Wirbel um Hilfsaktion

Dortmunder sammelt mit provokantem Bier Geld für Ukraine: Empfänger lehnt ab

Die Spendenaktion für die Ukraine von einem Restaurant in Dortmund ist nicht nur auf positive Reaktionen gestoßen.

Dortmund – Das Restaurant „Hopfen & Salz“ in Dortmund hat im Rahmen einer Spendenaktion für die Ukraine besondere Biere verkauft. Die Aktion brachte fast 4.000 Euro ein. Die eingenommenen Spenden wurden jedoch vom eigentlichen Empfänger abgelehnt. Grund dafür seien die provokanten Namen des Biers.

RestaurantHopfen & Salz
OrtDortmund Lütgendortmund
EreignisSpendenaktion mit provokanten Bieren

Dortmund: Spendenaktion mit provokanten Biernamen – „Piss Off Putin“ und „Fuck Putin“

Das Dortmunder Lokal „Hopfen & Salz“ in Lütgendortmund hat einen Monat lang ganz besonderes Bier verkauft. Der Erlös des Verkaufs sollte vollständig an die Ukraine-Hilfe gehen. Die beiden Biere „Piss Off Putin“ und „Fuck Putin“ wurden extra für das Restaurant und die Spendenaktion gebraut und etikettiert. Dabei wählte das Lokal nach eigenen Aussagen bewusst provokante und polarisierende Benennungen der Biere, um sich in der aktuellen Lage klar zu positionieren.

Toni Link, der Geschäftsführer des Restaurants, teilte in einer Pressemeldung mit, die Aktion solle besonders den betroffenen Menschen direkt vor Ort helfen. Die Reichweite auf lokaler Ebene als auch auf den sozialen Plattformen von „Hopfen & Salz“ sollte dafür genutzt werden, Gutes zu tun, so Link.

Neben dem Dortmunder Lokal haben sich noch weitere Lokale an der Spendenaktion beteiligt und die Biere verkauft, darunter zwei „Miss Hops“-Bierbars in Bochum und Essen sowie der Iserlohner Pub „The New Crown“.

Dortmund: Provokante Benennungen der Biere polarisieren im Netz – „Verreckt an dem Bier!“

Trotz überwiegend positiver Reaktionen auf das neue Bier, gab es insbesondere auf den sozialen Plattformen auch Kritik. Die Initiatoren der Spendenaktion haben zum Teil Anfeindungen wie „Verreckt an dem Bier!“ erhalten.

So stieß das Bier auch bei dem eigentlichen Spendengeld-Empfänger auf Ablehnung. Die Summe in Höhe von 3.892 Euro wurde von der Hilfsorganisation abgelehnt, da „der Name des Bieres eine politische Botschaft transportiere“, so Hopfen & Salz.

Bier mit klarer Message: Dortmunder Restaurant verkaufte Bier für die Ukraine.

Der Geschäftsführer Toni Link wunderte sich über die Reaktion der Organisation, da die Aktion notleidenden Menschen zugutekommen sollte. Also wurde ein neuer Spendenempfänger gesucht. Der Verein „Gesellschaft Bochum-Donezk“ helfe seit Tag eins des Krieges in der Ukraine den Betroffenen vor Ort. Die gesamten Spenden gingen somit an den Bochumer Verein. Mit dem Geld konnte die Hilfsorganisation bereits den ersten Transport mit Lebensmitteln, Medikamenten und Kleidung auf den Weg bringen (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

Ein Dortmunder Restaurant sammelte mit Anti-Putin-Bier Spenden für die Ukraine.

Zudem werde das Lokal „Hopfen & Salz“ nach eigenen Aussagen mit dem Verkauf vom Pils „Piss Off Putin“ und dem India Pale Ale „Fuck Putin“ weitermachen und Spenden für die Ukraine sammeln. Mittlerweile gäbe es das Pils bereits in Flaschen mit entsprechendem Etikett. In vier Wochen sollen dann beide abgefüllt in Flaschen zum Verkauf stehen.

Dass eine Spendenaktion außergewöhnliche und kreative Formen annehmen kann, zeigt auch die Aktion auf der digitalen Vermietungsplattform „airbnb“.

Rubriklistenbild: © Hopfen & Salz

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