Stadtentwicklung

Dortmund will eine Alternative zum Treffpunkt Möllerbrücke schaffen

Die Möllerbrücke in Dortmund ist ein beliebter Treffpunkt. Es wird gefeiert und auch getrunken – und oft wird es dann zu laut. Zeit, jungen Menschen ein besseres Angebot zu machen.

Dortmund – In beinahe regelmäßigen Abständen muss die Polizei in Dortmund eingreifen, wenn an der Möllerbrücke wieder einmal „zu hart“ gefeiert wird. Häufig geht es dabei um Ruhestörungen oder Konflikte zwischen Betrunkenen. Besonders seit der Corona-Pandemie entwickelte sich die Brücke zum regelrechten Party-Hotspot – schlicht, weil gerade Jugendlichen Alternativen fehlen, um sich zu treffen. Das will die Stadt nun ändern.

StadtDortmund, NRW
OrtMöllerbrücke
StadtviertelKreuzviertel

Beliebter Treffpunkt in Dortmund: Jugendliche feiern an der Möllerbrücke

Der letzte Polizeieinsatz an der Dortmunder Möllerbrücke ist erst wenige Tage her. Am 17. September hatten Einsatzkräfte eine Party mit 250 Menschen auflösen müssen, als die Situation plötzlich eskalierte. Es kam zu „unschönen Szenen“, wie es die Stadt in einer aktuellen Pressemitteilung nennt: Die Polizei hatte Schlagstöcke zum Einsatz gebracht, das Partyvolk hatte die Beamten mit Flaschen beworfen.

Eine unhaltbare Situation. Für die Anwohner, welche regelmäßig aus dem Schlaf geworfen werden, aber auch für die Stadt. Deshalb soll Jugendlichen in Dortmund nun ein besseres Angebot gemacht werden, als sich zum „Möllern“ zu treffen.

„Jugendliche brauchen andere Treffpunkte als die Möllerbrücke“, ist sich Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) sicher. Also sollen alle Angebote für Jugendliche nun auf den Prüfstand gestellt werden.

Dortmund will Alternativen zur Möllerbrücke für Jugendliche schaffen

In diesem Atemzug will die Stadt auch gleich alle Spielplätze der Stadt unter die Lupe nehmen. Doch während die allgemein als „in gutem Zustand“ gelten, fehlt es offenbar vor allem für die Älteren an guten Treffpunkten und Alternativen zur Möllerbrücke.

„Jugendliche brauchen gute, coole Treffpunkte“, weiß Westphal. Doch nicht nur darum gehe es. Sondern auch um die Anwohner, „die ab 22 Uhr ihre Ruhe benötigen.“

Pumptracks oder Skateparks als Jugendangebot - eine echte Alternative?

Also soll es bald schönere Treffpunkte für Jugendliche geben. Das könnten zum Beispiel Skateparks sein, sagt die Stadt. Weiter sind die Planungen in Dortmund offenbar aber noch nicht. Aktuell sollen zunächst einmal alle 362 Flächen, die die Stadt für Kinder und Jugendliche vorsieht, genau unter die Lupe genommen werden.

Zu denen gehören allerdings auch viele Spielplätze für die kleineren Kinder – auf denen feiernde Jugendliche ebenso wenig erwünscht sind, wie an der Möllerbrücke.

Dortmund: Investitionen in Spielplätze und Skateparks

Für alle Spielplätze immerhin ist klar, dass 75 Prozent in einem guten oder sehr guten Zustand sind. Die restlichen 25 Prozent sollen jetzt nachgerüstet und moderner werden. Zudem sollen Eltern Spielplätze häufiger „direkt vor der eigenen Haustür finden“ und nicht erst mit ihren Kindern ins Auto oder auf Fahrrad steigen müssen, um zu einem Spielplatz zu gelangen.

Nach der Bestandsaufnahme aller Flächen sollen dann aber Investitionen in alle „Räume für Kinder und Jugendliche“ erfolgen. Also auch in jene, die wirklich für die Älteren vorgesehen sind.

Rubriklistenbild: © Daniele Giustolisi/RUHR24

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