Tag der Arbeit

Neonazi-Demo am 1. Mai in Dortmund eskaliert: Polizei setzt Schlagstöcke ein

Am Tag der Arbeit gab es in Dortmund zahlreiche Demonstrationen und Versammlungen. Dabei gab es auch Ausschreitungen.

Update, Sonntag (1. Mai), 18.48 Uhr: Auch die Polizei Dortmund hat den Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray mittlerweile bestätigt. „Der Protest gegen die rechtsextremistische Versammlung blieb hingegen nicht immer friedlich“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Hilfsmittel seien eingesetzt worden, um „weiteres Vordringen“ zu verhindern. Dabei seien „beide Seiten“ verletzt worden. Ob es sich dabei um Gegenprotestler, der Polizei selbst oder um Rechtsextremisten handelte, ist aber nicht genauer aufgeführt. „Die genaueren Umstände werden aufgearbeitet und befinden sich in der Klärung“, heißt es. Zwei Gegenprotestler seien in Gewahrsam genommen worden.

Demo in Dortmund: Polizei setzt Schlagstöcke ein – Teilnehmer verletzt

Update, Sonntag (1. Mai), 16.11 Uhr: Aus mehreren Quellen ging bereits hervor, dass es zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen sei. Die autonome Antifa aus Dortmund berichtet in einer Pressemitteilung, dass Polizisten auch Schlagstöcke und Pfefferspray während der Demo eingesetzt hätten. Dabei sei mindestens eine Teilnehmerin mit einer Platzwunde verletzt worden – weitere Demonstranten hätten Augenreizungen.

Demo in Dortmund beendet: Programm am 1. Mai geht wieter

Update, Sonntag (1. Mai), 15 Uhr: Auf der DGB-Demo im Westfalenpark ist die Politikrunde der Spitzenkandidaten aus NRW beendet. Jetzt folgt ein Programm für Kinder und Familien.

An den Orten Sonnenplatz und Möllerbrücke bestehen derzeit Verkehrseinschränkungen aufgrund der Demonstrationen.

Polizisten bereiten sich in der Dortmunder Innenstadt auf nahende Demo-Teilnehmer vor.

Update, Sonntag (1. Mai), 14.45 Uhr: Der Start des Neonazi-Zuges hat sich verzögert. Grund dafür war laut Polizei Dortmund die Überprüfung, ob bei den Demonstranten durch ein paramilitärisches Auftreten Gewaltbereitschaft vermittelt werde. Die Polizei dulde kein „einschüchterndes und angsteinflößendes Auftreten von Rechtsextremisten“, teilte sie in einer Pressemeldung mit. Die Anzahl der Fahnen wurde daher auf 20 beschränkt. Etwa 220 Neonazis haben anschließend mit den Demo-Zug durch die Stadt begonnen.

An mehreren Orten im Kreuzviertel trifft der Demo-Zug der Neonazis auf Gegendemonstranten der Antifa. Es ist zu Durchbruchsversuchen und Attacken gegenüber Polizisten gekommen. Die Antifa-Anhänger mussten nach Angaben der Polizei zum Teil mit Pfefferspray und Schlagstöcken aufgehalten werden. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. In Dortmund ist weiterhin mit erheblichen Einschränkungen im Verkehr zu rechnen.

Auseinandersetzung zwischen Polizei und Demonstranten in Dortmund

Update, Sonntag (1. Mai), 13.30 Uhr: Wie die Ruhrnachrichten berichten, seien nach Angaben der Polizei mehrere Hundert Antifa-Anhänger durch Polizeiabsperrungen durchgebrochen. Dabei sei es zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen.

Update, Sonntag (1. Mai), 13.05 Uhr: Auf der Demonstration des DGB haben die Redebeiträge im Westfalenpark begonnen. Die Gewerkschaftlerin Ulrike Hölters hat sich zuerst deutlich gegen die Demonstrationen der Neonazis ausgesprochen. Anschließend hält DGB-Landesvorsitzende Anja Weber die Mai-Rede.

Demo in Dortmund: Polizei-Blockaden wurden teilweise durchbrochen

Update, Sonntag (1. Mai), 13.00 Uhr: Antifaschistische Gruppen versuchen an die Route der Neonazi-Demonstrationen zu gelangen. Dabei brechen die Demonstranten teilweise durch die Polizei-Blockaden. Die BILD und die Antifa berichten von Schlagstock-Einsätzen der Polizei.

Update, Sonntag (1. Mai), 12.55 Uhr: Die Kundgebungen der Neonazis haben bereits begonnen. Der Dortmunder Neonazi Sascha Krolzig hat dabei eine Rede gehalten. Das war sein erster öffentlicher Auftritt seit seiner Haftentlassung. Während der Rede stellen sich zahlreiche Neonazis auf. Die rechte Gruppierung werde sich gleich auf die Demo-Route begeben.

Henrik Wüst und Thomas Kutschaty demonstrieren in Dortmund

Update, Sonntag (1. Mai), 12:45 Uhr: Die Demonstration des DGB ist am Westfalenpark in Dortmund angekommen. Unter den Demonstranten sind auch Spitzenpolitiker Henrik Wüst (CDU), Thomas Kutschaty (SPD), Mona Gebaur (Grüne) und Jules El-Khatib (Die Linke) dabei. Joachim Stamp (FDP) hat nicht am Demozug teilgenommen und stößt erst im Park dazu. Das Programm auf der Festwiese beginnt mit einer halben Stunde Verspätung.

Auch Spitzenpolitiker aus NRW sind bei der DGB-Demo in Dortmund dabei.

Update, Sonntag (1. Mai), 12.30 Uhr: Um gegen die Demonstration der rechten Kleinpartei „Die Rechten“ vorzugehen, haben sich in Dortmund seit halb 12 Antifaschisten für Kundgebungen versammelt. Antifaschistische Gruppen und das Bündnis BlockaDO rufen dazu auf, den Marsch der rechtsextremen Gruppe zu unterbinden.

Update, Sonntag (1. Mai), 10.15 Uhr: Da die Route der Demonstrationen der Partei „Die Rechte“ durch einige Wohnviertel verläuft, wurden Schilder für das Umparken der Autos in den Wohnstraßen angebracht. Viele Anwohner haben gegen die rechte Demonstration Protestschilder aufgehängt, mit Aufschriften wie „Nazis not welcome“. Trotzdem wurden zahlreiche Fahrzeuge durch Abschleppwagen abgeschleppt.

Dortmund: Demonstrationen am Tag der Arbeit – Verkehrseinschränkungen in Teilen der Stadt

Erstmeldung, Sonntag (1. Mai): Die Polizei Dortmund rechnet am Sonntag (1. Mai) mit erheblichen Einschränkungen im Verkehr. Am Tag der Arbeit sind in der Stadt mehrere große Demonstrationen und Versammlungen geplant, die sich unter anderem durch das Kreuzviertel, den Stadtteil Dorstfeld und im Bereich des Dortmunder Hauptbahnhofs angekündigt haben.

DatumSonntag, 1. Mai
FeiertagTag der Arbeit
EreignisVerkehrsbeeinträchtigungen durch Demonstrationen und Versammlungen

Die Polizei rechnet mit einem Großeinsatz der Beamten. Eine Demonstration der rechtsextremistischen Partei „Die Rechte“ findet in der Nähe des Hauptbahnhofs statt. Rund 200 Demonstranten werden laut Partei dabei erwartet. Beginnen soll die Demonstration gegen 12 Uhr am nördlichen Ausgang des Hauptbahnhofs, wie die Ruhr Nachrichten berichten.

Anschließend soll der Demo-Zug über die Grüne Straße, Schützenstraße, Brinkhoffstraße, Königswall, Rheinische Straße und Lindemannstraße verlaufen. Am Sonnenplatz sei dann eine Zwischenkundgebung geplant (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

Danach verläuft die Route über die Sonnenstraße durch die Unterführung am S-Bahnhof Dortmund-West zur Langen Straße. Bis zur Abschlusskundgebung am S-Bahnhof Dortmund-Dorstfeld, durchqueren die Demonstranten der rechten Partei noch die Heinrichstraße, Rheinische Straße und die Wittener Straße. Der Partei wurden im Vorhinein strenge Auflagen für die Demonstration sowie eine Änderung der eigentlich geplanten Route zugestellt worden, teilte die Polizei mit.

Viele Autos mussten aufgrund der Demo der Rechten abgeschleppt werden.

Dortmund: 1. Mai Feiertag bringt Verkehrsbeeinträchtigungen – Demonstrationen und Versammlungen

Zahlreiche Bündnisse und Privatpersonen haben bereits Gegenkundgebungen angekündigt. Das Bündnis „Dortmund gegen Rechts“ hält ab 12 Uhr eine Kundgebung am Westentor. Die „Naturfreunde Dortmund-Kreuzviertel“ demonstriert am Vinckeplatz und die Partei „Bündnis 90/Die Grünen“ an der Steinwache am Hauptbahnhof. Am Westentor und an anderen Orten in Dortmund habe BlockaDO ebenfalls Kundgebungen angemeldet.

Teilnehmer demonstrieren bei einer zentralen Maikundgebung des DGB in NRW (Archivbild).

Der Westpark werde am Sonntag (1. Mai) Schauplatz für Kundgebungen der anarchistischen Mai-Demonstration. Laut Polizei verläuft der Demo-Zug dann über die Lange Straße, Rheinische Straße und den Wall zum Dortmunder U. Im Park der Partnerstädte ist eine Zwischenkundgebung geplant, wonach es dann weiter über den Wall Richtung Nordstadt, über die Leopoldstraße, Steinstraße, Grüne Straße in die Blücherstraße gehen soll. Die Abschlusskundgebung sei im Blücherpark geplant.

Dortmund: Tausende Demonstranten ziehen durch die Stadt – NRW-Spitzenpolitiker im Westfalenpark

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) demonstriert zudem mit voraussichtlich etwa 3.000 Teilnehmern ab 11 Uhr am Platz der Synagoge. Die Demo-Route verläuft dann über die Hansastraße, Hohe Straße, Saarlandstraße, Ruhrallee und Maurice-Vast-Straße und endet im Westfalenpark. Dort sei ein Kultur- und Familienfest geplant, teilte eine Polizeisprecherin den Ruhr Nachrichten mit. Bei der Kundgebung im Park werden zudem NRW-Spitzenpolitiker Hendrik Wüst (CDU), Thomas Kutschaty (SPD), Mona Neubaur (Grüne), Joachim Stamp (FDP) und Jules El-Khatib (Die Linke) auf dem Podium sitzen, berichtet die WAZ.

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