Konsequentes Durchgreifen in Dortmund

Kontrollen gegen Masken-Muffel in Bus und Bahn: DSW21 zieht erstes Fazit

In Dortmund hat die DSW21 zuletzt vermehrt Nachlässigkeiten bei Fahrgästen bei der Maskenpflicht in Bus und Bahn festgestellt. Jetzt wird durchgegriffen.

  • Die DSW21 reagiert auf auftretende Nachlässigkeiten im Umgang mit der Maskenpflicht in Bus und Bahn.
  • Ab kommender Woche werden unangekündigte Schwerpunkt-Kontrollen in Dortmund durchgeführt.
  • Verweigern Fahrgäste hartnäckig das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, droht ein Verweis.

Update, Donnerstag (25. Juni), 22.00 Uhr: Dortmund - Seit nun knapp einer Woche kontrolliert die DSW21 verstärkt die Maskenpflicht in Bus und Bahn sowie an den Haltestellen. Jetzt zieht das Unternehmen eine erste Zwischenbilanz: "Die überwiegende Mehrheit der Fahrgäste hält sich grundsätzlich an die Maskenpflicht. Und diejenigen Fahrgäste, die wir ermahnen müssen, zeigen sich in den meisten Fällen einsichtig", sagt DSW21-Verkehrsvorstand Hubert Jung.

Dortmund: DSW21 zieht Fazit nach Schwerpunkt-Kontrolle

Er betonte aber auch, dass er die Kontrollen weiterhin für wichtig halte, da einige Fahrgäste noch nicht verinnerlicht hätten, dass die Maskenpflicht auch an den Haltestellen gilt. In den ersten Tagen der Kontrolle an fünf stark frequentierten Stadtbahnhaltestellen (Stadtgarten, Reinoldikirche, Kampstraße, Hauptbahnhof und Hörde Bahnhof) mussten rund 500 Fahrgäste ermahnt werden. Nur in sehr wenigen Fällen sollen sich die Fahrgäste geweigert haben, die Maske aufzusetzen. Ihnen wurde ein Platzverweis erteilt.

Zudem bekomme man viel Zuspruch von anderen Fahrgästen, dass die Kontrollen durchgeführt werden. "Sie begrüßen das konsequente Durchgreifen und unser Engagement in diesem Bereich", so Jung. Deshalb sollen die Kontrollen auch weiterhin in der ganzen Stadt punktuell durchgeführt werden. 

Erstmeldung, Samstag (20. Juni), 13.30 Uhr: Mindestens bis zum 1. Juli gilt in Nordrhein-Westfalen aufgrund der Coronavirus-Pandemie noch die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. In Dortmund hat die DSW21 in den vergangenen Tagen zunehmende Nachlässigkeiten bei der Einhaltung dieser Landesverordnung festgestellt. Auch am Dortmunder Hauptbahnhof kommt es immer wieder zu Verstößen, wie die Bundespolizei berichtet. Ab dem 22. Juni werden deshalb Schwerpunkt-Kontrollen durchgeführt.

Unternehmen

Dortmunder Stadtwerke (DSW21)

Adresse

Deggingstraße 40, 44141 Dortmund

Anzahl der Busse

76

Buslinien

1092,8 Kilometer

Dortmund: DSW21 führt Schwerpunkt-Kontrollen zur Einhaltung der Maskenpflicht im ÖPNV durch

Eigene Kräfte werden bei hartnäckiger Verweigerung der Corona-Maske konsequent durchgreifen. Weigert sich ein Fahrgast in Dortmund auch nach Aufforderung eine Mund-Nasen-Bedeckung aufzuziehen, wird er aus der Haltestelle verwiesen.

Das geschehe "proaktiv zum Schutze aller Fahrgäste", kündigt DSW21-Verkehrsvorstand Hubert Jung an. "Aus nachvollziehbaren Gründen machen wir zu den Uhrzeiten und Orten der Kontrollen im Vorfeld keine konkreten Angaben."

Grundsätzlich können diese im gesamten Stadtgebiet zu jeder Zeit punktuell stattfinden. DSW21 stehe dazu auch im engen Kontakt mit den Dortmunder Ordnungsbehörden.

Maskenpflicht in Bus und Bahn in Dortmund: DSW21 betont Einsicht bei Großteil der Fahrgäste

Die Erfahrung habe gezeigt, dass sich die Fahrgäste in den allermeisten Fällen einsichtig zeigen und der Aufforderung des Tragens einer Mund-Nasen-Bedeckung nachkommen. "Die wenigen Uneinsichtigen möchten wir nun mit den Schwerpunkt-Kontrollen nachhaltig überzeugen."

Hubert Jung weist überdies darauf hin, dass es nicht Aufgabe der DSW21-Fahrer sein könne, die Einhaltung der Maskenpflicht zu prüfen. Schon aus zeitlichen Gründen sei dies keineswegs zu stemmen (Dortmund-Artikel auf RUHR24).

In NRW gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln die Maskenpflicht.

Das würde zu massiven Verzögerungen im Betriebsablauf führen und den gesamten Fahrplan aushebeln. Das gelte insbesondere dann, wenn die Polizei hinzugezogen werden muss.

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/AFP

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