Maßnahmen im Januar

Mega-Entschärfung in Dortmund rückt näher: Tausende müssen im Januar wohl Wohnungen verlassen 

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Am Klinikum Dortmund ist ein Blindgänger gefunden worden

Dortmund steht im Januar eine Mega-Evakuierung bevor. Wegen vermutlich mehrerer Bomben-Entschärfungen müssen unter anderem zwei Kliniken geräumt werden.

  • Dortmund bereitet sich auf eine Mega-Evakuierung im Januar vor.
  • In der Nähe der Innenstadt werden Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet.
  • Mehrere Tausend Anwohner und zwei Kliniken sind von der Räumung betroffen.

Dortmund - Was erwartet die Anwohner in Dortmund, wenn es im Januar wegen einer Bomben-Entschärfung zu der Mega-Evakuierung kommt? Die Stadt Dortmund gab jetzt neue Informationen und Details zu den geplanten Maßnahmen bekannt.

Mega-Evakuierung in Dortmund: Maßnahmen beginnen am 11. Januar

Bereits Ende Oktober war klar: Die Stadt vermutet, dass sich unter der Erde an der Beurhausstraße, der Luisenstraße und im Kreuzungsbereich Rheinische Straße und Westentor Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg befinden. Ob es sich dabei tatsächlich um Bomben handelt, die entschärft werden müssen, könne jedoch erst durch eine Aufgrabung festgestellt werden. Mit diesen Aufgrabungen wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst Westfalen Lippe bereits am 11. Januar 2020 (Samstag) beginnen.

Im Zuge dessen müssten dann bereits die Städtischen Kliniken - die mit einem Tweet zur Entschärfung für Furore sorgen - sowie die Johannesklinik evakuiert werden. "Bei allen Anstrengungen, die im Zusammenhang mit dieser Maßnahme stehen, hat die Sicherheit aller Beteiligten die oberste Priorität", teilt die Stadt Dortmund in einer Pressemitteilung mit. Auch das Seniorenheim Christinenstift sowie das Seniorenhaus Josefa werden bereits am 11. Januar evakuiert. Die Bewohner ziehen vorübergehend in andere Einrichtungen und kehren dann am 13. Januar (Montag) zurück.

Evakuierung im Klinikviertel: Stadt Dortmund richtet Sperrungen ein

Um die Evakuierung der Kliniken - die schon jetzt dringend Blutspenden sammeln - möglichst behinderungsfrei durchführen zu können, richtet die Stadt im Klinikviertel ab dem 10. Januar (Freitag) um 6 Uhr Haltverbotszonen ein. Folgende Straßen sind davon betroffen:

  • Beurhausstraße auf der gesamten Länge
  • Alexanderstraße auf der gesamten Länge
  • Humboldtstraße von der Beurhausstraße bis Lange Straße
  • Josephstraße von Hiltropwall bis Humboldtstraße
  • Amalienstraße von Wilhelmstraße bis Langestraße
  • Wilhelmstraße von Beurhausstraße bis Humboldtstraße
  • Johannestraße von Hiltropwall bis Beurhausstraße

Diese Straßen werden während der Maßnahme zur Einbahnstraße. Die Beurhausstraße ist dann von Ost nach West befahrbar, nicht von der Möllerstraße. Alle weiteren Straßen sind nur von Süd nach Nord befahrbar, was auch zur Folge hat, dass die Verkehrsführung in der Johannesstraße für die Zeit umgekehrt wird.

Der Evakuierungsradius in Dortmund.

Bomben-Entschärfung in Dortmund macht Mega-Evakuierung notwendig

Wenn es dann am 12. Januar (Sonntag) im Bereich des Klinikviertels zur Entschärfung einer oder mehrerer Bomben kommen sollte, wird die Mega-Evakuierung vollständig durchgesetzt. Konkret bedeutet das, dass Tausende Anwohner am Sonntag ihre Wohnungen verlassen müssen. Zudem wäre der öffentliche Nah- und Fernverkehr extrem eingeschränkt. "Die erforderlichen Sperr- und Evakuierungsmaßnahmen werden durch die eingesetzten Kräfte ab diesem Zeitpunkt eingeleitet", heißt es von der Stadt.

Bislang sei noch nicht absehbar, wie lange die Evakuierung dauern wird. Anwohner werden gebeten, beim Verlassen der Wohnung notwendige Medikamente, Baby- und Spezialnahrung oder Dinge des besonderen Bedarfs ausreichend mitzunehmen. Auch die Haustiere müssen ausreichend versorgt sein.

Bei Mega-Evakuierung in Dortmund: Betreuungsstelle eingerichtet

Unterkommen können die betroffenden Anwohner während der Evakuierung in einer Betreuungsstelle in der Gesamtschule Scharnhorst. Busse sorgen für den Transport bis zur Stadtbahnstation Reinoldikirche. Von dort geht es mit der Bahn weiter nach Scharnhorst. Auch für Autofahrer gibt es am Wochenende extreme Einschränkungen. Bei der Mega-Evakuierung in Dortmund gibt es zahlreiche Parkverbote und Straßensperren. Autofahrern wird geraten, sich vorab zu informieren.

Bereits seit Wochen führt die Stadt Dortmund Sondierungsarbeiten durch. Hierbei wurden zuletzt auch Blindgänger am Hiltropwall vor dem Opernhaus und an der Hansastraße vermutet. Dort hatte sich der Bomben-Verdacht jedoch nicht bestätigt. 

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