Kita in Wickede geschlossen: Schäden am Gebäude zu groß

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Kita "Wichernahus" in Dortmund Wickede

Dortmund/NRW - Wegen baulicher Schäden mussten Kinder einer Kita in Dortmund Wickede umziehen. Ein Schwamm hat die Wände des feuchten Kellers befallen.

Wegen baulicher Schäden mussten die Kinder der Kita im "Wichernhaus" in Dortmund Wickede kurzfristig umziehen. Ein Schwamm hatte die Wände des feuchten Kellers befallen. Jetzt wird geprüft, ob der Hausschwamm bereits Sporen freigesetzt hat..

Was zunächst nur ein vorübergehender Auszug aus ihrer Kita sein sollte, ist mittlerweile für die Kinder und Eltern der evangelischen Tageseinrichtung im Rübenkamp ein endgültiger Abschied geworden. Eine Rückkehr in das historische Gebäude ist ausgeschlossen - zu groß ist die Summe, die in eine Sanierung gesteckt werden müsste.

Von einem "wirtschaftlichen Totalschaden" spricht Pfarrer Hanno May. An eine Sanierung des aus dem Jahr 1903 stammenden Gebäudes sei nicht mehr zu denken.

Feuchtigkeit in den Kita-Mauern

Doch zurück zum Anfang: Schon mehrfach mussten Wasserschäden an dem Gebäude der Kirchengemeinde behoben werden. In dem Gebiet, in dem das "Wiechernhaus" steht, haben viele Häuser mit der Feuchtigkeit zu kämpfen. Immer wieder kehrt das Wasser, welches aus den alten Kohlenstollen der Region nicht mehr abgepumpt wird, in die Grundmauern zurück. So auch in dem Kita-Gebäude.

Zunächst schien der Kampf gegen die Feuchtigkeit im Boden nur in eine weitere Runde gehen - also zogen die Kinder übergangsweise in eine andere Kindertagesstätte der Gemeinde in der Meylantstraße um.

Doch dann der Schock: Bei den Reparaturarbeiten stellten die Handwerker fest, dass das Mauerwerk von einem Schwamm befallen ist. Sofort wurde eine Spezialfirma hinzugezogen, die in Teilen des Hauses Hinweise auf Sporen feststellte.

Ungeahntes Ausmaß der Schäden

"Wir waren alle erschrocken über das ungeahnte Ausmaß des Schadens. Dass wir dieses schöne alte Haus aufgeben müssen und damit zunächst eine unserer beiden Kindertageseinrichtungen verlieren, macht uns betroffen", sagt Pfarrer Hanno May.

Ob von den Sporen eine Gesundheitsgefahr für die Kinder ausgeht, wird auch geprüft. "In zwei Wochen sind die Laborergebnisse da, dann wissen wir mehr", so May. Allerdings betont der Pfarrer, sei man lediglich "Hinweisen auf Sporen" nachgegangen - Spürhunde hätten in dem Gebäude angeschlagen. Der Auszug der Kinder erfolgte daraufhin rein prophylaktisch.

Kinder werden weiter betreut

Alle 40 Kinder, die den Kindergarten im Rübenkamp besuchen, gehen nun mindestens bis Ende des laufenden Kindergartenjahres in die Kindertagesstätte in der Meylantstraße. Vermutlich bleiben sie aber auch nach dem Sommer dort.

Eine Rückkehr zum Rübenkamp ist jedenfalls ausgeschlossen. Zu hoch schätzte ein Bausachverständiger die Kosten für eine Sanierung.

Außerdem: Selbst wenn die Gemeinde die veranschlagte sechsstellige Summe zahlen würde - eine Garantie, dass die Feuchtigkeit nicht zurückkehrt, gäbe es dadurch nicht.