Party-Hotspot

Dortmund: Party-Eskalation an der Möllerbrücke – Polizei plant Spezial-Einsatz

Nach den Gewaltszenen an der Möllerbrücke, will die Polizei Dortmund die Party-Szene nun besser in den Griff bekommen. Es soll einen Spezial-Einsatz geben.

Dortmund – Die Möllerbrücke im Kreuzviertel von Dortmund hat sich zu einem der beliebtesten Party-Hotspots der Stadt unter freiem Himmel entwickelt. Doch mit steigendem Alkohol-Pegel ist die Lage dort zuletzt immer wieder eskaliert. Jetzt will die Polizei Dortmund durchgreifen.

StadtDortmund
OrtMöllerbrücke
StadtbezirkInnenstadt-West (Kreuzviertel)

Dortmund: Party an der Möllerbrücke – Polizei kündigt Spezial-Einsatz an

An diesem Wochenende (24. / 25. September) kündigen die Ordnungshüter einen Spezial-Einsatz vor Ort ein. Einsatzkräfte werden dann „in den relevanten Zeiten verstärkt Präsenz zeigen“, heißt es aus dem Präsidium. Doch dabei soll es nicht bleiben.

Auch an den künftigen Wochenenden will die Polizei an der Möllerbrücke verstärkt Präsenz zeigen und „konsequent gegen Straf- und Gewalttaten in diesem Bereich vorgehen.“

Eskalation an der Möllerbrücke: Polizei Dortmund will Party in Schach halten

Hintergrund der verstärkten Polizeipräsenz sind unter anderem die Vorkommnisse am vergangenen Freitag (17. September). Nachdem sich Anwohner über Lärm beschwert hatten, schritt die Polizei ein. Die Aggressionen schaukelten sich dabei so hoch, dass sogar Pfefferspray und Schlagstöcke seitens der Polizei Dortmund zum Einsatz kamen.

Im nahegelegenen Westpark kam es in diesem Sommer sogar im Umfeld der Party-Szene zu einem schockierenden Vorfall: Ein 22-Jähriger wurde erschossen und starb. Einen Tag nach dem Vorfall kam es zu Ausschreitungen an der Möllerbrücke.

Polizei Dortmund will Anwohner im Kreuzviertel vor Party an Möllerbrücke schützen

Die Polizei will solche Eskalationen nun schon vorab im Keim ersticken und dauerhaft an den Wochenenden Präsenz zeigen – auch um die Anwohner im dicht besiedelten Kreuzviertel zu schützen (Hier weitere News zum Thema Kriminalität in NRW bei RUHR24 lesen).

Zudem wird bereits der jüngst neu bei der Stadt eingestellte „Nachtbeauftragte“ – Christoph Stemann – als Vermittler vor Ort gefordert. Auch er soll dafür sorgen, dass Ruhe an der Möllerbrücke einkehrt.

Im Sommer 2021 ist es nahe der Möllerbrücke in Dortmund zu tödlichen Schüssen auf einen 22-Jährigen gekommen.

Ralf Ziegler, Stellvertreter des Polizei-Chefs Gregor Lange meint: „Wir haben nichts dagegen, wenn junge Menschen sich treffen und gemeinsam feiern. Gerade nach der langen Corona-Zeit ist dies mehr als verständlich.“ Dennoch müsse das Feiern „friedlich, ohne Gewalt und natürlich auch mit Rücksicht auf die Anwohnenden“ geschehen.

Rubriklistenbild: © RUHR24, Polizei Dortmund; Collage: RUHR24

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