Harte Corona-Zeiten

Großkreutz-Lokal in Dortmund: Corona-Schock - „Weiß nicht, wie es weitergeht“

Das „Mit Schmackes“ in Dortmund.
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Das „Mit Schmackes“ in Dortmund kämpft in der Corona-Krise ums Überleben.

Die Gastroszene in Dortmund kämpft weiterhin ums Überleben. Der Betreiber von „Mit Schmackes“ hat jetzt ein emotionales Video veröffentlicht.

Dortmund - Nach der ersten Corona-Welle im Frühjahr hatte sich die Situation für Kneipen, Bars und Restaurants im Sommer wieder etwas beruhigt. Unter strengen Pandemie-Auflagen ging der Betrieb weiter. Der „Lockdown light“ zwingt viele Gastronomen in Dortmund jetzt erneut in die Knie - ein Betreiber aus Dortmund hat ehrliche Worte für die aktuelle Lage gefunden.

StadtDortmund
Fläche280,7 km²
Einwohner603.609 (2019)

Betreiber von „Mit Schmackes“ in Dortmund lädt Video bei Instagram hoch

„Nach einer ganz schön langen Zeit melde ich mich mal wieder auf diesem Wege“, beginnt Christopher Reinecke seine Video-Ansprache, die er am Sonntag (15. November) bei Instagram hochgeladen hat.

Der Betreiber der beliebten Kneipe „Mit Schmackes“ in der Dortmunder Innenstadt hat einiges auf dem Herzen. Denn auch an dem Gastronomen, der das Restaurant an der Hohen Straße mit Ex-BVB-Spieler Kevin Großkreutz betreibt, geht die derzeitige Corona-Situation nicht spurlos vorbei. (Mehr Corona-News in NRW im Live-Ticker auf RUHR24.de).

„Mit Schmackes“ in Dortmund: Betreiber spricht von „Schockstrarre“

Reinecke hoffe, dass es allen den „Umständen entsprechend gut“ gehe. Gesund zu sein, sei nach wie vor das wichtigste. Gleichzeitig habe der „Mit-Schmackes“-Betreiber ein Anliegen. In dem Video erklärt er die aktuelle Situation seines Restaurants und geht auf Fragen seiner Gäste ein.

„Wir haben 14 Tage gebraucht, um uns wirklich mal wieder zu schütteln und um aus der Schockstarre herauszukommen“, so Reinecke auf Instagram. Nun sei man leider zu dem Schluss gekommen, dass es aktuell keinen Sinn ergibt, wiederzueröffnen oder Essen to-go anzubieten.

Harte Zeiten für „Mit Schmackes“ in Dortmund: „Müssten 300 Portionen Schnitzel verkaufen“

Um auf „plus minus null“ zu kommen, müsste man um die 300 Portionen Schnitzel verkaufen - und das sei gerade einfach nicht möglich, so der Betreiber. Es sei nun wichtig, von Tag zu Tag zu schauen, wie sich alles entwickelt.

Außerdem hofft Christopher Reinecke weiterhin auf die Unterstützung für sein Team und auch andere Gastronomen in Dortmund. Die Leute sollten weiterhin Gutscheine kaufen und gute Bewertungen vergeben, wenn sie zufrieden waren.

Trotz Corona-Krise: Übernahme des „Kumpel Erich“ in Dortmund ist noch nicht vom Tisch

Gleichzeitig gibt der Kollege von Kevin Großkreutz offen und ehrlich zu, dass auch er Angst hat und „nicht weiß, wie es weitergeht.“ Trotzdem sei auch die Übernahme des „Kumpel Erich“ im Dortmunder Kreuzviertel weiterhin ein Thema für die beiden Gastronomen.

Die Kneipe an der Ecke Kreuzstraße/Lindemannstraße steht seit fast einem Jahr leer. Reinecke und Großkreutz wurden bereits im Januar dieses Jahres mit ihr in Verbindung gebracht. Ein neues Konzept sollte her - „wir können es uns sehr gut vorstellen, das ist ein sehr interessanter und geschichtsträchtiger Standort“, so Reinecke damals.

Gastronom aus Dortmund hofft, dass nächstes Jahr alles wieder besser wird

Die Corona-Krise ließ die Pläne dann jedoch ins Stocken geraten. Aufgeschoben heißt bei den Betreibern vom „Schmackes“ jedoch nicht aufgehoben: „Ich glaube nämlich, dass man auch ein bisschen Hoffnung benötigt und dass wir alle gemeinsam hoffen, dass es nächstes Jahr wirklich besser wird“, so Reinecke in seinem Video.

Video: Eilantrag gegen Corona-Maßnahmen: Die Gastronomie kämpft

Dann nämlich wolle man neue Arbeitsplätze schaffen und womöglich für das neue „Kumpel Erich“ ein Konzept auf die Beine stellen, das auch zum „Mit Schmackes“ passt. Denn dann freue sich Reinecke darauf, „dass wir in Zukunft alle gemeinsam wieder unbeschwert Spaß haben“ und zusammen mit Freunden essen gehen können.

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