Baustelle

Wegen „Anomalie im Boden“: Märkische Straße in Dortmund ist gesperrt

Im Falle einer Evakuierung wären bis zu 5000 Anwohner in Dortmund betroffen. Arbeiten beginnen kommende Woche.

Dortmund – In Dortmund werden regelmäßig Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Mal ist der Evakuierungsaufwand größer, mal muss nur der Westfalenpark gesperrt werden, ein anderes Mal ist eine Bahnstrecke dicht. Doch nun könnten zwei mögliche Blindgänger für eine tagelange Sperrung in der Dortmunder Innenstadt sorgen.

StadtDortmund
BundeslandNRW
ThemaBlindgänger-Verdacht

Blindgänger-Verdacht an Märkischer Straße in Dortmund: Verkehrsader tagelang gesperrt

Wie die Stadt Dortmund am Dienstag (27. September) mitteilt, finden derzeit Untersuchungen zweier Blindgängerverdachtspunkte an der Märkischen Straße statt. Dort finden derzeit Fernwärme- und Straßensanierungsarbeiten statt. Die Stadt vermutet, dass ein Blindgänger auf Höhe des Finanzamts West liegt, der andere Ecke Märkische Straße und Wenkerstraße.

Die Stadt Dortmund weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Verdachtspunkte nicht automatisch bedeuten, dass dort wirklich Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg liegen. „Die Überprüfungen finden statt, da bei bereits stattgefundenen Sondierungen Anomalien im Erdreich festgestellt wurden. Diese könnten aber auch beispielsweise nicht mehr genutzte Versorgungsleitungen sein, die bei ihrer damaligen Verlegung nicht korrekt kartiert wurden“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Fest steht aber, dass beide Verdachtspunkte nicht gleichzeitig kontrolliert werden können, weil sonst die zentralen Versorgungsleitungen vom Netz genommen werden müssten, was zu starken Einschränkungen für die Bevölkerung führen würde. 

Blindgänger könnten für große Evakuierungsaktion in Dortmund sorgen

Das wiederum führt Straßensperrungen mit sich, die enormen Einfluss auf den Verkehr haben könnten. Der erste Blindgänger-Verdacht in Höhe des Finanzamtes wird von Dienstag (4. Oktober) bis Freitag (7. Oktober) ausgegraben und kontrolliert. Die zweite Stelle, Ecke Märkische Straße und Wenkerstraße, von Montag (17. Oktober) bis Donnerstag (20. Oktober).

„Da beide Anomalien tief im Boden aufgetreten sind, muss hier mit größerem Baggereinsatz geprüft werden, ob sich der Verdacht nach möglichen Blindgängern erhärtet. Diese Arbeiten bringen Aufwand mit sich, der Platz braucht“, so ein Stadtsprecher in der Mitteilung. Bedeutet: In beiden genannten Zeiträumen muss die Märkische Straße stadteinwärts gesperrt werden.

Ob es sich wirklich um Blindgänger handelt, müsse erst überprüft werden.

Straßensperrung in Dortmund wird mit LED-Anzeigen angekündigt

Der Verkehr werde großräumig umgeleitet, LED-Anzeigen sollen bereits im Vorfeld der Arbeiten auf die Sperrung hinweisen. Die Umleitung werde über die B54 / Ruhrallee erfolgen und entsprechend ausgeschildert – Staugefahr garantiert.

Das Tiefbauamt der Stadt Dortmund bittet Verkehrsteilnehmer auf Bus und Bahn umzusteigen, da auch im Umfeld einige Straßen aufgrund von Bauarbeiten gesperrt sind.

Falls sich der Verdacht bestätigt und sich wirklich Blindgänger dort verstecken, könnten die Fliegerbomben laut Angaben der Stadt im genannten Zeitraum entschärft werden. Im Falle einer Evakuierung könnten mehr als 5000 Anwohner betroffen sein.

Rubriklistenbild: © Swen Pförtner/dpa/Symbolbild

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