Extinction Rebellion startete Protest

Besetzte Brücke in Dortmund: Polizei löst Klima-Demo mit Gewalt auf – Beamte tragen Aktivisten weg

Umweltaktivisten von Extinction Rebellion besetzen seit Samstagmorgen die Möllerbrücke im Kreuzviertel in Dortmund. Die Brücke ist eine wichtige Zufahrt in die Innenstadt.
+
Umweltaktivisten von Extinction Rebellion besetzen seit Samstagmorgen die Möllerbrücke im Kreuzviertel in Dortmund. Die Brücke ist eine wichtige Zufahrt in die Innenstadt.

Umweltaktivisten von Extinction Rebellion besetzten am Samstag die Möllerbrücke in Dortmund. Die Polizei musste die Demo mit Gewalt auflösen.

  • Umweltaktivisten besetzen seit Samstagmorgen die Möllerbrücke in der Innenstadt von Dortmund.
  • Die Polizei ist vor Ort, um den Protest schnell aufzulösen.
  • Doch die Aktivisten sind zu keiner schnellen Klärung bereit. Sie sind gekommen, "um zu bleiben".

Update, Samstag (1. August) 19.40 Uhr: Nachdem die Polizei den Klima-Aktivisten von Extinction Rebellion die Möglichkeit gegeben hatte, sich bis 17 Uhr von der Möllerbrücke zu entfernen, dieser Forderung aber keiner der Demonstranten nachkam, lösten die Beamten die Demo auf. Der Verkehr rollt wieder.

Manche der Aktivisten mussten von der Polizei sogar weggetragen werden, weil sie sich so vehement geweigert hatten, die Brücke zu verlassen. 

Insgesamt 25 Platzverweise hätten die Beamten gegenüber den Aktivisten ausgesprochen. Das teilte Extinction Rebellion via Twitter mit.

Dortmund: Klima-Aktivisten sollen Möllerbrücke im Kreuzviertel bis 17 Uhr räumen

Update, Samstag (1. August), 16.30 Uhr: Noch eine halbe Stunde haben die Aktivisten Zeit, die Möllerbrücke in Dortmund zu verlassen. 

Die Polizei hat ihnen eine Frist bis 17 Uhr gesetzt. Was danach passiert, teilten sie nicht mit.

Update, Samstag (1. August), 16 Uhr: Die Aktivisten von Extinction Rebellion besetzen noch immer die Möllerbrücke in Dortmund. Interessierte seien nach wie vor eingeladen, sich an dem Protest zu beteiligen und sich über die Klima-Probleme zu informieren.

Erstmeldung: Dortmund - Seit 10.30 Uhr am Samstagmorgen (1. August) blockieren rund 80 Klimaaktivisten von "Extinction Rebellion" die Möllerbrücke im Kreuzviertel in Dortmund. Die Brücke gilt als einer der wichtigsten Verkehrspunkte der Innenstadt - der Verkehr liegt lahm.

Umweltschutzbewegung

Extinction Rebellion

Gründung

Mai 2018

Gründer

Roger Hallam, Gail Bradbrook

Dortmund: Klimaaktivisten besetzen Möllerbrücke in der Innenstadt von Dortmund

Aufklärung über die Klima-Krise, Klima-Neutralität bis 2025 und Maßnahmen gegen die ökologische Katastrophe und das Artensterben - all das fordern die Aktivisten der Umweltschutzbewegung "Extinction Rebellion" für die Stadt Dortmund

Um dies zu erreichen, besetzen die Aktivisten seit 10.30 Uhr die Möllerbrücke im Dortmunder Kreuzviertel unweit der Innenstadt. Mit großen Plakaten und Bannern machen sie auf ihr Anliegen aufmerksam. "Klima-Krise und Artensterben stoppen" ist darauf unter anderem zu lesen.

Viele der Aktivisten sitzen auf der Straße, manche von ihnen spielen sogar Gitarren-Musik. "Wir sind gekommen, um zu bleiben!", heißt es auf der offiziellen Twitter-Seite von Extinction Rebellion Dortmund. Sogar einen Pavillon haben die Aktivisten, von denen die meisten einen Mundschutz tragen, aufgebaut. 

Aktivisten von Extinction Rebellion demonstrieren in ganz Deutschland. Wie zum Beispiel hier vor der SPD-Zentrale in Berlin.

Dortmund: Polizei beobachtet Demo an der Möllerbrücke im Kreuzviertel

Wie die Ruhr Nachrichten berichten, seien mehrere Polizisten vor Ort, um die bislang friedliche Demonstration zu beobachten. Ihr Einsatzleiter ist mitten im Geschehen und sucht den Kontakt zu den Aktivisten. 

Angemeldet sei die Demo nicht gewesen, heißt es. Ziel sei es nun, sie "versammlungsfriedlich" zu begleiten und eine schnelle Lösung zu finden, damit der Verkehr schon bald wieder fließen könne.

Seitens der Aktivisten ist eine schnelle Klärung aber wohl nicht im Sinne. Einige wollen bis zum Abend an der Möllerbrücke bleiben.

Dortmund: Aktivisten fordern schnelles Handeln der Stadt, um die Klima-Krise zu beenden

"Wir sprechen seit anderthalb Jahren über die Klimakrise, aber gehandelt wurde immer noch nicht. Stattdessen verbrennt die Stadt Dortmund zusammen mit RWE bis 2038 Kohle und blockiert eine ambitionierte Verkehrswende", so Dominik Lange, Extinction-Rebellion-Aktivist aus der Ortsgruppe Dortmund

Wir sehen uns deshalb gezwungen, mit unserem friedlichen Regelübertritt die Dortmunder Politik zum Handeln zu bewegen. Wir entschuldigen uns für die Störung und fordern gleichzeitig die Dortmunder Bevölkerung auf, sich uns anzuschließen", so der Aktivist weiter.

Mehr zum Thema