Skurrile Protest-Aktion

Dortmund: Umwelt-Aktivisten machen sich an 40 SUVs zu schaffen – Polizei warnt

In Dortmund haben Klima-Aktivisten erneut bei einigen Autos die Luft aus den Reifen gelassen. Die Polizei ermittelt.

Dortmund – Der Klima-Protest in Nordrhein-Westfalen wird immer radikaler. In Dortmund haben Aktivisten nun angeblich bei 40 SUVs die Luft aus den Reifen gelassen. Die Polizei kann diese Zahl nicht bestätigen, hat aber mehrere Strafanzeigen aufgenommen.

Stadt:Dortmund
Vorfall:Sabotage an SUVs
Behörde:Polizei Dortmund

Dortmund: Klima-Aktivisten lassen Luft aus SUV-Reifen

In einem anonymen Schreiben, das auch an die Redaktion von RUHR24 geschickt wurde, versuchen die Aktivisten ihre Aktion zu erklären. Demnach seien 40 SUVs in der Innenstadt von Dortmund „temporär entwaffnet“ worden. Anlass sei der Klimastreik am Freitag (25. März) gewesen. Auch in Dortmund hatte „Fridays for Future“ protestiert.

Auch die SUV-Aktion soll in mehreren deutschen Städten stattgefunden haben. Das Ziel sei laut dem Schreiben unter anderem mehr Aufmerksamkeit für die Klimabewegung. Der Staat weigere sich, ihre Lebensgrundlage zu schützen, so die Aktivisten.

Es ist nicht das erste Mal, dass SUVs in Dortmund in dieser Form fahruntüchtig gemacht wurden. Die Aktion solle so häufig wiederholt werden, „bis es unmöglich wird, in den urbanen Ballungsräumen einen SUV zu besitzen“, kündigen die Aktivisten an.

Polizei Dortmund ermittelt nach Sabotage an SUVs in der Innenstadt

So ernst wie es die Demonstranten zu meinen scheinen, nimmt die Sache auch die Polizei Dortmund. Die Beamten bestätigen am Samstag (26. März), dass die Luft aus den Reifen mehrerer SUVs in der Innenstadt gelassen wurde.

„Aktuell liegen der Polizei nach Taten in der Uhlandstraße in der Nordstadt, in der Schmiedingstraße im Zentrum sowie im Unionviertel (Augustastraße) und im Klinikviertel (Wilhelmstraße) fünf Strafanzeigen vor“, berichtet die Polizei Dortmund.

Medienberichte, in denen von 40 betroffenen Fahrzeugen die Rede ist, könne man hingegen nicht bestätigen.

Dortmund: Polizei warnt vor gefährlicher SUV-Aktion

Die Polizei Dortmund warnt vor dieser Art des Protests: „Das Ablassen der Luft kann weitreichende Folgen haben, weil die Besitzerinnen und Besitzer der SUV ihre Autos dann nicht bewegen können. Zum Beispiel, um pflegebedürftige Angehörige zu versorgen oder in Notfällen (Klinikbesuch).“

Die Polizei bittet weitere Betroffene, sich zu melden. Wer Hinweise zu den Tätern hat, kann sich unter 0231/132 7441 bei der Kriminalwache melden.

Rubriklistenbild: © Ole Spata/dpa; Alltagsradler/Twitter; Collage: RUHR24

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