Mehr Geld für den öffentlichen Nahverkehr in Dortmund - bis zu 34 Millionen pro Jahr

Eine Straßenbahn der DSW21 in Dortmund. Foto: Jörg Schimmel
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Eine Straßenbahn der DSW21 in Dortmund. Foto: Jörg Schimmel

Dortmund/NRW - Der öffentliche Nahverkehr soll attraktiver werden. Um mehr Menschen in Bus und Bahn zu locken, wird in Dortmund viel Geld investiert. Das plant die DSW21:

Ab 2020 wollen die Dortmunder Stadtwerke (DSW21) mindestens 34 Millionen Euro pro Jahr in den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs investieren. Unterstützung erhält das kommunale Unternehmen dabei vom Bund. Das plant die DSW21:

  • Ab 2020 sind in Dortmund höhere Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr geplant.
  • Die Investitionen sollen zur Verkehrswende und somit zum Klimaschutz beitragen.
  • Unter anderem sollen neue Stadtbahnwagen und Busse angeschafft werden.

DSW21 investieren mehr in Bus und Bahn in Dortmund

Neue Gleise und Weichen, neue Busse und Stadtbahnen, außerdem ein besserer Service und Komfort: Um den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu machen haben sich die Dortmunder Stadtwerke (DSW21) ehrgeizige Ziele gesteckt. Um die zu erreichen, will das kommunale Unternehmen ab 2020 jährlich rund 34 Millionen Euro investieren.

Das entspricht einer Steigerung um rund 14 Millionen Euro - im laufenden Jahr investierte die DSW21 rund 20 Millionen. Die sollen in Zukunft unter anderem durch Mittel des Bundes ergänzt werden. Der hatte als Teil seines Klimaschutzprogrammes vergangene Woche mehr Geld für den Nahverkehr in den Kommunen in Aussicht gestellt.

Bund stellt mehr Geld für die Verkehrswende bereit

Bis zu eine Milliarde Euro pro Jahr und sogar zwei Milliarden jährlich will der Bund für den Ausbau des ÖPNV (Öffentlicher Personen-Nahverkehr) zur Verfügung Stellen. Ein Teil davon wird wohl auch nach Dortmund fließen - zusätzlich zu den 100 Millionen, die das Land NRW bis 2031 in den Dortmunder Nahverkehr investieren will.

Durch die Zuwendungen von Bund und Land kann die DSW21, die beim Mund-Nasenschutz in der Coronavrus-Krise hat durchgegriffen hat, mehr Geld in die Erneuerung und Instandhaltung ihres Schienen- und Busnetzes stecken. "Die Rahmenbedingungen für Erneuerungs- und Modernisierungsmaßnahmen werden sich in den kommenden Jahren massiv verbessern", sagt Humbert Jung, Verkehrsvorstand bei DSW21, laut einer Pressemitteilung des Unternehmens. Das plant ab 2020 folgende Projekte:

Diese Maßnahmen sind in Dortmund geplant

  • Die DSW21 will die fünf großen Stellwerke des Stadtbahnnetzes erneuern. Als erstes sollen die Bauarbeiten 2020 am Stellwerk Reinoldikirche beginnen. Allein dort werden rund 30 Millionen Euro investiert.
  • Zudem investiert die DSW21 in den nächsten Jahren etwa 200 Millionen Euro in die Anschaffung neuer Stadtbahnwagen.
  • Auch der Kauf von E-Bussen ist geplant, sobald diese über eine entsprechende Reichweite verfügen. Kosten: rund 33 Millionen Euro.

Ob durch die Bauarbeiten an der Reinoldikirche mit Einschränkungen zu rechnen ist, ist noch nicht bekannt. Bemerken werden die Fahrgäste aber in jedem Fall die neuen Busse und Bahnen, die in den nächsten Jahren durch Dortmund fahren sollen.