Kommunalwahl 2020

OB-Wahl in Dortmund: Linke schicken Biologen ins Rennen - darum rechnet er sich Chancen aus

+
Utz Kowalewski will Oberbürgermeister von Dortmund werden.

Im September steht in Dortmund die Wahl eines neuen Oberbürgermeisters an. Für die Partei "Die Linke" geht Utz Kowalewski bei der OB-Wahl 2020 an den Start.

  • Im September 2020 wird in Dortmund ein neuer Oberbürgermeister gewählt.
  • Mittlerweile bewerben sich sieben Kandidaten um die Nachfolge von OB Ullrich Sierau.
  • Die Partei "Die Linke" hat nun ihren Kandidaten Utz Kowalewski vorgestellt.

Dortmund - Es ist noch etwas hin, bis Dortmund bei der NRW-Kommunalwahl am 13. September einen neuen Oberbürgermeister wählt. Doch schon früh haben bereits unter anderem die SPD, CDU und Grüne ihre potenziellen Nachfolger für OB Ullrich Sierau vorgestellt. Und auch die Linken haben nun einen Namen in den Ring geworfen.

OB-Wahl 2020 in Dortmund: Utz Kowalewski ist Kandidat der Linken

Mit einer großen Mehrheit haben die Mitglieder des Dortmunder Kreisverbandes Utz Kowalewski für das Amt des Oberbürgermeisters nominiert, wie die Partei "Die Linke" in einer aktuellen Meldung mitteilt. Der Vorsitzende der Linksfraktion ist mit seinen 49 Jahren der jüngste Bewerber unter den Kandidaten der demokratischen Parteien.

Der gebürtige Dortmunder rechnet sich bei der Kommunalwahl 2020 durchaus Cahncen als linker OB-Kandidat aus. Immerhin befände sich "das komplette politische Spektrum derzeit im Umbruch", so Kowalewski. "Denken Sie nur an Thüringen und die derzeitigen Umfragerekorde für Bodo Ramelow". 

Aber in erster Linie sei es ihm wichtig, den Wählern in Dortmund eine soziale Alternative zu den drei im Verwaltungsvorstand vertretenen Parteien zu bieten.

OB-Wahl 2020 in Dortmund: Utz Kowalewski will die Themen Klima und Umwelt angehen

Neben Utz Kowalewski, der seit 2010 als Fraktionsvorsitzender der Linken agiert, stellen sich sechs weitere Politiker zur Wahl des neuen Oberbürgermeisters von Dortmund. Unter anderem Thomas Westphal von der SPD brachte sich bereits im September 2019 für die Nachfolge Sieraus ins Gespräch. Mit Andreas Hollstein (CDU) und Daniela Schneckenburger (Die Grünen) kamen zwei weitere Bewerber hinzu.

Gegenüber der Grünen-Kandidatin Schneckenburger sieht sich der 49-Jährige durchaus im Vorteil. Die Themen Klima und Umwelt seien wichtige Aspekte für den linken Politiker, der diplomierter Biologe ist.

Utz Kowalewski will Oberbürgermeister von Dortmund werden.

"Dortmund hat seine Klimaziele bislang verfehlt. Da muss dringend und vor allem schnell nachgesteuert werden. Und bei diesem Thema – genauso wie beim Tier- und Artenschutz - macht mir unter den anderen Kandidaten für das OB-Amt keiner so schnell etwas vor - auch keine grüne Schuldezernentin", so Kowalewski.

Die Linke: Obdachlosigkeit für OB-Kandidat Utz Kowalewski zu hoch

Weitere Themen, denen sich der Kandidat der Linken außerdem annehmen möchte, sind folgende:

  • bezahlbaren Wohnraum schaffen
  • die Obdachlosigkeit senken
  • die Zahl der Langzeitlosen senken
  • Gemeindewohnung bauen

Utz Kowalewski (Die Linke): In Scharnhorst aufgewachsen und in Dorstfeld gelebt

Und auch "denjenigen Menschen eine Perspektive geben, die derzeit durch das Raster der Sozialsysteme fallen", so der gebürtige Dortmunder. Dieses Ziel sei um ein Vielfaches wichtiger als Dortmund mit noch weiteren "Leuchtturm-Projekten" zu schmücken, die leider viel zu viel Geld gekostet hätten.

Gleichzeitig betont der Mann, der in Scharnhorst aufgewachsen ist und während seines Studiums in Dorstfeld gelebt hat, dass er seine Heimatstadt liebt. Dortmund habe viel zu bieten, darüber dürfe man jedoch nicht die Menschen und das Klima vergessen. 

Kommunalwahl 2020: OB-Kandidat der Linken bringt Erfahrung in politischen Abläufen mit

Nicht ganz unwichtig für die Wahl zum neuen Oberbürgermeister von Dortmund: Erfahrung mit der Stadtverwaltung und mit politischen Abläufen bringt Kowalewski mit ein. In Zusammenarbeit mit seinen Fraktionskollegen und der Verwaltung habe der Dortmunder unter anderem die Reform der wirtschaftlichen Jugendhilfe und die Verdopplung der Auszubildendenzahlen auf den Weg gebracht.

Mehr zum Thema