit Zoerner und MigraDO-Leiterin Silke Straubel
+
In Dortmund gibt es eine neue Anlaufstelle für zugewanderte Menschen. Das „MigraDO“.

Die neue Anlaufstelle für Zugewanderte in Dortmund „MigraDO“ soll bei der Integration helfen.

Dortmund – Die Stadt Dortmund hat ein neues Dienstleistungszentrum für Migration und Integration gegründet. „MigraDO“ heißt die neue Anlaufstelle für Zugezogene in Dortmund und bietet seit seiner Eröffnung am Freitag (25. Februar) kostenlose Unterstützungsleistungen an.

Dortmund: Neue Anlaufstelle für Zugewanderte „MigraDO“ – das soll erreicht werden

Neben Beratungen rund um Gesundheit, Familie und Sprachförderung werde auch Unterstützung bei dem Thema Arbeit geboten, die neu in Dortmund sind, wie die Stadt mitteilt. Zu finden sei dieses am Friedensplatz 7, direkt neben der Ausländerbehörde (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

Bei der letzten Flüchtlingswelle kamen bei den Menschen einige Fragen auf wie: Wo muss ich mich anmelden? Wo kann mein Kind zur Kita? Wo gibt es Sprachkurse? „Unser Ziel ist es, Reibungsverluste zu vermeiden – vor allem für die Zielgruppe der Zugewanderten, aber auch für die Ämter und die begleitenden ehrenamtlichen Helfer.“

Daher sei es das Ziel dieser Initiative, die Weichen für Integration zu stellen, erklärt Sozialdezernentin Birgit Zoerner. Vor allem mit Blick auf den aktuellen Ukraine-Krieg wird dieses neue Angebot vielen potenziellen Flüchtlingen eine weitere große Hilfe sein.

Dortmund: „MigraDO“ – Diese Hilfsangebote gibt es im Überblick

Im „MigraDo“ solle der erste Kontakt mit der Stadt Dortmund entstehen. Die Nationalität der Menschen spiele dabei keine Rolle, daher werde die Beratung mehrsprachig angeboten und das Angebot richte sich auch an deutsche Staatsbürger.

Diese Beratungen gibt es nach Angaben der Stadt vor Ort:

  • Erstanmeldung: EU-Bürger, die nach Deutschland ziehen, melden sich im MigraDO an.
  • Ankommensberatung: Sozialarbeiter*innen informieren über die Anlaufstellen und Unterstützungsangebote in Dortmund und beraten zu Arbeit, Wohnen, Familie, Ausbildung/Studium, Sprachbildung, Gesundheit, Freizeit oder vermitteln weiter.
  • Jobcenter: Fachkräfte des Jobcenters prüfen, ob ein Anspruch auf Leistungen besteht und informieren, wie dieser beantragt werden kann. Zudem beraten sie zu Ausbildung oder Qualifizierung für den Arbeitsmarkt.
  • Sprachkurs: Unter Berücksichtigung der individuellen Gegebenheiten wird versucht für Jeden einen passenden Sprachkurs zu finden.

Parallel zu diesen Angeboten sei im Zuge der Entwicklung die App „Integreat“ entstanden, durch die sich Neuzugewanderte beispielsweise über Verweisstellen und Beratungsangebote informieren können.

Zudem müssten sich alle zugezogenen Menschen innerhalb von zwei Wochen bei der Ausländerbehörde (Drittstaatsangehörige) bzw. bei den Bürgerdiensten (EU-Bürger) anmelden und persönlich erscheinen.

Dortmund: Neues Hilfsangebot für Zugewanderte „MigraDO“ – ehemalige Barrieren werden aufgelöst

Die Stadt habe mit dem neuen Hilfsangebot auch Behörden-Probleme lösen können. Demnach habe es in der Vergangenheit diverse Probleme zwischen Behörden und den Zuwanderern gegeben, die die Integration erschwerten. Vor allem in der Kommunikation.

Eine Projektgruppe habe daraufhin die Prozesse untersucht und das „MigraDO“ entwickelt, das diese Probleme nun auflösen wolle. „MigraDO“ biete Zuwanderern außerdem eine Orientierung in der Schwemme an Unterstützungsangeboten an, denn durch diese Menge sei es oftmals schwer einen Überblick zu behalten.

Dortmund: „MigraDO“ – ein Zusammenschluss aus verschiedenen Partnern entsteht

Das neue Dienstleistungszentrum werde auch von der Europäischen Union gefördert und arbeite Hand in Hand mit verschiedenen Trägern, Ämtern der Stadt und dem Jobcenter zusammen.

Als Lotse leite das „MigraDO“ auch an externe Anlaufstellen wie „lokal willkommen“, Willkommen Europa, das Dienstleistungszentrum Bildung oder die Migrationsberatungsstellen weiter. Das gemeinsame Ziel aller Partner sei: Migranten gut willkommen heißen.

Mehr zum Thema