Streit in Westfalenmetropole

Dortmund: Wegen Eskalation um „BVB-Weg“ werden Umweltschützer laut

Die nächste Eskalation im Streit um einen Weg von der Dortmunder City zum BVB-Stadion steht bevor. Umweltschützer planen gleich zwei Aktionen.

Dortmund – Der Streit um die Sperrung eines Fußwegs über das Gelände der Westfalenhallen Dortmund nimmt kein Ende. Jetzt soll es sogar eine Demonstration dafür geben, dass die Verbindung zwischen Innenstadt und BVB-Stadion geöffnet bleibt. Und das ist längst nicht alles.

Stadt Dortmund
LandNRW
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)

Dortmund: Weg zum BVB-Stadion sorgt für Ärger bei Naturschützern

Den Initiatoren der Demo am 7. November geht es dabei aber herzlich wenig um Fußball. Sie wollen die Wegverbindung zwischen Kreuzviertel/B1 und dem BVB-Stadion geöffnet wissen, um den Weg in die südlich gelegenen Naherholungs- und Freizeiteinrichtungen nicht zu versperren. So befinden sich südlich des Westfalenstadions etwa das Naturschutzgebiet Bolmke sowie das Volksbad.

Und, na klar, auch das BVB-Stadion wird von vielen Fans über ebenjenen Fußweg zwischen der Messehalle 3 und Halle 4 genutzt. Doch die Westfalenhallen schafften jüngst Fakten, sperrten den Weg mal aufgrund von Sicherheitsbedenken, dann öffneten sie ihn plötzlich wieder. Irritation kam auf. Welche Regelung herrscht den nun für Fußgänger und Radfahrer? Und wann müssen sie den Umweg über den Rosengarten beziehungsweise den Rabenloh nehmen?

Stadt Dortmund will am 18. November über Weg auf Messegelände beraten

Die Stadt Dortmund will am 18. November über das weitere Vorgehen auf dem Gelände der Messe Dortmund beraten. Ein Gutachten der DEKRA, das Sicherheitsbedenken beinhaltet, soll dabei geprüft werden.

Zum Hintergrund: Der Erbbaurechtsvertrag zwischen der Stadt Dortmund und den Westfalenhallen sieht vor, dass die Westfalenhallen GmbH den Weg dauerhaft uneingeschränkt für die Allgemeinheit offen halten muss.

Naturschützer fordern vier Dinge für Weg zu BVB-Stadion

Die Naturschützer– und Radfahrer, die in Dortmund am Sonntag (7. November) gegen die Sperrung demonstrieren wollen, fordern indes vier Punkte:

  • Keine voreilige Änderung des Vertrags zwischen Stadt und Westfalenhallen über Nutzung des Wegs am 18. November.
  • Veröffentlichung des DEKRA-Gutachtens und Bewertung aller vorgeschlagener Maßnahmen.
  • Erstellung eines unabhängigen Gutachtens, das aufzeigt, wie eine Sperrung vermieden werden kann.
  • Prüfen, ob der Weg öffentlich gewidmet werden kann.
Der Fußweg, um den es aktuell geht, befindet sich hinter der B1-Brücke an der Messe Dortmund.

Es ginge bei der Frage um Offenhaltung oder Sperrung des Weges auch um die Glaubwürdigkeit der Stadt, die sich Fahrrad- und Fußgängerfreundlich gebe.

Demo in Dortmund für Erhalt des Wegs zum BVB-Stadion

Die Demo startet am 7. November für Fahrradfahrer um 15 Uhr auf dem Friedensplatz und für Fußgänger auf dem Vinckeplatz im Kreuzviertel. Organisatoren und Unterstützer der Demo sind:

  • Aufbruch Fahrrad Dortmund
  • BUND Dortmund
  • ADFC Dortmund
  • Campus for Future
  • Fridays for Future
  • Parents for Future
  • Velo City Ruhr
  • VCD Dortmund-Unna
  • Naturfreunde Deutschlands OG Dortmund Kreuzviertel

Bei der Demo bleibt es übrigens nicht. So gibt es online bereits eine Petition zum Offenhalten des Wegs.

Rubriklistenbild: © Messe Dortmund

Mehr zum Thema