Bild: Martin Nefzger/RUHR24

Im Fall des mutmaßlichen Mordkomplotts einiger Schüler gegen ihren Lehrer hat die Martin-Luther-King-Gesamtschule Konsequenzen gezogen: Zwei Tatverdächtige fliegen von der Schule in Dortmund-Dorstfeld.

Einer von ihnen, ein 16-Jährige Jugendlicher, soll sauer wegen einer Benotung gewesen sein. Daraufhin hat er bisherigen Ermittlungen zufolge einen 17-Jährigen Mitschüler und einen 18-Jährigen ehemaligen Schüler dazu angestiftet, den Lehrer in einen Hinterhalt zu locken und mit einem Hammer zu erschlagen.

Schüler direkt nach Angriff suspendiert

Die Schüler simulierten einen medizinischen Notfall, doch der Lehrer bemerkte rechtzeitig den Hinterhalt. Anschließend planten die Schüler einen zweiten Angriff.

Sofort nachdem die Tat bekannt wurde, suspendierte die Martin-Luther-King-Gesamtschule in Dortmund-Dorstfeld den 16-Jährigen und den 17-Jährigen. Sie durften das Schulgelände nicht mehr betreten.

Polizei ermittelt wegen versuchtem Mord

Nach dpa-Informationen sind beide Schüler nun endgültig von der Schule geflogen. Die Bezirksregierung habe am Freitag die Entscheidung der Schule bestätigt, sagte ein Behördensprecher der Nachrichtenagentur.

Die 17 und 18 Jahre alten Tatverdächtigen haben die Tat bereits gestanden, der 16-Jährige bestreitet die Vorwürfe. Gegen alle drei ermittelt die Polizei wegen versuchten Mordes und Verabredung zu einem Verbrechen.

+++ Straftaten an NRWs Schulen rückläufig +++

Alle Tatverdächtigen sind auf freiem Fuß. Es ist außerdem möglich, dass es nicht zu einer Anklage kommen wird. Die Ermittlungen dauern noch an.

Update, Mittwoch (17. Juli) 2019: Nach der Attacke auf einen Lehrer der Martin-Luther-King-Gesamtschule in Dortmund hat die Staatsanwaltschaft jetzt Anklage gegen drei Jugendliche unter anderem wegen versuchten Mordes erhoben.